Kurfürst Philipp von der Pfalz bewilligt dem Bischof von Bamberg Folgendes: Bislang war es im Amt Auerbach (Awrbach) und anderen Gerichten in der Oberpfalz (lannd zw Beyernn) und besonders oben vor dem Wald herkommend Brauch, dass jeder Kläger persönlich erscheinen und seine Klage darzulegen musste. Nun hat Bischof Veit von Bamberg seine Beschwerde anzeigen lassen, dass es ihm beschwerlich sei, vor jedem Gericht zu jeder Klage zu erscheinen, die sein Stift berühre, und deshalb gebeten, diesen Brauch und diese Gewohnheit hinsichtlich seiner Person aufzuheben. In diese Bitte willigt der Pfalzgraf ein, sodass der Bischof an den genannten Orten und Gerichte auch ohne persönliches Erscheinen durch seine Anwälte zugelassen werden soll. Dies tut dem Herkommen und Brauch keinen Abbruch. Der Pfalzgraf gebietet allen Viztumen, Pflegern, Richtern und Gerichten der Oberpfalz, dass sie den Bischof von Bamberg bei dieser Bewilligung bleiben lassen und dabei handhaben.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bewilligt dem Bischof von Bamberg Folgendes: Bislang war es im Amt Auerbach (Awrbach) und anderen Gerichten in der Oberpfalz (lannd zw Beyernn) und besonders oben vor dem Wald herkommend Brauch, dass jeder Kläger persönlich erscheinen und seine Klage darzulegen musste. Nun hat Bischof Veit von Bamberg seine Beschwerde anzeigen lassen, dass es ihm beschwerlich sei, vor jedem Gericht zu jeder Klage zu erscheinen, die sein Stift berühre, und deshalb gebeten, diesen Brauch und diese Gewohnheit hinsichtlich seiner Person aufzuheben. In diese Bitte willigt der Pfalzgraf ein, sodass der Bischof an den genannten Orten und Gerichte auch ohne persönliches Erscheinen durch seine Anwälte zugelassen werden soll. Dies tut dem Herkommen und Brauch keinen Abbruch. Der Pfalzgraf gebietet allen Viztumen, Pflegern, Richtern und Gerichten der Oberpfalz, dass sie den Bischof von Bamberg bei dieser Bewilligung bleiben lassen und dabei handhaben.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 819, 154
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1502 Dezember 14
fol. 140v-141v
Urkunden
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Auerbach in der Oberpfalz AS
Oberpfalz, bayerische Lande des Fürstentums der Pfalz
Würzburg WÜ
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
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