Pfauhausen, Herrschaft (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 130 S
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Weltliche Herrschaften >> Sonstige weltliche Herrschaften
1363-1798
Überlieferungsgeschichte
Das 1274 erstmals erwähnte Pfauhausen gelangte über verschiedene Vorbesitzer im Verlauf des 15. Jahrhunderts als württembergisches Lehen an die Herren von Wernau, die die Herrschaft 1696 an die von Rotenhan in Neuhausen veräußerten. Zusammen mit der Herrschaft Neuhausen haben diese Pfauhausen 1769 an den Fürstbischof von Speyer verkauft, der die beiden Herrschaften im Oberamt Neuhausen organisatorisch zusammenfasste. Im Zuge der Säkularisation gelangte das Oberamt 1803 zunächst an Baden und 1806 an das Königreich Württemberg.
Die in dem Bestand vereinigten Archivalien stammen zum größten Teil aus einer Aktenablieferung der Großherzoglich Badischen Geheimen Registratur zu Bruchsal an das Finanzarchiv aus dem Jahr 1812, von wo sie 1830 zunächst an das Staatsarchiv in Stuttgart gelangten und auf diverse Bestände aufgeteilt wurden. Mit weiteren Aktenablieferungen aus den Kameralämtern Nellingen und Esslingen (1831/33) wurde in gleicher Weise verfahren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Überlieferung der Herrschaften Neuhausen und Pfauhausen wieder in einem separaten Bestand zusammengeführt. Mit diesem wurde die von den Freiherren von Guttenberg im Jahr 1960 erworbenen neuhausischen Urkunden vereinigt. In diesem Zusammenhang wurde die Überlieferung der Herrschaft Pfauhausen in einem eigenen Bestand zusammengefasst, der im Zuge der Beständebereinigung schließlich in das Staatsarchiv Ludwigsburg gelangt ist.
Inhalt und Bewertung
Neben einer reichhaltigen, insbesondere aus dem Besitz der Freiherren von Guttenberg stammenden Urkundenüberlieferung enthält der Bestand Akten wernauischer Provenienz über Heirats- und Familienangelegenheiten, diverse Streitigkeiten und Schuldsachen. Die Urkunden aus der Rotenhanschen und Speyerer Zeit sind in Bestand B 126 d S (Herrschaft Neuhausen) zu suchen.
Das 1274 erstmals erwähnte Pfauhausen gelangte über verschiedene Vorbesitzer im Verlauf des 15. Jahrhunderts als württembergisches Lehen an die Herren von Wernau, die die Herrschaft 1696 an die von Rotenhan in Neuhausen veräußerten. Zusammen mit der Herrschaft Neuhausen haben diese Pfauhausen 1769 an den Fürstbischof von Speyer verkauft, der die beiden Herrschaften im Oberamt Neuhausen organisatorisch zusammenfasste. Im Zuge der Säkularisation gelangte das Oberamt 1803 zunächst an Baden und 1806 an das Königreich Württemberg.
Die in dem Bestand vereinigten Archivalien stammen zum größten Teil aus einer Aktenablieferung der Großherzoglich Badischen Geheimen Registratur zu Bruchsal an das Finanzarchiv aus dem Jahr 1812, von wo sie 1830 zunächst an das Staatsarchiv in Stuttgart gelangten und auf diverse Bestände aufgeteilt wurden. Mit weiteren Aktenablieferungen aus den Kameralämtern Nellingen und Esslingen (1831/33) wurde in gleicher Weise verfahren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Überlieferung der Herrschaften Neuhausen und Pfauhausen wieder in einem separaten Bestand zusammengeführt. Mit diesem wurde die von den Freiherren von Guttenberg im Jahr 1960 erworbenen neuhausischen Urkunden vereinigt. In diesem Zusammenhang wurde die Überlieferung der Herrschaft Pfauhausen in einem eigenen Bestand zusammengefasst, der im Zuge der Beständebereinigung schließlich in das Staatsarchiv Ludwigsburg gelangt ist.
Inhalt und Bewertung
Neben einer reichhaltigen, insbesondere aus dem Besitz der Freiherren von Guttenberg stammenden Urkundenüberlieferung enthält der Bestand Akten wernauischer Provenienz über Heirats- und Familienangelegenheiten, diverse Streitigkeiten und Schuldsachen. Die Urkunden aus der Rotenhanschen und Speyerer Zeit sind in Bestand B 126 d S (Herrschaft Neuhausen) zu suchen.
231 Urkunden und unverz. Akten (5,8 lfd. m, davon 2,5 lfd. m unverz.)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ