Die lange Nacht der Landtagswahlen in Baden-Württemberg (Teil 1)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/022 R110030/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/022 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2011
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2011 >> Unterlagen
25. März 2011
Baden-Württemberg hat gewählt - 14 mal seit 1952
Der SWR erinnert in einer langen Nacht an die Stunden voller Siege und Niederlagen, an den Kampf um Machterhalt und Wählerstimmen. Moderation: Michael Matting.
Furios bereits der Auftakt. 1952, nach der ersten Wahl im ganzen Land stieß der Liberale Reinhold Maier die CDU vor den Kopf und bildete überraschend eine Regierung ohne sie. Bereits 1953 aber wurde sein Nachfolger als Ministerpräsident doch Gebhard Müller. Doch der verabschiedete sich nach fünf Jahren aus der Landespolitik und wurde Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Der Streit um den Südweststaat, der Kampf um konfessionelle Schulen, das Ringen um politische Lösungen bei der Frage der Asylbewerber oder den Radikalenerlaß und immer wieder das Versprechen der Regierenden, Schulden abzubauen - die Parteien im Land mussten sich bislang 14 mal den Wählern stellen. Entstanden sind aus dem Wählervotum große und kleine Koalitionen. Aber auch Bündnisse zwischen CDU, SPD, FDP/DVP und BHE (Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten), gab es unter Kurt Georg Kiesinger, dem späteren Bundeskanzler. Auch seine Nachfolger kamen aus der CDU: Hans Filbinger, Lothar Späth, Erwin Teufel, Günther Oettinger - die Christdemokraten stellten über Jahrzehnte den Ministerpräsidenten. Politische Skandale wie der Sturz Filbingers über seine Vergangenheit als NS- Marinerichter oder die Traumschiff-Affäre von Lothar Späth sind Bestandteil der langen Nacht der Landtagswahlen ebenso der Einzug der NPD in den Landtag 1972 mit knapp zehn Prozent, das überraschende Auftauchen der Republikaner 1992 mit über zehn Prozent und der Aufstieg der Grünen ab 1980.
Sie ist auch ein Spiegelbild der TV-Berichterstattung. Schulmeisterliche Berichte in Schwarz-weiß, ausführliche Interviews vor dunklen Vorhängen, mutige Sendungen wie das "Wahlfieber" mit Wieland Backes, Jürgen Appel und Thomas Roth 1984 oder die immer professioneller werdende Berichterstattung am Wahlabend - das alles in der langen Wahlnacht am 25. März von 23.30 bis 5 Uhr morgens, moderiert von Michael Matting, zusammengestellt von Georg Weisenberger.
Rückblick auf:
- Wahl zur verfassunggebenden Landesversammlung 09.03.1952
- Die Vorgeschichte
- Landtagswahl 04.03.1956
- Landtagswahl 15.05.1960
- Landtagswahl 26.04.1964
- Landtagswahl 28.04.1968
- Landtagswahl 1972
Der SWR erinnert in einer langen Nacht an die Stunden voller Siege und Niederlagen, an den Kampf um Machterhalt und Wählerstimmen. Moderation: Michael Matting.
Furios bereits der Auftakt. 1952, nach der ersten Wahl im ganzen Land stieß der Liberale Reinhold Maier die CDU vor den Kopf und bildete überraschend eine Regierung ohne sie. Bereits 1953 aber wurde sein Nachfolger als Ministerpräsident doch Gebhard Müller. Doch der verabschiedete sich nach fünf Jahren aus der Landespolitik und wurde Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Der Streit um den Südweststaat, der Kampf um konfessionelle Schulen, das Ringen um politische Lösungen bei der Frage der Asylbewerber oder den Radikalenerlaß und immer wieder das Versprechen der Regierenden, Schulden abzubauen - die Parteien im Land mussten sich bislang 14 mal den Wählern stellen. Entstanden sind aus dem Wählervotum große und kleine Koalitionen. Aber auch Bündnisse zwischen CDU, SPD, FDP/DVP und BHE (Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten), gab es unter Kurt Georg Kiesinger, dem späteren Bundeskanzler. Auch seine Nachfolger kamen aus der CDU: Hans Filbinger, Lothar Späth, Erwin Teufel, Günther Oettinger - die Christdemokraten stellten über Jahrzehnte den Ministerpräsidenten. Politische Skandale wie der Sturz Filbingers über seine Vergangenheit als NS- Marinerichter oder die Traumschiff-Affäre von Lothar Späth sind Bestandteil der langen Nacht der Landtagswahlen ebenso der Einzug der NPD in den Landtag 1972 mit knapp zehn Prozent, das überraschende Auftauchen der Republikaner 1992 mit über zehn Prozent und der Aufstieg der Grünen ab 1980.
Sie ist auch ein Spiegelbild der TV-Berichterstattung. Schulmeisterliche Berichte in Schwarz-weiß, ausführliche Interviews vor dunklen Vorhängen, mutige Sendungen wie das "Wahlfieber" mit Wieland Backes, Jürgen Appel und Thomas Roth 1984 oder die immer professioneller werdende Berichterstattung am Wahlabend - das alles in der langen Wahlnacht am 25. März von 23.30 bis 5 Uhr morgens, moderiert von Michael Matting, zusammengestellt von Georg Weisenberger.
Rückblick auf:
- Wahl zur verfassunggebenden Landesversammlung 09.03.1952
- Die Vorgeschichte
- Landtagswahl 04.03.1956
- Landtagswahl 15.05.1960
- Landtagswahl 26.04.1964
- Landtagswahl 28.04.1968
- Landtagswahl 1972
2'00
Audio-Visuelle Medien
(Beginn nach 0:04:55)
Höhnle, Albert
Hummel, Karl-Hermann
Müller, Hermann
Steffen, Jochen
Stöckicht, Peter; Politiker, Abgeordneter, Rechtsanwalt, 1930-
Ulrich, Friedrich
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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