Friderich Casimir, des älteren Geschlechts G. zu Orttenburg, verkauft an die Witwe und Erben des verstorbenen Rueprecht Schwarzhueber, Metzger zu Säldenau, folgende zur Herrschaft Säldenau gehörige und im Vilshofer Gericht liegende Untertanen mit Grund und Boden sowie Leistungen: 1) zu Ishofen Stephan Hollerpöck auf dem Pichelmayr Guett, Freistifter, der jährlich 4 ß 15 d, für Käse 22 d 1 h, ein Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 1 1/2 Schaff Korn und 1 1/2 Schaff Hafer dient; 2) Reichardt Blindhammer, Müller, Freistifter, dient 1 fl, 15 d, 1 Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 1 Schaff 4 Kübel Korn und von einem Acker auf dem Pichelmayrguett 3 ß; 3) Wolf Pachmayr, Leihgeding, dient 1 fl 5 ß 11 d, für Käse 1 ß 7 d 1 h, ein Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 1 Schaff 14 Kübel Korn, 1 Schaff 21 Kübel Hafer und von einem Wiesfleck 1 fl 3 ß 15 d; 4) Hueber daselbst, jährliche Stift 3 fl 2 ß und 2 d Schreibgeld; 5) zu Plindhamb Ziermayr, Bauer, Erbrechter, dient 3 fl 3 ß, für eine Semmel 14 d und für eine Wiese, Freistift und Hagenpaint genannt, 1 fl 3 ß, 1 Viertel Wein, 2 Hühner, 50 Eier und 2 d Schreibgeld; 6) Salzmann, Müller daselbst, Erbrechter, dient 1 fl 3 ß 15 d, 1 Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 3 Schaff Korn, alles Ortenburger Maß und schwarze Münze um 4.000 fl.; S: A.; US: Friderich Casimir Graff zu Orttenburg
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Friderich Casimir, des älteren Geschlechts G. zu Orttenburg, verkauft an die Witwe und Erben des verstorbenen Rueprecht Schwarzhueber, Metzger zu Säldenau, folgende zur Herrschaft Säldenau gehörige und im Vilshofer Gericht liegende Untertanen mit Grund und Boden sowie Leistungen: 1) zu Ishofen Stephan Hollerpöck auf dem Pichelmayr Guett, Freistifter, der jährlich 4 ß 15 d, für Käse 22 d 1 h, ein Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 1 1/2 Schaff Korn und 1 1/2 Schaff Hafer dient; 2) Reichardt Blindhammer, Müller, Freistifter, dient 1 fl, 15 d, 1 Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 1 Schaff 4 Kübel Korn und von einem Acker auf dem Pichelmayrguett 3 ß; 3) Wolf Pachmayr, Leihgeding, dient 1 fl 5 ß 11 d, für Käse 1 ß 7 d 1 h, ein Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 1 Schaff 14 Kübel Korn, 1 Schaff 21 Kübel Hafer und von einem Wiesfleck 1 fl 3 ß 15 d; 4) Hueber daselbst, jährliche Stift 3 fl 2 ß und 2 d Schreibgeld; 5) zu Plindhamb Ziermayr, Bauer, Erbrechter, dient 3 fl 3 ß, für eine Semmel 14 d und für eine Wiese, Freistift und Hagenpaint genannt, 1 fl 3 ß, 1 Viertel Wein, 2 Hühner, 50 Eier und 2 d Schreibgeld; 6) Salzmann, Müller daselbst, Erbrechter, dient 1 fl 3 ß 15 d, 1 Viertel Wein, 2 Hühner, 2 d Schreibgeld, 3 Schaff Korn, alles Ortenburger Maß und schwarze Münze um 4.000 fl.; S: A.; US: Friderich Casimir Graff zu Orttenburg
Grafschaft Ortenburg Urkunden 3067
Ortenburg Archiv Urkunden 2194/II (1650 IX 29)
Zusatzklassifikation: O
Grafschaft Ortenburg Urkunden
Grafschaft Ortenburg Urkunden >> 1601-1650
1650 September 29
Hinweis: Abschrift 18. Jh. nach einer begl. Kopie ddo. Vilshofen 6. Februar 1727 des Johannes Constantin Dormer, SS. Theologiae Doctor, Propst des Kollegiatstifts allda, immatrikulierter kaiserl. Comes palatinus.
Pap.
Urkunden
ger
Überlieferung: Abschr. 18. Jh.
Ausstellungsort: Schloss Alt-Ortenburg
Originaldatierung: Geschehen und geben auf unserm schloß Alten Orttenburg am tag Michaeli.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1650
Monat: 9
Tag: 29
Ausstellungsort: Schloss Alt-Ortenburg
Originaldatierung: Geschehen und geben auf unserm schloß Alten Orttenburg am tag Michaeli.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1650
Monat: 9
Tag: 29
Isarhofen (Gde. Ortenburg, Lkr. Passau)
Blindham (Gde. Ortenburg, Lkr. Passau)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:34 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)
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- 1.5 Kleinere weltliche Territorien im bayerischen Reichskreis (Tektonik)
- Grafschaft Ortenburg (Tektonik)
- Grafschaft Ortenburg Urkunden (Bestand)
- 1601-1650 (Gliederung)