Reutlinger Schreiben an die Städte Esslingen und Hall
Vollständigen Titel anzeigen
A 2 c (Zünfte) Nr. A 2 c (Zünfte) Nr. 3828
A 2 c (Zünfte) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18) >> Bd. 10 Zünfte Kürschner
1719 November 5
Regest: Unter den mannigfaltigen Handwerks-Anfechtungen, womit die Reutlinger Bürger von den württembergischen Handwerksgenossen besonders auf den württ. Jahrmärkten umgetrieben werden, ist die nicht die geringste, dass sie ihnen das gemeinsame Los, wie es von uralten Zeiten der Schirmsvereinigung gemäss bisher fortgebracht wurde, nunmehr an allen Orten versagen und damit die Reutlinger zwingen wollen, sich bei ihren Handwerkladen besonders einzukaufen. Nun hat man schon die leidige Erfahrung, dass dieses Einkaufen die völlige Subjungierung (= Unterwerfung) zur Folge hat, indem sie die Reutlinger an ihre Handwerksordnung binden, Lehrjungen, Gesellen und Meister machen und also alles dahin ziehen wollen. Der Reutlinger Rat hat es daher seinen Bürgern allezeit verwehrt. Jetzt aber wollen die Kürschner diese Einlassung mit den württ. Handwerksgenossen erzwingen, weil auch die Kürschner zu Esslingen und Hall mit denselben sich vereinbart haben mit Genehmigung ihrer Obrigkeiten. Es wird um Auskunft gebeten, welche Handwerker und wie sie mit den württembergischen verglichen und einverleibt sind.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Bürgermeister und Rat der Stadt Reutlingen
Bemerkungen: von der Hand des Joh. Georg Beger
Genetisches Stadium: Konz.
Bemerkungen: von der Hand des Joh. Georg Beger
Genetisches Stadium: Konz.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ