Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekudnet, dass er etliche namentlich aufgeführte arme Leute des Deutschmeisters [Ulrich von Lentersheim] zu Dörzbach (Dortz-) mitsamt Ehefrauen, Kindern, Gesinde und Gütern für ein Jahr in seinen Schirm genommen hat. Er versichert, sie zu schirmen und rechtlich zu handhaben, sofern ihnen der Rechtsgang vor ihm und seinen Räten oder den gewiesenen Instanzen genügt. Kurfürst Friedrich weist seinen Keller zu Neuenstadt am Kocher, derzeit Hans Überlinger, um Beachtung an. Für den Schirm sollen die armen Leute jährlich zu Martini 25 Malter Hafer an den Keller reichen.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekudnet, dass er etliche namentlich aufgeführte arme Leute des Deutschmeisters [Ulrich von Lentersheim] zu Dörzbach (Dortz-) mitsamt Ehefrauen, Kindern, Gesinde und Gütern für ein Jahr in seinen Schirm genommen hat. Er versichert, sie zu schirmen und rechtlich zu handhaben, sofern ihnen der Rechtsgang vor ihm und seinen Räten oder den gewiesenen Instanzen genügt. Kurfürst Friedrich weist seinen Keller zu Neuenstadt am Kocher, derzeit Hans Überlinger, um Beachtung an. Für den Schirm sollen die armen Leute jährlich zu Martini 25 Malter Hafer an den Keller reichen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 814, 209
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam II (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1476 Oktober 23 (uff mitwoch nach undecim millium virginum)
fol. 149v-150v [alt: 129v-130v]
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (dorsal aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (dorsal aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Wie myn gnediger herr pfaltzgrave etlich armlute zu Dortzbach in schirm genommen sint ein jare lang".
Überlinger, Hans; kurpfälzischer Keller zu Neuenstadt am Kocher, erw. 1468, 1480 tot
Dörzbach KÜN
Neuenstadt am Kocher HN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:10 MESZ
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