Korrespondenz von Grete Litzmann an Carl Enders
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TNL Enders, HHI.2010.1000.207
HHI.TNLENDERS Teilnachlass Carl Enders
Teilnachlass Carl Enders >> Archivalie – Korrespondenz
1905-1928
Bonn, o. D.: Litzmann hält es für sinnvoll, die "Propaganda für die Gesellschaft" erst außerhalb von Bonn zu beginnen und darauf aufbauend in Bonn Mitglieder zu werben. Damit solle deutlich werden, dass die Gesellschaft nicht lokal begrenzt sei. Auf diese Weise könne man auch einer Konkurrenz mit der "Literarischen Gesellschaft" aus dem Wege gehen.
Bonn, o. D.: L. schickt Enders einen Materlinck-Brief. Herr Simchowitz und Herr Oppeln-Bronikowski wurden zur Aufnahme in die "Literarhistorische Gesellschaft Bonn" vorgeschlagen; L. betrachtet die dafür einzuberufende Sitzung als Formalität. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat solle bei Litzmann musiziert oder gelesen werden. "A. Bartels kenne ich noch gar nicht, und mir scheint ich habe das bessere Teil erwählt; in die Ibsengesellschaft werde ich vermutlich eintreten, Herr Professor nicht, denn man hat ihm keine Aufforderung gesandt!! Mich interessiert zu sehen, was die Leute machen."
Interlaken, den 11.8.1907: L. dankt Enders für seinen freundlichen Brief. Sie teilt ihm mit, dass "aus einem verschlossenen Schrank Papiere und Geld der Literarhist. Gesellschaft gestohlen" worden seien. Das Material war für Frau Oehlmann zusammengestellt worden. L. ist gern bereit, Gustav Falke kurzfristig bei sich wohnen zu lassen.
Bonn, den 18.10.1907: L. hat von Frau Oehlmann erfahren, dass sich Enders in finanziellen Schwierigkeiten befinde. Ls Mann habe sich daher entschlossen, Ruhfus um einen Vorschuss für Enders in Höhe von 350 Mark zu bitten. Enders müsse sich als Gegenleistung verpflichten, seine Habilitation bis zum Jahresende in Druck zu geben. Ls Ehemann übernehme für den Betrag die Bürgschaft.
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
Bonn, o. D.: L. schickt Enders einen Materlinck-Brief. Herr Simchowitz und Herr Oppeln-Bronikowski wurden zur Aufnahme in die "Literarhistorische Gesellschaft Bonn" vorgeschlagen; L. betrachtet die dafür einzuberufende Sitzung als Formalität. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat solle bei Litzmann musiziert oder gelesen werden. "A. Bartels kenne ich noch gar nicht, und mir scheint ich habe das bessere Teil erwählt; in die Ibsengesellschaft werde ich vermutlich eintreten, Herr Professor nicht, denn man hat ihm keine Aufforderung gesandt!! Mich interessiert zu sehen, was die Leute machen."
Interlaken, den 11.8.1907: L. dankt Enders für seinen freundlichen Brief. Sie teilt ihm mit, dass "aus einem verschlossenen Schrank Papiere und Geld der Literarhist. Gesellschaft gestohlen" worden seien. Das Material war für Frau Oehlmann zusammengestellt worden. L. ist gern bereit, Gustav Falke kurzfristig bei sich wohnen zu lassen.
Bonn, den 18.10.1907: L. hat von Frau Oehlmann erfahren, dass sich Enders in finanziellen Schwierigkeiten befinde. Ls Mann habe sich daher entschlossen, Ruhfus um einen Vorschuss für Enders in Höhe von 350 Mark zu bitten. Enders müsse sich als Gegenleistung verpflichten, seine Habilitation bis zum Jahresende in Druck zu geben. Ls Ehemann übernehme für den Betrag die Bürgschaft.
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
10 eigenhändige Briefe mit Unterschrift ; 7 maschinenschriftliche Briefe mit eigenhändiger Unterschrift ; 2 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Bonn (u. a.) - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:58 MEZ