Die Szene der "Reichsbürger" - "Deutschland? Gibt es nicht!"
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 R160139/202
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016 >> Filmdokument
20. Oktober 2016
Mit mehreren Schüssen hat ein so genannter "Reichsbürger" in Bayern vier Polizisten verletzt. Einer der Beamten ist gestorben. Wird die Aggressivität unterschätzt?
Sogenannte "Reichsbürger" pöbeln und schlägern gegen Beamte und erklären sich zu Bürgern selbst geschaffener Staaten. Sie sagen: "Deutschland? Gibt es nicht!"
Pöbeleien und Drohungen ist Martin Vöhringer schon gewohnt, wenn der Obergerichtsvollzieher in Reutlingen seine Arbeit machen will. Bei den "Reichsbürgern" sei jeder Vor-Ort-Termin äußerst schwierig, weil sie ihn als Beamten nicht akzeptieren: "Sie stellen das Gewaltmonopol des Staates in Frage." Sie werden auch mal gewalttätig gegen Polizisten und setzen Justizpersonal fest, mit einer selbst ernannten Polizei-Truppe.
Weil es nach der Definition der "Reichsbürger" Deutschland als Staat nicht gibt, erklären sie seine Organe und Behörden für illegal. Sie boykottieren Gerichtsverhandlungen, weil sie Gericht und Richter nicht anerkennen. Sie wähnen sich noch im "Deutschen Reich" - leben aber hier und heute mitten unter uns.
Sogenannte "Reichsbürger" pöbeln und schlägern gegen Beamte und erklären sich zu Bürgern selbst geschaffener Staaten. Sie sagen: "Deutschland? Gibt es nicht!"
Pöbeleien und Drohungen ist Martin Vöhringer schon gewohnt, wenn der Obergerichtsvollzieher in Reutlingen seine Arbeit machen will. Bei den "Reichsbürgern" sei jeder Vor-Ort-Termin äußerst schwierig, weil sie ihn als Beamten nicht akzeptieren: "Sie stellen das Gewaltmonopol des Staates in Frage." Sie werden auch mal gewalttätig gegen Polizisten und setzen Justizpersonal fest, mit einer selbst ernannten Polizei-Truppe.
Weil es nach der Definition der "Reichsbürger" Deutschland als Staat nicht gibt, erklären sie seine Organe und Behörden für illegal. Sie boykottieren Gerichtsverhandlungen, weil sie Gericht und Richter nicht anerkennen. Sie wähnen sich noch im "Deutschen Reich" - leben aber hier und heute mitten unter uns.
0'04
Audio-Visuelle Medien
Kleinschroth, Roland; Vorsitzender Richter Landgericht Heilbronn
Kohn, Bernhard; Polizist
Vöhringer, Martin; Obergerichtsvollzieher
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
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