Aegidi, Ludwig Karl James (Bestand)
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VI. HA, Nl Aegidi, L. K. J.
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Laufzeit: 1842 - 1885
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1825 - 1901
Vorbemerkung
Der Teilnachlass des Vortragenden Rats im Auswärtigen Amt, Mitglied des Norddeutschen Reichstags und des Preußischen Landtags, Professor Ludwig Aegidi wurde am 13. November 1951 durch das Geheime Staatsarchiv (ehemals Hauptarchiv genannt) von Herrn Albert Döhnel erworben (Acc. 125/51). Ein weiterer handschriftlicher Brief wurde 1962 von Herrn Hellmut Meyer gekauft (Acc. 17/62).
Der eigentliche Nachlass Ludwig Aegidis wurde vernichtet (vgl. Mommsen: Die Nachlässe in den deutsche Archiven, Boppard am Rhein 1971).
Berlin-Dahlem, Oktober 1978
Heidemarie Nowak
Lebenslauf
Ludwig Karl James Aegidi (1825 - 1901), [Pseudonym: Ludwig Helfenstein] (vgl. Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, Bd. 6, Berlin 1904, S. 264 ff und VIII B Nr. 40 Sammlung Serlo)
10.4.1825 geboren in Tilsit; Vater: Julius (*1795 - ), Kreisphysikus in Johannisburg (Ostpreußen), Leibarzt des Prinzen Friedrich von Preußen; Mutter: Jannina Kenworthy (*1800 - 18__); Schwester: Ida (*1829 -), verheiratet mit Prof. Karl Esmarch
1842 Abiturientenexamen, Immatrikulation in Königsberg und danach Eintritt in die Verbindung Hochhemia
1843 Studium der Rechte in Heidelberg und Berlin
1847 Mitarbeiter der "Deutschen Zeitung", Führer der Berliner studentischen Jugend
März - November 1848 Sekretärstelle bei den Ministern Alfred und Rudolf von Auerswald und Graf Dönhoff
1850 "Zeitungsschreiber" für die Enbloc-Partei, Schriftleiter der "Konstitutionszeitung", Übersiedlung nach Göttingen
8.8.1851 Promotion mit der Note "egregia cum laude"
11.1.1853 Habilitation in Göttingen mit der Schrift "Der Fürstenrat nach dem Luneviller Frieden", Dozent für Rechtsenzyklopädie, Kirchen-, Staats- und Völkerrecht
1857 - 1859 Professor der Rechte in Erlangen
1859 Ruf nach Hamburg an das akademische Gymnasium (Johanneum) als Professor für Geschichte und Staatswissenschaft
1861 Gründung des "Staatsarchivs" (Sammlung der offiziellen Akten zur Geschichte der Gegenwart) zusammen mit Dr. Alfred Klauhold
15.8.1862 Ehe mit Martha von Sanden-Tussainen (1844 -)
1867 - 1868 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
1867 - 1870 Freikonservatives Mitglied des Norddeutschen Reichstags
1868 Ordinarius für Staatsrecht in Bonn
1870 Gründung eines Nothelfervereins für die Opfer des Krieges, Teilnahme am Krieg mit einem Korps des "Nothelfervereins"
1871 - 1877 Eintritt in das Auswärtige Amt (Berlin) als Vortragender Rat in der politischen Abteilung, Professor für Staats-, Völker- und Kirchenrecht an der Universität Berlin
1872 Wirklicher Legationsrat
1873 - 1879 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
1878 Geheimer Legationsrat z[ur] D[isposition]
6.5.1900 Verleihung des Preußischen Kronen-Ordens II. Klasse
1901 50-jähriges Doktorjubiliäum und Verleihung des Roten-Adler-Ordens II. Klasse mit Eichenlaub
20.11.1901 gestorben in Berlin
Literaturhinweise
1. Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog Bd. 6, Berlin 1904
2. Meyers Konversationslexikon Bd. 1, Leipzig 1874
3. Neue Deutsche Biographie Bd. 1, Berlin 1953
4. Aegidi, Ludwig Karl James, Preußen und der Friede von Villafranca, Berlin 1859
5. Aegidi, Ludwig Karl James, Suum Cuique. Eine Denkschrift über Preußen, Leipzig 1859
6. Aegidi, Ludwig Karl James, Das Staatsarchiv, Hamburg 1861 ff
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Aegidi, L. K. J.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1825 - 1901
Vorbemerkung
Der Teilnachlass des Vortragenden Rats im Auswärtigen Amt, Mitglied des Norddeutschen Reichstags und des Preußischen Landtags, Professor Ludwig Aegidi wurde am 13. November 1951 durch das Geheime Staatsarchiv (ehemals Hauptarchiv genannt) von Herrn Albert Döhnel erworben (Acc. 125/51). Ein weiterer handschriftlicher Brief wurde 1962 von Herrn Hellmut Meyer gekauft (Acc. 17/62).
Der eigentliche Nachlass Ludwig Aegidis wurde vernichtet (vgl. Mommsen: Die Nachlässe in den deutsche Archiven, Boppard am Rhein 1971).
Berlin-Dahlem, Oktober 1978
Heidemarie Nowak
Lebenslauf
Ludwig Karl James Aegidi (1825 - 1901), [Pseudonym: Ludwig Helfenstein] (vgl. Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, Bd. 6, Berlin 1904, S. 264 ff und VIII B Nr. 40 Sammlung Serlo)
10.4.1825 geboren in Tilsit; Vater: Julius (*1795 - ), Kreisphysikus in Johannisburg (Ostpreußen), Leibarzt des Prinzen Friedrich von Preußen; Mutter: Jannina Kenworthy (*1800 - 18__); Schwester: Ida (*1829 -), verheiratet mit Prof. Karl Esmarch
1842 Abiturientenexamen, Immatrikulation in Königsberg und danach Eintritt in die Verbindung Hochhemia
1843 Studium der Rechte in Heidelberg und Berlin
1847 Mitarbeiter der "Deutschen Zeitung", Führer der Berliner studentischen Jugend
März - November 1848 Sekretärstelle bei den Ministern Alfred und Rudolf von Auerswald und Graf Dönhoff
1850 "Zeitungsschreiber" für die Enbloc-Partei, Schriftleiter der "Konstitutionszeitung", Übersiedlung nach Göttingen
8.8.1851 Promotion mit der Note "egregia cum laude"
11.1.1853 Habilitation in Göttingen mit der Schrift "Der Fürstenrat nach dem Luneviller Frieden", Dozent für Rechtsenzyklopädie, Kirchen-, Staats- und Völkerrecht
1857 - 1859 Professor der Rechte in Erlangen
1859 Ruf nach Hamburg an das akademische Gymnasium (Johanneum) als Professor für Geschichte und Staatswissenschaft
1861 Gründung des "Staatsarchivs" (Sammlung der offiziellen Akten zur Geschichte der Gegenwart) zusammen mit Dr. Alfred Klauhold
15.8.1862 Ehe mit Martha von Sanden-Tussainen (1844 -)
1867 - 1868 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
1867 - 1870 Freikonservatives Mitglied des Norddeutschen Reichstags
1868 Ordinarius für Staatsrecht in Bonn
1870 Gründung eines Nothelfervereins für die Opfer des Krieges, Teilnahme am Krieg mit einem Korps des "Nothelfervereins"
1871 - 1877 Eintritt in das Auswärtige Amt (Berlin) als Vortragender Rat in der politischen Abteilung, Professor für Staats-, Völker- und Kirchenrecht an der Universität Berlin
1872 Wirklicher Legationsrat
1873 - 1879 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
1878 Geheimer Legationsrat z[ur] D[isposition]
6.5.1900 Verleihung des Preußischen Kronen-Ordens II. Klasse
1901 50-jähriges Doktorjubiliäum und Verleihung des Roten-Adler-Ordens II. Klasse mit Eichenlaub
20.11.1901 gestorben in Berlin
Literaturhinweise
1. Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog Bd. 6, Berlin 1904
2. Meyers Konversationslexikon Bd. 1, Leipzig 1874
3. Neue Deutsche Biographie Bd. 1, Berlin 1953
4. Aegidi, Ludwig Karl James, Preußen und der Friede von Villafranca, Berlin 1859
5. Aegidi, Ludwig Karl James, Suum Cuique. Eine Denkschrift über Preußen, Leipzig 1859
6. Aegidi, Ludwig Karl James, Das Staatsarchiv, Hamburg 1861 ff
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Aegidi, L. K. J.
Umfang: 0,3 lfm (119 VE); Angaben zum Umfang: 0,3 lfm (119 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ
Hierarchie
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