Torp, Harald (Propst) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
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Torp, Harald (Propst) Torp, Harald (Propst) Torp, Harald (Propst)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 5 Nachlässe, Handakten und personengeschichtliche Sammlungen
1906-1972
Bestandsbeschreibung: Harald Emil Walter Torp wurde am 05.04.1892 in Kiel geboren. Sein Theologiestudium unterbracht er 1914, als er sich freiwillig zum Kriegsdienst meldete. Seine Ordination erfolgte am 05.12.1920 in Ratzeburg. Nach Stationen als Provinzialvikar in Mölln und Laboe wurde er Ende 1921 Pastor in Brokdorf, bevor er 1927 die zweite Pfarrstelle in Kappeln übernahm. 1932 wechselte er nach Glücksburg. Während des Zeit des Kirchenkampfs war Torp früh Mitglied der Bekennenden Kirche geworden. 1933 war er federführend am Misstrauenvotum gegen den deutschchristlichen Landesbischof Adalbert Paulsen beteiligt. In seinem Pastorat hielt er 10 Jahre lang Versammlung der Bekenntnispastoren Nordangelns ab. Seit 1935 war er Vertrauensmann der Bekennenden Kirche für die Propstei. Grundsätzlich verweigerte er die Zusammenarbeit mit den Geistlichen der Deutschen Christen, so dass er zum Beispiel seine Urlaubsgesuche bei der Leitung der Bekenntniskirche stellte. Nach dem gescheiterten Versuch der Einigung zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche in Schleswig-Holstein warnte er vor weiteren Einigungsversuchen, um nicht eine neue "dritte Front" aufzumachen. 1938 legte Torp den von der Bekennenden Kirche mitgetragenen Eid auf Adolf Hitler ab. Nach Kriegsende wurde 1946 er zum Propst von Nordangeln gewählt. Im gleichen Jahr gründetet er in Glücksburg die Evangelische Frauenhilfe, mit deren Hilfe ein kirchlicher Kindergarten eingerichtet werden konnte. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Emeritierung im September 1958 inne. Danach war er noch 10 Jahre als Krankenhausseelsorger am Flensburger St. Franziskus-Hospital tätig. Seine beiden Söhne Gerhard und Günther wurden auch Pastoren.
Harald Torp starb am 07.05.1972 in Flensburg.
Harald Torp starb am 07.05.1972 in Flensburg.
Torp, Harald
1,2 lfd. Meter
Archivbestand
Kiel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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