NL Curt Heigl (Bestand)
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E 10/164
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 10 - Nachlässe >> E 10/164 - Nachlass / Curt Heigl
Curt Heigl, der spätere Leiter des Gewerbemuseums der Landesgewerbeanstalt Bayern und Direktor der Kunsthalle Nürnberg, wurde 1923 in Schliersee geboren. Auf von umfassender Feldpost dokumentiertem Kriegsdienst bei der DAF und an der Ostfront sowie anschließender Kriegsgefangenschaft folgte ein Studium der Kunstgeschichte und Architektur in München. 1955 erfolgte der Ruf an die Bayerische Landesgewerbeanstalt Nürnberg, 1957 der Aufstieg zum Leiter des Gewerbemuseums der Landesgewerbeanstalt. Ein Posten, den er bis 1971 innehatte und in dem er auch am Bau und der Konzeption der Norishalle mitwirkte. Ab 1961 begann seine zehnjährige Lehrtätigkeit im Fach "Visuelle Kommunikation und Design" an der Fachhochschule Nürnberg.Von 1972 bis zu seiner Pensionierung 1988 prägte Curt Heigl als Direktor der Kunsthalle die Nürnberger Kunstszene der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So initiierte er die weit über die Landesgrenzen hinaus renommierte "Internationale Triennale der Zeichnung" und gemeinsam mit Faber-Castell das Stadtzeichner-Projekt. Zudem war er für die Realisation zahlreicher bedeutender Ausstellungen verantwortlich, und führte den Ausbau der Sammlung zeitgenössischer Kunst fort.Nach seiner Pensionierung engagierte sich Heigl weiterhin für die Kunst und wirkte bei zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben entscheidend mit.Wie die im Nachlass erhaltene Korrespondenz beweist, pflegte Curt Heigl Kontakt mit Künstlern und Kunstinstitutionen auf der ganzen Welt und hinterließ eine große Sammlung von Urkunden, Büchern, Briefen und Postkarten. Fotos und kleine Kunstwerke besaß er zu Tausenden.Der Nachlass stammt aus der ehem. Wohnung Carl-von-Linde-Str. 14/IV.
Einheiten: 433
Bestand
Deutsch
Bayerische Landesgewerbeanstalt
Deutsche Arbeitsfront
Fachhochschule Nürnberg
Feldpostbriefe
Heigl, Curt (Einzelbestand)
Kunsthalle
Nachlass
Norishalle
Triennale der Zeichnungen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ