Ältestes Nekrolog des Stifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg
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SSAA, StiftsA A 4219
StiftsA A Amtsbücher
Amtsbücher
um 1267 - 1397
Archivale
Glanzlicht
Beschreibung: Das älteste Nekrolog des ehemaligen Kollegiatstifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg wurde 1267/68 basierend auf einer heute verlorenen gegangenen Handschrift, die jenem als unmittelbare Vorlage diente, angelegt und bis ins Jahr 1397 in mehreren Redaktionsphasen weitergeführt. Verantwortlich für die Buchführung des Totenregisters waren wohl die jeweiligen Kustoden des Stifts, deren Amtszeiten mit den erwähnten Bearbeitungsphasen des Nekrologs weitestgehend übereinstimmen. Mit einiger Gewissheit darf man sie auch als Hauptschreiber desselben annehmen. Der 98 Pergamentblätter umfassende Codex ist in mit dunkelbraunem Leder überzogene Holzdeckel eingebunden und enthält kalendarisch geordnete Eintragungen, die inhaltlich bis ins 9. Jh. zurückdatieren. Diese reichen von einfachen Todesvermerken über die Verbindung derselben mit einer Stiftung - einschließlich der in diesem Zusammenhang getroffenen Spezifikationen - bis hin zu Notizen urbariellen Charakters. Neben seinem prosopographischen Wert für die Erforschung der Stiftsdignitäten bis zum Ende des 14. Jahrhunderts kommt dem Nekrolog eine herausragende Bedeutung als Schriftquelle für die Geschichte des Aschaffenburger Stifts - insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Liturgie - zu.
Beschreibung: Das älteste Nekrolog des ehemaligen Kollegiatstifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg wurde 1267/68 basierend auf einer heute verlorenen gegangenen Handschrift, die jenem als unmittelbare Vorlage diente, angelegt und bis ins Jahr 1397 in mehreren Redaktionsphasen weitergeführt. Verantwortlich für die Buchführung des Totenregisters waren wohl die jeweiligen Kustoden des Stifts, deren Amtszeiten mit den erwähnten Bearbeitungsphasen des Nekrologs weitestgehend übereinstimmen. Mit einiger Gewissheit darf man sie auch als Hauptschreiber desselben annehmen. Der 98 Pergamentblätter umfassende Codex ist in mit dunkelbraunem Leder überzogene Holzdeckel eingebunden und enthält kalendarisch geordnete Eintragungen, die inhaltlich bis ins 9. Jh. zurückdatieren. Diese reichen von einfachen Todesvermerken über die Verbindung derselben mit einer Stiftung - einschließlich der in diesem Zusammenhang getroffenen Spezifikationen - bis hin zu Notizen urbariellen Charakters. Neben seinem prosopographischen Wert für die Erforschung der Stiftsdignitäten bis zum Ende des 14. Jahrhunderts kommt dem Nekrolog eine herausragende Bedeutung als Schriftquelle für die Geschichte des Aschaffenburger Stifts - insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Liturgie - zu.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
27.03.2025, 11:33 MEZ