Etzel, Franz (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
BArch N 1254
call number: N 1254
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> E
(1899-) 1915-1970
Geschichte des Bestandsbildners: Wirtschafts- und Finanzpolitik im Zeichen der Sozialen Marktwirtschaft. Festgabe für Franz Etzel. Hrsg. v. Alfred Müller-Armack und Herbert B. Schmidt. Mit Beitrag von Kurt Georg Kiesinger u.a. Stuttgart 1967
Barzel, Rainer: Franz Etzel in der Fraktion (1961-1965).- In: Wirtschafts- und Finanzpolitik im Zeichen der Sozialen Marktwirtschaft. Stuttgart 1967.- S. 85-95
Lutzke, Hans-Hermann: Der Beitrag Franz Etzels zur Wirtschaftspolitik. Zur Geschichte des Bundesausschusses für Wirtschaftspolitik der CDU.- In: Wirtschafts- und Finanzpolitik im Zeichen der sozialen Marktwirtschaft. Stuttgart 1967.- S. 123-184
Lebensdaten
12. Aug.1902 geb. in Wesel/Niederrhein
1920-1922 Bergmannslehre auf der Schachtanlage Sterkrade
1922 Abitur in Oberhausen
Studium der Rechts-, Staats- und Volkswirtschafts-wissenschaften in Frankfurt, Münster und München
1925 Referendar-Examen in Hamm
1930 Assessor-Examen in Berlin
1930-1965 Rechtsanwalt im Land- und Amtsgericht Duisburg
1939-1961 Notar in Duisburg
1939-1945 Infanterieoffizier
1945-1948 Vorsitzender der Kreispartei der CDU in Duisburg
1946-1953 Vorstandsmitglied des rheinischen Landesvorstandes der CDU
1947-1949 Vorsitzender des wirtschaftspolitischen Ausschusses der CDU in der britischen Zone
seit 1949 Vorsitzender des Bundesausschusses für Wirtschaftspolitik der CDU
1949-1953 Mitglied des 1. Deutschen Bundestages (Wahlkreis Rees-Dinslaken), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik
1952-1957 1. Vizepräsident der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Luxemburg
1956-1957 Beauftragter der Regierungen Belgiens, der Bundesrepublik, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs, und der Niederlande für die Erstattung eines Berichtes über „Ziele und Aufgaben für Euratom" (Drei-Weisen-Bericht)
1957-1961 Bundesminister der Finanzen
1957-1965 Mitglied des Deutschen Bundestages (Wahlkreis Remscheid-Solingen)
1961-1969 Geschäftsinhaber des Bankhauses Friedrich Simon, Düsseldorf
1969 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Simon-Bank
1961-1965 Vorsitzender des Arbeitskreises „Finanzen und Steuern" der CDU-Bundestagsfraktion
1961 Wahl zum Präsidenten des Deutsch-Französischen Kreises e.V., Düsseldorf
1962 Ernennung zum Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Pfandbriefanstalt
1962 Verfügungstreuhänder für die Aktien der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG
1963 Mitglied des Beirats der Firma Klöckner & Co., Duisburg
1963 Mitglied des Vorstandes der Peter Klöckner-Familienstiftung, Duisburg
1964 Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Pfandbriefanstalt
seit 1965 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Düsseldorf
1966 Mitglied des Aufsichtsrates des Eschweiler Bergwerksvereins
1966 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Baugesellschaft Carl Baresel AG, Stuttgart
1967 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaftsbeziehungen mit Israel e.V., Frankfurt
9. Mai 1970 gestorben in Wittlaer
Bestandsbeschreibung: Materialien zur Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter, insbes. im Bundestagsausschuß für Wirtschaftspolitik; in der CDU, insbes. im Bundesausschuß für Wirtschaftspolitik der CDU; als Vizepräsident der Hohen Behörde der Montanunion; als Bundesfinanzminister.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass Etzel umfasst nach vorläufiger Ordnung und Verzeichnung 388 Nummern und dokumentiert im Wesentlichen die Tätigkeit Etzels als Bundestags-abgeordneter, insb. Im Bundestagausschuss für Wirtschaftspolitik der CDU; seine Arbeit als Vizepräsident der Hohen Behörde der Montanunion und als Bundes-finanzminister. In den beiden zuletzt genannten Komplexen haben insb. Die Vorbereitungsarbeiten zu zahlreichen Gesetzesvorhaben (wie Steuerreform und zur Neuordnung der Grundstoffindustrie) ihren Niederschlag gefunden. Daneben sind persönliche Materialien, Unterlagen zur publizistischen Tätigkeit und einige Redeserien vorhanden. Auffallend ist das Fehlen einer geschlossenen Korrespondenzserie; es liegen lediglich einige wenige Bände allgemeiner politischer Schriftwechsel vor.
Eine Feinordnung, die Umstrukturierung bzw. Neubildung einzelner Serien und damit eine ausgewogenere Klassifizierung müssen der endgültigen Bearbeitung des Bestandes vorbehalten bleiben. Zu prüfen ist dann auch die Frage, wieweit verstreut einzelne amtliche Aktenüberlieferungen aus dem Bundesfinanzministerium vorliegen und ggf. der amtlichen Aktenüberlieferung zuzuordnen sind. Im Hinblick auf Benutzung ist diese Frage vorerst irrelevant, da nach vertraglicher Regelung die Benutzung des Nachlasses durch Dritte analog der in § 5 der Benutzungsordnung genannten Benutzungsbedingungen für amtliches Schriftgut zu handhaben ist.
Ausgesondert wurden Bücher, Amtsdrucksachen, Zeitgeschichtliches Sammlungsgut sowie Bilder und Fotoalben zur Abgabe an die Bibliothek, die Amtsdruck-sachensammlung, die Zeitgeschichtlichen Sammlungen und das Bildarchiv. Ein Verzeichnis der an das Tonarchiv abgegebenen Schallplatten und Bänder mit Reden ist dem Findbuch beigefügt.
Koblenz, 1979
Zitierweise: BArch N 1254/...
Barzel, Rainer: Franz Etzel in der Fraktion (1961-1965).- In: Wirtschafts- und Finanzpolitik im Zeichen der Sozialen Marktwirtschaft. Stuttgart 1967.- S. 85-95
Lutzke, Hans-Hermann: Der Beitrag Franz Etzels zur Wirtschaftspolitik. Zur Geschichte des Bundesausschusses für Wirtschaftspolitik der CDU.- In: Wirtschafts- und Finanzpolitik im Zeichen der sozialen Marktwirtschaft. Stuttgart 1967.- S. 123-184
Lebensdaten
12. Aug.1902 geb. in Wesel/Niederrhein
1920-1922 Bergmannslehre auf der Schachtanlage Sterkrade
1922 Abitur in Oberhausen
Studium der Rechts-, Staats- und Volkswirtschafts-wissenschaften in Frankfurt, Münster und München
1925 Referendar-Examen in Hamm
1930 Assessor-Examen in Berlin
1930-1965 Rechtsanwalt im Land- und Amtsgericht Duisburg
1939-1961 Notar in Duisburg
1939-1945 Infanterieoffizier
1945-1948 Vorsitzender der Kreispartei der CDU in Duisburg
1946-1953 Vorstandsmitglied des rheinischen Landesvorstandes der CDU
1947-1949 Vorsitzender des wirtschaftspolitischen Ausschusses der CDU in der britischen Zone
seit 1949 Vorsitzender des Bundesausschusses für Wirtschaftspolitik der CDU
1949-1953 Mitglied des 1. Deutschen Bundestages (Wahlkreis Rees-Dinslaken), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik
1952-1957 1. Vizepräsident der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Luxemburg
1956-1957 Beauftragter der Regierungen Belgiens, der Bundesrepublik, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs, und der Niederlande für die Erstattung eines Berichtes über „Ziele und Aufgaben für Euratom" (Drei-Weisen-Bericht)
1957-1961 Bundesminister der Finanzen
1957-1965 Mitglied des Deutschen Bundestages (Wahlkreis Remscheid-Solingen)
1961-1969 Geschäftsinhaber des Bankhauses Friedrich Simon, Düsseldorf
1969 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Simon-Bank
1961-1965 Vorsitzender des Arbeitskreises „Finanzen und Steuern" der CDU-Bundestagsfraktion
1961 Wahl zum Präsidenten des Deutsch-Französischen Kreises e.V., Düsseldorf
1962 Ernennung zum Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Pfandbriefanstalt
1962 Verfügungstreuhänder für die Aktien der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG
1963 Mitglied des Beirats der Firma Klöckner & Co., Duisburg
1963 Mitglied des Vorstandes der Peter Klöckner-Familienstiftung, Duisburg
1964 Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Pfandbriefanstalt
seit 1965 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Düsseldorf
1966 Mitglied des Aufsichtsrates des Eschweiler Bergwerksvereins
1966 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Baugesellschaft Carl Baresel AG, Stuttgart
1967 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaftsbeziehungen mit Israel e.V., Frankfurt
9. Mai 1970 gestorben in Wittlaer
Bestandsbeschreibung: Materialien zur Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter, insbes. im Bundestagsausschuß für Wirtschaftspolitik; in der CDU, insbes. im Bundesausschuß für Wirtschaftspolitik der CDU; als Vizepräsident der Hohen Behörde der Montanunion; als Bundesfinanzminister.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass Etzel umfasst nach vorläufiger Ordnung und Verzeichnung 388 Nummern und dokumentiert im Wesentlichen die Tätigkeit Etzels als Bundestags-abgeordneter, insb. Im Bundestagausschuss für Wirtschaftspolitik der CDU; seine Arbeit als Vizepräsident der Hohen Behörde der Montanunion und als Bundes-finanzminister. In den beiden zuletzt genannten Komplexen haben insb. Die Vorbereitungsarbeiten zu zahlreichen Gesetzesvorhaben (wie Steuerreform und zur Neuordnung der Grundstoffindustrie) ihren Niederschlag gefunden. Daneben sind persönliche Materialien, Unterlagen zur publizistischen Tätigkeit und einige Redeserien vorhanden. Auffallend ist das Fehlen einer geschlossenen Korrespondenzserie; es liegen lediglich einige wenige Bände allgemeiner politischer Schriftwechsel vor.
Eine Feinordnung, die Umstrukturierung bzw. Neubildung einzelner Serien und damit eine ausgewogenere Klassifizierung müssen der endgültigen Bearbeitung des Bestandes vorbehalten bleiben. Zu prüfen ist dann auch die Frage, wieweit verstreut einzelne amtliche Aktenüberlieferungen aus dem Bundesfinanzministerium vorliegen und ggf. der amtlichen Aktenüberlieferung zuzuordnen sind. Im Hinblick auf Benutzung ist diese Frage vorerst irrelevant, da nach vertraglicher Regelung die Benutzung des Nachlasses durch Dritte analog der in § 5 der Benutzungsordnung genannten Benutzungsbedingungen für amtliches Schriftgut zu handhaben ist.
Ausgesondert wurden Bücher, Amtsdrucksachen, Zeitgeschichtliches Sammlungsgut sowie Bilder und Fotoalben zur Abgabe an die Bibliothek, die Amtsdruck-sachensammlung, die Zeitgeschichtlichen Sammlungen und das Bildarchiv. Ein Verzeichnis der an das Tonarchiv abgegebenen Schallplatten und Bänder mit Reden ist dem Findbuch beigefügt.
Koblenz, 1979
Zitierweise: BArch N 1254/...
Etzel, Franz, 1902-1970
397 Aufbewahrungseinheiten; 13,4 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: Die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdiger Belange Dritter.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ