Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Bü 17
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Kunstkammer (Kunstkabinett)
Kunstkammer (Kunstkabinett) >> 1. Inventare, Zugangs- und Abgabeverzeichnisse >> 1.3 Zeitraum 1708 - 1752
(zwischen 1705 und 1723; Randvermerke nach 1753)
Verzeichnis der in Kasten E und F gelagerten Kabinettstücke, Figuren, Kleinskulpturen, -plastiken und Gemälde.
Die Beschreibungen der Stücke enthalten Größenangaben. Das Inventar enthält außerdem Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke in braunem Holzstift. Die darin dokumentierten Bestandsverluste werden in zwei gesonderten Verzeichnissen von 1754 (A 20 a Bü 49 Nr. 4 und 5) in Reinschrift aufgelistet und sind in den Inventaren von 1753/54 berücksichtigt worden (speziell zu Kasten E und F vgl. A 20 a Bü 39 und 40). Wahrscheinlich sind die Vermerke daher in den Kontext einer um 1753/54 zum Zweck der Erstellung eines aktualisierten Verzeichnisses durchgeführten Inventur einzuordnen.
Vgl. die späteren Inventare, Zugangs- und Abgangsverzeichnisse zu Kasten E und F in A 20 a Bü 32, Bü 39, Bü 40, Bü 49 Nr. 4-5, Bü 58, Bü 59, Bü 89. Zur Anlegung dieser Inventarserie vgl. die Geschäftsführungsakten in A 20 a Bü 183.
Die verzeichneten Objekte sind teils arabisch, teils römisch nummeriert und nach Lagerort gegliedert:
Kasten E:
a) "Oben auf dem Kasten" (S. 1-4)
- Plastische Figuren, überwiegend antike Motive, aus z. T. vergoldetem, z. T. bemaltem Gips, Holz und Ton, teilweise mit steinernen oder hölzernen Füßen oder Sockeln (davon sechs per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet).
b) Erstes Fach (S. 5)
- Teil- oder vollplastische Wachsbossierungen auf Sockeln, Tafeln sowie einem hölzernen Kruzifix (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als Verluste und sechs als schadhaft bezeichnet).
c) Zweites Fach (S. 6-7)
- eine hölzerne Blumenvase (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- ein Schaustück mit Goldstickereien, Glas, Muscheln und bunten Bändern (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Wachsbossierungen (davon sechs per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- mehrere aus Holz geschnitzte Figuren (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
d) Drittes Fach (S. 9-12)
- Wachsbossierungen (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust, drei als schadhaft oder unvollständig bezeichnet);
- plastische Figuren und Reliefs aus Holz, Samen, Muscheln, Käferflügeln, Pappmaché und teils vergoldetem Gips.
e) Viertes Fach (S. 13-15):
- Schaustücke aus Marmor, Gips und Holz (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- Wachsbossierungen, z. T. in Futteralen (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet).
f) FünftesFach (S. 16-17)
- Plastische Figuren aus Buchsbaumholz, Gips und Wachs (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet).
Kasten F:
g) "Das oberste Gefach" (S. 25-27)
- Metallspiegel, z. T. mit Ziselierungen, z. T. gerahmt;
- Glasmalerei, eine Glasfigur.
h) "Das zweyte Gefach" (S. 28-34)
- Überwiegend gerahmte Gemälde, Reliefs und Fossilien;
- Zierstücke aus Lapislazuli und Amethyst (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Tafel-, Glas- und Spiegelmalerei;
- Wachsbossierungen;
- Dendriten;
- Kunststücke aus Glas (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- ein Kruzifix aus Kristall (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
i) "Drittes Gefach" (S. 36-42)
- Ein Büchlein in einem schwarzen Rahmen mit dem Versgedicht "Die Betrachtung der Ewigkeit" von Christoph Jakob Klüpfel aus Straßburg, in Labyrinthschrift geschrieben (es folgt eine vollständige Transkription, S. 36-39);
- Kupfergravuren und -reliefs;
- gerahmte Marmorstücke mit Bilddarstellungen oder eingeätzten Texten (davon eines per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Brettspiele aus Karneol, Chalzedon, Elfenbein und Silber (davon eines per Randvermerk um 1753/54 als Verlust, eines als schadhaft bezeichnet). j) "Das unterste Gefach" (S. 44-45)
- Geschützkugeln (eine Kanonen- und eine Falkonettkugel, die den Antiquar Schuckard selbst bei der Belagerung von Hagenau 1675 und bei der Eroberung von Philippsburg 1676 knapp verfehlt haben; letztere per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Kugeln aus Marmor und Elfenbein (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet);
- ein (ausgestopfter) Papagei.
Die Beschreibungen der Stücke enthalten Größenangaben. Das Inventar enthält außerdem Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke in braunem Holzstift. Die darin dokumentierten Bestandsverluste werden in zwei gesonderten Verzeichnissen von 1754 (A 20 a Bü 49 Nr. 4 und 5) in Reinschrift aufgelistet und sind in den Inventaren von 1753/54 berücksichtigt worden (speziell zu Kasten E und F vgl. A 20 a Bü 39 und 40). Wahrscheinlich sind die Vermerke daher in den Kontext einer um 1753/54 zum Zweck der Erstellung eines aktualisierten Verzeichnisses durchgeführten Inventur einzuordnen.
Vgl. die späteren Inventare, Zugangs- und Abgangsverzeichnisse zu Kasten E und F in A 20 a Bü 32, Bü 39, Bü 40, Bü 49 Nr. 4-5, Bü 58, Bü 59, Bü 89. Zur Anlegung dieser Inventarserie vgl. die Geschäftsführungsakten in A 20 a Bü 183.
Die verzeichneten Objekte sind teils arabisch, teils römisch nummeriert und nach Lagerort gegliedert:
Kasten E:
a) "Oben auf dem Kasten" (S. 1-4)
- Plastische Figuren, überwiegend antike Motive, aus z. T. vergoldetem, z. T. bemaltem Gips, Holz und Ton, teilweise mit steinernen oder hölzernen Füßen oder Sockeln (davon sechs per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet).
b) Erstes Fach (S. 5)
- Teil- oder vollplastische Wachsbossierungen auf Sockeln, Tafeln sowie einem hölzernen Kruzifix (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als Verluste und sechs als schadhaft bezeichnet).
c) Zweites Fach (S. 6-7)
- eine hölzerne Blumenvase (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- ein Schaustück mit Goldstickereien, Glas, Muscheln und bunten Bändern (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Wachsbossierungen (davon sechs per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- mehrere aus Holz geschnitzte Figuren (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
d) Drittes Fach (S. 9-12)
- Wachsbossierungen (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust, drei als schadhaft oder unvollständig bezeichnet);
- plastische Figuren und Reliefs aus Holz, Samen, Muscheln, Käferflügeln, Pappmaché und teils vergoldetem Gips.
e) Viertes Fach (S. 13-15):
- Schaustücke aus Marmor, Gips und Holz (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- Wachsbossierungen, z. T. in Futteralen (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet).
f) FünftesFach (S. 16-17)
- Plastische Figuren aus Buchsbaumholz, Gips und Wachs (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet).
Kasten F:
g) "Das oberste Gefach" (S. 25-27)
- Metallspiegel, z. T. mit Ziselierungen, z. T. gerahmt;
- Glasmalerei, eine Glasfigur.
h) "Das zweyte Gefach" (S. 28-34)
- Überwiegend gerahmte Gemälde, Reliefs und Fossilien;
- Zierstücke aus Lapislazuli und Amethyst (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Tafel-, Glas- und Spiegelmalerei;
- Wachsbossierungen;
- Dendriten;
- Kunststücke aus Glas (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- ein Kruzifix aus Kristall (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
i) "Drittes Gefach" (S. 36-42)
- Ein Büchlein in einem schwarzen Rahmen mit dem Versgedicht "Die Betrachtung der Ewigkeit" von Christoph Jakob Klüpfel aus Straßburg, in Labyrinthschrift geschrieben (es folgt eine vollständige Transkription, S. 36-39);
- Kupfergravuren und -reliefs;
- gerahmte Marmorstücke mit Bilddarstellungen oder eingeätzten Texten (davon eines per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Brettspiele aus Karneol, Chalzedon, Elfenbein und Silber (davon eines per Randvermerk um 1753/54 als Verlust, eines als schadhaft bezeichnet). j) "Das unterste Gefach" (S. 44-45)
- Geschützkugeln (eine Kanonen- und eine Falkonettkugel, die den Antiquar Schuckard selbst bei der Belagerung von Hagenau 1675 und bei der Eroberung von Philippsburg 1676 knapp verfehlt haben; letztere per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Kugeln aus Marmor und Elfenbein (davon zwei per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet);
- ein (ausgestopfter) Papagei.
1 Foliobd., S. 1-55
Archivale
Klüpfel, Christoph Jakob; Kammerdiener und Glasschneider
Schuckardt, Johann; Antiquar, 1640-1725
Hagenau = Haguenau, Dép. Bas-Rhin [F]
Philippsburg KA
Württembergische Kunstkammer; Elfenbein, Bein, Zahn
Württembergische Kunstkammer; Figuren
Württembergische Kunstkammer; Gemälde, Grafiken, Handschriften
Württembergische Kunstkammer; Gemmen, Kameen, geschliffene Steine
Württembergische Kunstkammer; Glas, Glasfluss, Email
Württembergische Kunstkammer; Holz
Württembergische Kunstkammer; Keramik, Gips
Württembergische Kunstkammer; Kristall
Württembergische Kunstkammer; Organische Formmasse
Württembergische Kunstkammer; Religiöses
Württembergische Kunstkammer; Rest-Organik
Württembergische Kunstkammer; Spiele
Württembergische Kunstkammer; Stein, Edelstein
Württembergische Kunstkammer; Unedles Metall
Württembergische Kunstkammer; Waffen, Werkzeug, Reit- und Jagdausrüstung
Württembergische Kunstkammer; Zierstücke, Schaustücke
Württembergische Kunstkammer; Zoologie
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:23 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Altwürttembergisches Archiv (Archival tectonics)
- Auslesebestände über die Landesverwaltung, Kabinett und Hofbehörden (Archival tectonics)
- Hofverwaltung (Archival tectonics)
- Kunstkammer (Kunstkabinett) (Archival holding)
- 1. Inventare, Zugangs- und Abgabeverzeichnisse (Classification)
- 1.3 Zeitraum 1708 - 1752 (Classification)
Attribution 3.0 Germany