Verfolgung flüchtig gewordener preußischer Verbrecher
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I. HA Rep. 77, Tit. 423 Nr. 77
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.06 Sektion 6 Höhere, Kriminal- Sicherheits- und Schutzpolizei (1807 - 1943) >> 03.06.02 Kriminal- und Sicherheitspolizei (1807 - 1943) >> 03.06.02.01 Allgemeines (1807 - 1943) >> 03.06.02.01.06 Verfolgung und Beobachtung von Verbrechern, Spitzelwesen (1810 - 1933)
1880 - 1912
Enthält u. a.:
- Fahndung (Fahndungsfotos, Fahndungsplakate, Auslobungen einer Belohnung) nach dem Kassierer Gustav Jander, wegen Unterschlagung von Geldern des Bankhauses Albert Samson in der Behrenstraße, Berlin, 1880
- Mitteilung der Detektivagentur G. H. Thiel in New-York über einen angeblich verübten Diebstahl an Ludwig Wagner in Spandau durch die Verdächtigen Barnik und Kilmsky (Identitätsfeststellung der Arbeiter Albert Hintz, geb. 12.12.1843 in Damen und dessen Stiefsohn Hermann Kornischka, geb. 30.09.1861 in Stükken)
- Mitteilung der italienischen Botschaft wegen der Verhaftung der Landstreicher Otto Lübke (Sohn des Schlächters Wilhelm Lübke, Berlin) und Richard Tschampel (Sohn des Kaufmann Christian Tschampel, Breslau) bei Genua, 1885
- Auslieferungsersuchen für den Arbeiter Christian Fricke, genannt Peix, aus den Niederlanden wegen Flucht vor Haftantritt aus der Strafanstalt Wolfenbüttel, 1886
- Untersuchungssache gegen den Buchhalters August Viglahn wegen Unterschlagung bei der Firma G. Kanow, Berlin, 1891
- Fahndung nach dem aus der Städtischen Irrenanstalt in Herzberge entwichenen Georg Manolesco, geb. 07.05.1871 in Ploesci in Rumänien (alias "Fürst Lahovary", Hochstapler und Hoteldieb),1903
- Fahndung nach dem Hilfskassenbote in der Eisenbahn-Hauptkasse Königsberg, Franz Kowalski, wegen Unterschlagung und Beobachtung seiner Verlobten Martha Palinski in Danzig, 1904
- Fahndung und Festnahme des Bankiers Siegmund Friedberg und seines Disponenten Friedrich Bohm, 1908
- Strafverfahren und Haftbefehl wegen Landesverrats und Beamtenbestechung gegen Marcel Carl, geb. am 15.12.1879 in Diefenthal (Kr. Schlettstadt), im Kanzleidienst des Kaiserlichen Generalkonsulats in Schanghai, z. Z. in Dominion City (Kanada), 1908
- Abgleich der Fahndungsblätter nach zwei Personen mit dem Nachnamen Carl (Lehrer Ernst Carl und Marcel / Marzell Carl)
- Fahndung nach dem Müllergesellen August Sternickel, geb. am 11.05 1866 in Nieder-Mschanne (Krs. Rybnick) wegen Raubmord und Brandstiftung, 1909
- Ermittlung im Mordfall Edmund Franz Tarantowicz (Wladimir Tararoff) in Rom, Mai 1909
- Deutsches Fahndungsblatt, 11. Jahrgang, Stück 3141, Berlin den 20. Juli 1909 (Druck)
- Auskunftsersuchen über den Russen Kasimir Bojarski, 1910
- Fahndung nach dem Chauffeur Richard Harott (Harrot), geb. am 13.08.1878 in Kattowitz, wegen Unterschlagung von Geldbriefen der Bank- und Speditionsfirma Reichert & Co. in Sosnowice.
- Fahndung (Fahndungsfotos, Fahndungsplakate, Auslobungen einer Belohnung) nach dem Kassierer Gustav Jander, wegen Unterschlagung von Geldern des Bankhauses Albert Samson in der Behrenstraße, Berlin, 1880
- Mitteilung der Detektivagentur G. H. Thiel in New-York über einen angeblich verübten Diebstahl an Ludwig Wagner in Spandau durch die Verdächtigen Barnik und Kilmsky (Identitätsfeststellung der Arbeiter Albert Hintz, geb. 12.12.1843 in Damen und dessen Stiefsohn Hermann Kornischka, geb. 30.09.1861 in Stükken)
- Mitteilung der italienischen Botschaft wegen der Verhaftung der Landstreicher Otto Lübke (Sohn des Schlächters Wilhelm Lübke, Berlin) und Richard Tschampel (Sohn des Kaufmann Christian Tschampel, Breslau) bei Genua, 1885
- Auslieferungsersuchen für den Arbeiter Christian Fricke, genannt Peix, aus den Niederlanden wegen Flucht vor Haftantritt aus der Strafanstalt Wolfenbüttel, 1886
- Untersuchungssache gegen den Buchhalters August Viglahn wegen Unterschlagung bei der Firma G. Kanow, Berlin, 1891
- Fahndung nach dem aus der Städtischen Irrenanstalt in Herzberge entwichenen Georg Manolesco, geb. 07.05.1871 in Ploesci in Rumänien (alias "Fürst Lahovary", Hochstapler und Hoteldieb),1903
- Fahndung nach dem Hilfskassenbote in der Eisenbahn-Hauptkasse Königsberg, Franz Kowalski, wegen Unterschlagung und Beobachtung seiner Verlobten Martha Palinski in Danzig, 1904
- Fahndung und Festnahme des Bankiers Siegmund Friedberg und seines Disponenten Friedrich Bohm, 1908
- Strafverfahren und Haftbefehl wegen Landesverrats und Beamtenbestechung gegen Marcel Carl, geb. am 15.12.1879 in Diefenthal (Kr. Schlettstadt), im Kanzleidienst des Kaiserlichen Generalkonsulats in Schanghai, z. Z. in Dominion City (Kanada), 1908
- Abgleich der Fahndungsblätter nach zwei Personen mit dem Nachnamen Carl (Lehrer Ernst Carl und Marcel / Marzell Carl)
- Fahndung nach dem Müllergesellen August Sternickel, geb. am 11.05 1866 in Nieder-Mschanne (Krs. Rybnick) wegen Raubmord und Brandstiftung, 1909
- Ermittlung im Mordfall Edmund Franz Tarantowicz (Wladimir Tararoff) in Rom, Mai 1909
- Deutsches Fahndungsblatt, 11. Jahrgang, Stück 3141, Berlin den 20. Juli 1909 (Druck)
- Auskunftsersuchen über den Russen Kasimir Bojarski, 1910
- Fahndung nach dem Chauffeur Richard Harott (Harrot), geb. am 13.08.1878 in Kattowitz, wegen Unterschlagung von Geldbriefen der Bank- und Speditionsfirma Reichert & Co. in Sosnowice.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:34 MESZ
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