Klage der Elsabe Ryck, Frau Lic. Johan Mensing, zuerst vertreten durch ihren Vormund Ratsherrn Wilhelm Ruth in Warendorf ./. Elsabe Scholbroch, Witwe Peter Ralle, jetzt Frau Jakob Wirtz und ihre Kinder I. Ehe, vertreten durch die Vormünder Dr. Johan Loges und Henrich zur Floet. Später werden ebenso verklagt Klara Ralle, Frau Sebastian Eickholt und Gertrud Ralle, Witwe Johan Dickhoff in Schöppingen (Töchter des Johan und Peter Ralle?). Klägerin klagt als Rechtsnachfolgerin ihrer Großeltern Rentmeister Tilman Ryck und Elsken zur Mühlen in Sassenberg. Diese hatten Forderungen an den + Kramer Johan Ralle in Münster und dessen Frau Petra (Peterken) Klein. In dem Diskussionsverfahren über das Vermögen des Ralle wurden sie auf dessen Forderung an den Grafen Arnold von Bentheim verwiesen; er soll Ihnen diese Forderung auch abgetreten haben.
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Klage der Elsabe Ryck, Frau Lic. Johan Mensing, zuerst vertreten durch ihren Vormund Ratsherrn Wilhelm Ruth in Warendorf ./. Elsabe Scholbroch, Witwe Peter Ralle, jetzt Frau Jakob Wirtz und ihre Kinder I. Ehe, vertreten durch die Vormünder Dr. Johan Loges und Henrich zur Floet. Später werden ebenso verklagt Klara Ralle, Frau Sebastian Eickholt und Gertrud Ralle, Witwe Johan Dickhoff in Schöppingen (Töchter des Johan und Peter Ralle?). Klägerin klagt als Rechtsnachfolgerin ihrer Großeltern Rentmeister Tilman Ryck und Elsken zur Mühlen in Sassenberg. Diese hatten Forderungen an den + Kramer Johan Ralle in Münster und dessen Frau Petra (Peterken) Klein. In dem Diskussionsverfahren über das Vermögen des Ralle wurden sie auf dessen Forderung an den Grafen Arnold von Bentheim verwiesen; er soll Ihnen diese Forderung auch abgetreten haben.
B-C Civ, 893
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
1616 - 1623
Darin: Anlage (Original, Siegel): 5.4.1607. Der Offizial bestellt den Ratsherrn Johan Werneke in M., den Wilhelm Ruth und den Johan Hesseling, Hermans Sohn, in Warendorf zu Vormündern der Elsabe Ryk, Tochter der + Eheleute Ludger Ryck und Elsabe Rodde in Sendenh
Enthält: Die Schuldurkunde (Brief) über die Forderung hat die Beklagte in Händen. Die Klägerin verlangt Herausgabe. Die Beklagte behauptet, ihr Mann Peter Ralle habe Brief und Forderung von seinem Vater Johan Ralle erhalten, weil er ihm Darlehen gewährt und Bürgschaften für ihn eingegangen hat. Erwähnt werden Katharina Stael, 2. Frau des Johan Ralle; Boldewin Warendorff; Dr. Diedrich Eickrodt; Maria Kannegiesser; David Knop; Herman zur Lippe; Bernard Scholbrok; Ertwin Diekman in Osnabrück; Bernard Osthoff; Ratsherr Bernard Huge senior; Rudolf Ralle (Bruder des Johan Ralle) und dessen Witwe Engel Averhagen; Johan Lengering und Herman Bocker in Schöppingen; Notar Herman Schmeddes; Kornelius Jansen; Johan Bremer; Johan Rosengardt; Johan de la Mehr; Dietrich Reppelwordt, Gograf zum Sandtwell, und dessen Gerichtsschreiber Winold Symers.
Enthält: Die Schuldurkunde (Brief) über die Forderung hat die Beklagte in Händen. Die Klägerin verlangt Herausgabe. Die Beklagte behauptet, ihr Mann Peter Ralle habe Brief und Forderung von seinem Vater Johan Ralle erhalten, weil er ihm Darlehen gewährt und Bürgschaften für ihn eingegangen hat. Erwähnt werden Katharina Stael, 2. Frau des Johan Ralle; Boldewin Warendorff; Dr. Diedrich Eickrodt; Maria Kannegiesser; David Knop; Herman zur Lippe; Bernard Scholbrok; Ertwin Diekman in Osnabrück; Bernard Osthoff; Ratsherr Bernard Huge senior; Rudolf Ralle (Bruder des Johan Ralle) und dessen Witwe Engel Averhagen; Johan Lengering und Herman Bocker in Schöppingen; Notar Herman Schmeddes; Kornelius Jansen; Johan Bremer; Johan Rosengardt; Johan de la Mehr; Dietrich Reppelwordt, Gograf zum Sandtwell, und dessen Gerichtsschreiber Winold Symers.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:20 MEZ