Vor Hinrich Nyeborch, Richter zu Bevergern (Beuergherne), erklären Herr Ludeke, Propst, Frau Elzebe, Äbtissin, und der Konvent des Klosters Gravenhorst vor dem Gerichtsstuhl in Bevergern, daß der Hof zu Gellenbeck (Ghelenbeke) in der Bauerschaft Gellenbeck im Kirchspiel Hagen (Haghen) mit all seinem Zubehör ihnen gehöre. Dafür bringen sie Urkunden vor. Sie hätten den Hof über Jahr und Tag ohne Widerspruch in Besitz. Vor demselben Gericht erklärt Frau Gheze von Horstelo auch namens ihrer Schwester Fyen von Wullen, dies sei wahr. Sie vereinbart mit dem Propst, der Äbtissin und dem Konvent zu Gravenhorst, daß sie und ihre Schwester Fye den Hof zu Gellenbeck auf Lebenszeit - bzw. eine von ihnen, wenn die andere gestorben ist - nutzen dürfen. Dafür haben sie dem Kloster jährlich eine halbe Mark Pfennige, wie sie zu Osnabrück (Ozenb.) gängig sind, auf St. Michaelis zu entrichten. Nach ihrem Tode fällt der Hof frei an das Kloster. Siegelankündigung des Richters und des Dyderich von Bramhorne sowie des Propstes und von Äbtissin und Konvent betreffs des Konventssiegels. Zeugen: Johan von Kappelen, Wessel von der Kemenaden und Ludeke von Bruchterbeke, alles Burgmannen; Werner von Ryzenbeke, Hinrich Bozeleye, Ghert de Scrodere Dummeken, Ghoschalc de Monyc, Hilbrant ton Bleke, Werle und Albert de Wyndemolner, alles Bürger zu Bevergern (Beuergherne). Gegeben 1464 November 30 (uppe zunte Andreas dach des hylghen aposteles).

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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