Mechthild, Ehefrau des Martin Tranner, aus Göbrichen (Gebrichingen) [Kr. Pforzheim], im Gef. des Grafen Eberhard d.Ä. zu Neuenbürg gef., weil sie 9 Risten flachs, Käse, ½ Simri Erweyß (Erbsen), 1 Maß Gänseschmalz, 1 ½ Maß "ungeluttert" Milchschmalz, 7 ß 4 h markgräfl. Geld, 7 Straßburger Pfennige, etwas Wurst und einige Laibe Brot gestohlen hatte, was genügt hätte, sie vom Leben zum Tod zu richten, jedoch aus Gnade wieder freigelassen, schwört U. und gelobt eidlich, weder gegen Herrschaft Württemberg und ihre Untertanen, noch gegen das Gotteshaus Herrenalb und dessen Hintersassen zu handeln, ferner die Grafschaft Württemberg und das Dorf und die Gemarkung Göbrichen zu meiden und das Diebesgut wieder herauszugeben. Was nicht mehr vorgefunden wird, sollen ihr Vater Jakob Bahma (Bachmann ?) zu Ötisheim und ihr Ehemann Martin Tranner an ihrer Statt ersetzen, wie sie es dem Junker Hans von Ryschach, Vogt zu Neuenbürg, versprochen haben. Diese sollen auch Atzung und Gefängniskosten bis zum neuen Markttag zu Pforzheim am Mo nach Ausstellung dieser Urkunde (Feb. 19.) bezahlen. Diese geloben, falls sie ihre Verpflichtung nicht einhielten, sich unverzüglich in die Stadt Neuenbürg zu stellen und nicht daraus weichen, bis die Zehrung und alle Kosten bezahlt sind.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Baden-Württemberg
Objekt beim Datenpartner