Die Bewegung im Kanton (Neu-) Hornbach, Untersuchungsakten und Beweisstücke
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Best. J 1 Nr. 2275
J 1 Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten
Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.21 Revolutionäre Bewegung im Kanton Neuhornbach
1849-01-01/1850-12-31
Enthält u.a.: Anträge, Anzeigen, Berichte, Korrespondenzen, Vor-führungs-, Verwahrungs- und Ladungsbefehle, u.a. Schriftwechsel mit der preußischen Polizeidirektion Koblenz, dem Prokurator beim Tribunal erster Instanz in Sarreguemines und dem Prokurator beim Cour d´Appel in Metz (Bl. 3 - 65); "Belege", u.a. Untersuchung gegen Gottfried Maurer, Drechsler zu Hornbach, Mitglied des Kantonalausschusses (Bl. 67 - 71); desgleichen zur Untersuchung gegen den Zivilkommissär Dr. Weis und den delegierten Zivilkommissär Theodor Römer (Bl. 72 - 89); desgleichen zum Militärkommissär Schimmelpfenning, dem Zugführer Jakob Hussung und einem gewissen Lang (Bl. 80 - 94); desgleichen zum Rechtskandidaten Karl Seel von Zweibrücken, Adjutant Schimmelpfennigs (Bl. 95 - 105); Rassiga aus Neustadt a. d. H. wegen Beschlagnahme von 80 fl. aus der Salzkasse zu Hornbach (Bl. 106 - 109); den Kantonalausschuß von Neuhornbach (Bl. 110 - 123); Berichte der Bürgermeisterämter und Protokolle der Gendarmeriestationen (Bl. 126 - 166); Zeugen- und Beschuldigtenverhöre, dabei ein Schreiben des Zivilkommissärs Becker an den Gemeinderat zu Medelsheim betr. Gemeinderatswahlen und Uniformierung der Wehrmannschaft und ein Verzeichnis der durch die Revolutionäre am 10. und 11. Juni 1849 den Bewohnern von Hornbach gewalttätig abgenommenen Waffen; Verhör des Beschuldigten Karl Friedrich Wild, Kaufmann und Wirt in Hornbach, wegen der unentgeltlichen Verteilung von Sensen unter die "unbemittelte Classe in Hornbach"; gegen den Ackersmann Ludwig Sutter von Althornbach und den Färber Wilhelm Bohl von Hornbach, Mitglieder des Kantonalausschusses, u.a. wegen Beraubung öffentlicher Kassen (Bl. 167 - 341)
darin: Drei schöne Lieder. 1) General Bertrand´s Abschied von Frankreich etc., 2) Prinz Eugenius, der edle Ritter etc., 3) Die Hochzeit ist bei meiner Treu´ etc., Liederblatt, Druck Sargemünde (!): Michael Weiß o. J., 4 S., 17,5 x 10,5 cm (Bl. 124f.); Die Militär-Kommission von Zweibrücken an den Bürger * (Aushebung des Bataillons Zweibrücken, Stellung von ausgerüsteten Soldaten), Hg.: Schimmelpfennig, Militär-Kommissär, Zweibrücken, 5. Juni 1849, Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen, 28 x 21 cm (Bl. 81, 2. Ex. Bl. 83, 3. Ex. Bl. 84)
darin: Drei schöne Lieder. 1) General Bertrand´s Abschied von Frankreich etc., 2) Prinz Eugenius, der edle Ritter etc., 3) Die Hochzeit ist bei meiner Treu´ etc., Liederblatt, Druck Sargemünde (!): Michael Weiß o. J., 4 S., 17,5 x 10,5 cm (Bl. 124f.); Die Militär-Kommission von Zweibrücken an den Bürger * (Aushebung des Bataillons Zweibrücken, Stellung von ausgerüsteten Soldaten), Hg.: Schimmelpfennig, Militär-Kommissär, Zweibrücken, 5. Juni 1849, Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen, 28 x 21 cm (Bl. 81, 2. Ex. Bl. 83, 3. Ex. Bl. 84)
Oberlandesgericht Zweibrücken
341 Bl.
Sachakte
Die Digitalisierung wurde gefördert durch die Deutsche Digitale Bibliothek aus Mitteln des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:45 MESZ
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