Württembergische Landesbühne Esslingen (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 424 I
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nichtstaatliche Archive (ohne Deposita) >> Gesellschaften, Vereine u.a.
1933-2022 (Vorakten ab 1926)
Überlieferungsgeschichte
In Esslingen gab es seit 1864 ein Theater, das bis zum Ersten Weltkrieg regelmäßig bespielt wurde. 1919 wurde die von einem Verein getragene Schwäbische - seit 1921 Württembergische - Volksbühne gegründet; seither hatte das Stadttheater ein eigenes Ensemble, das gleichzeitig aber auch als Wanderbühne Gastspiele in ganz Württemberg bestritt. 1932 musste die Volksbühne aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst werden; aber schon 1933 wurde mit der 'Württembergischen Landesbühne' ein Nachfolgetheater gegründet, das von der Stadt Esslingen und dem Land subventioniert wurde. Auch die Landesbühne bestritt Gastspiele in ganz Württemberg, nach 1945 in Nordwürttemberg. Das aus Privathand käuflich erworbene Schriftgut stammt in seiner Masse aus der Zeit von der Neugründung der Landesbühne bis zum Jahre 1960; einige Akten gehen in die Volksbühnenzeit zurück. Neben Unterlagen über den Theaterbetrieb (einschließlich Gastspiele), Personal und Finanzen finden sich in dem Bestand auch Druckschriften und Plakate der Landesbühne sowie diverse Fachperiodika.
Vorbemerkung: Seit 1864 verfügte die Stadt Esslingen über ein festes Theater (- eine ausgebaute, im Jahre 1817 erstellte Scheuer in der Strohstraße -), das bis zum Ersten Weltkrieg ständig bespielt wurde. Als nach dem Krieg der Volksbildungsgedanke in steigendem Maße das Kulturleben beeinflußte, entstand im Jahre 1919 auf Anregung Theodor Bäuerles die "Schwäbische Volksbühne" als eine Abteilung des Vereins zur Förderung der Volksbildung. 1921 wurde sie als "Württembergische Volksbühne" eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sie spielte - trotz finanzieller Engpässe in den 20er Jahren - regelmäßig Spieloper, Operette und Schauspiel und erhielt ihren festen Sitz in Esslingen, wo sich eine Theatergemeinde bildete, die als Volksbühnenverein zum Träger dieser Bühne wurde. Die Stadt Esslingen übergab das Stadttheater dem Volksbühnenverein in eigener Regie. Da es sonst nur wenige Theaterensembles in Württemberg gab, war die "Württembergische Volksbühne" zugleich Wanderbühne und spielte in Hallen und Sälen im gesamten württembergischen Raum. Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise zwangen schließlich im Jahre 1932 zur Auflösung der "Württembergischen Volksbühne". Aber schon im September 1933 erfolgte eine Neugründung als "Württembergische Landesbühne" und rechtsfähige Anstalt, die von Stadt und Staat subventioniert wurde. 1938 wurde die Landesbühne als Anstalt des öffentlichen Rechts dem Württembergischen Kultministerium unterstellt, das den Vorsitzenden der Bühne berief. Eine enge Anbindung an das Reichspropagandaamt Württemberg erlaubte einen größeren finanziellen Spielraum, der es der Württembergischen Landesbühne unter ihrem neuen und langjährigen Intendanten Gottfried Haass-Berkow (1933-1953) ermöglichte, die Gastspieltätigkeit bis nach Bayern und in das Vorarlberggebiet auszudehnen. Nach erfolgter Wiederzulassung im Jahre 1945 bespielte die Landesbühne - zunächst wegen der Zonengrenze, später dann aufgrund der Konkurrenz des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern (Tübingen) - nurmehr den nordwürttembergischen Raum. Gesicht und Niveau der Württembergischen Landesbühne, die ihr in zwei Jahrzehnten die feinfühlige und umsichtige Intendanz Gottfried Haass-Berkows verliehen hatte, konnten unter dessen Nachfolgern - zunächst Wilhelm List-Diehl (1953-1963) - bewahrt werden. Außer nicht sehr umfangreichen Vorakten aus der "Volksbühnen"-Zeit umfaßt das hier vorliegende Schriftgut in seiner Masse den Zeitraum von der Neugründung als Landesbühne im Jahre 1933 bis zum Jahre 1960. Bald danach dürfte das Aktenmaterial in Privatbesitz gelangt sein, denn die Anreicherungen seit etwa der 2. Hälfte der 60er Jahre umfassen nur Plakate, Programme und Periodica, sind also wohl nicht mehr organisch bei der Württembergischen Landesbühne erwachsen. Die Aktenüberlieferung ist zwar nicht ganz lückenlos, dokumentiert aber dennoch ausreichend die gesamte Ära Haass-Berkow und den größeren Teil der Ära List-Diehl an der Landesbühne. Über private Vorbesitzer waren die in diesem Bestand verwahrten Teile des Archivs der Württembergischen Landesbühne in das privat geführte "Schriftgutarchiv Ostwürttemberg" (Reiner Wieland, Unterm Stein 13, 73540 Heubach-Lautern) gelangt. Nachdem die Landesarchivdirektion Baden-Württemberg Kenntnis von der dortigen Verwahrung dieser archivwürdigen Unterlagen erhalten hatte, gelang es ihr, diese mit Mitteln, die das Ministerium für Wissenschaft und Kunst aus dem Zentralfonds für den Erwerb von Sammlungsgegenständen von besonderem Wert zur Verfügung gestellt hatte, zu erwerben und damit einer möglichen Zersplitterung des Bestandes vorzubeugen. Im November 1985 wurden die Akten vom Staatsarchiv Ludwigsburg übernommen und als Bestand PL 424 innerhalb der Serie "Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe" formiert. Nachdem der Gesamtbestand - einschließlich einiger, wieder abzugebender "Ost-Württembergica" (nur Gastspielakten) - bis Herbst 1986 von Frau Emma Edling unter Leitung von Dr. Franz-J. Mögle-Hofacker verzeichnet worden war, wurde er zur Sicherungsverfilmung an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben, woher er im Februar 1987 wieder in das Staatsarchiv Ludwigsburg, welches die vereinbarte Rückgabe der "Ost-Württembergica" in die Wege leitete, zurück gelangte. Nach Übernahme der Zuständigkeit für Teile der PL-Serie durch die Abteilung I wurden die Titelaufnahmen durch den Unterzeichenden 1993/94 überarbeitet, redigiert und geordnet sowie durch noch ausstehende Nachträge ergänzt bzw. vervollständigt. Daran schlossen sich die Gliederung des Bestandes, die Bearbeitung der Indices und Konkordanzen sowie der Vorbemerkung an. Insgesamt sind 234 Archivalieneinheiten erschlossen, von denen - wie oben bemerkt - 15 Büschel wieder an das "Schriftgutarchiv Ostwürttemberg" zurückgegeben wurden. Somit umfaßt der Bestand nunmehr 219 Büschel (= 8,2 lfd. m.) Ludwigsburg, im August 1994 (Dr. Norbert Stein) Im Herbst 2018 fand eine Aussonderung der Akten der WLB statt. Die bewerteten Akten kamen in zwei Zugängen (2018/095 und 2019/010) ins Staatsarchiv. Ergänzt wird die Überlieferung durch den Nachlass von Elmar und Konstanze Werner, der 2011 an das Archiv abgegeben wurde. Die Erschließung der Akten wurde von 2018-2020 durch Julia Kathke, Lilian Doh, Emma Barthold und Sandra Rosenbruch vorgenommen. Bei der Bearbeitung wurden die Plakate, Fotos und audiovisuellen Unterlagen, sofern sie nicht als Beilage in einer Akte waren, entnommen und es wurden separate Bestände angelegt (PL 424 II, PL 424 IV und PL 424 V). Außerdem wurden die drei Programmhefte enthaltenden Büschel 217-219 aus dem Altbestand entnommen, die enthaltenen Hefte nach Spielzeiten sortiert verzeichnet und anschließend in den neuen Teil des Bestandes eingegliedert. Es wurden folgende Zugänge eingearbeitet: Zugänge 1985: Bü 217-219, Bü 759-779 (Bü 1-219, Bü 759-779) Zugang 2018/095: Bü 220-538, Bü 813 Zugang 2019/010: Bü 539-758, Nachlieferung: Bü 814-816 Zugang 2011/025: Bü 780-807 Zugang 2011/069: Bü 808-812 Ludwigsburg, April 2021 Sandra Rosenbruch
Literatur: Hans Peter Doll (Hrsg.), Eine Theaterlandschaft - Theater in Baden-Württemberg. Texte - Informationen - Fotos, Freiburg/Brsg. 1968 Otto Borst, Von der Bretterbühne zur Landesbühne. In: Stadttheater Esslingen, Esslingen 1982, S. 60-65 Vera Isabel Kretschmer, Theater während der Besatzungszeit - 1945 bis 1948. Paradigma: Die Württembergische Landesbühne Esslingen. Magisterarbeit (masch.) der Universität Tübingen, Tübingen 1988
In Esslingen gab es seit 1864 ein Theater, das bis zum Ersten Weltkrieg regelmäßig bespielt wurde. 1919 wurde die von einem Verein getragene Schwäbische - seit 1921 Württembergische - Volksbühne gegründet; seither hatte das Stadttheater ein eigenes Ensemble, das gleichzeitig aber auch als Wanderbühne Gastspiele in ganz Württemberg bestritt. 1932 musste die Volksbühne aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst werden; aber schon 1933 wurde mit der 'Württembergischen Landesbühne' ein Nachfolgetheater gegründet, das von der Stadt Esslingen und dem Land subventioniert wurde. Auch die Landesbühne bestritt Gastspiele in ganz Württemberg, nach 1945 in Nordwürttemberg. Das aus Privathand käuflich erworbene Schriftgut stammt in seiner Masse aus der Zeit von der Neugründung der Landesbühne bis zum Jahre 1960; einige Akten gehen in die Volksbühnenzeit zurück. Neben Unterlagen über den Theaterbetrieb (einschließlich Gastspiele), Personal und Finanzen finden sich in dem Bestand auch Druckschriften und Plakate der Landesbühne sowie diverse Fachperiodika.
Vorbemerkung: Seit 1864 verfügte die Stadt Esslingen über ein festes Theater (- eine ausgebaute, im Jahre 1817 erstellte Scheuer in der Strohstraße -), das bis zum Ersten Weltkrieg ständig bespielt wurde. Als nach dem Krieg der Volksbildungsgedanke in steigendem Maße das Kulturleben beeinflußte, entstand im Jahre 1919 auf Anregung Theodor Bäuerles die "Schwäbische Volksbühne" als eine Abteilung des Vereins zur Förderung der Volksbildung. 1921 wurde sie als "Württembergische Volksbühne" eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sie spielte - trotz finanzieller Engpässe in den 20er Jahren - regelmäßig Spieloper, Operette und Schauspiel und erhielt ihren festen Sitz in Esslingen, wo sich eine Theatergemeinde bildete, die als Volksbühnenverein zum Träger dieser Bühne wurde. Die Stadt Esslingen übergab das Stadttheater dem Volksbühnenverein in eigener Regie. Da es sonst nur wenige Theaterensembles in Württemberg gab, war die "Württembergische Volksbühne" zugleich Wanderbühne und spielte in Hallen und Sälen im gesamten württembergischen Raum. Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise zwangen schließlich im Jahre 1932 zur Auflösung der "Württembergischen Volksbühne". Aber schon im September 1933 erfolgte eine Neugründung als "Württembergische Landesbühne" und rechtsfähige Anstalt, die von Stadt und Staat subventioniert wurde. 1938 wurde die Landesbühne als Anstalt des öffentlichen Rechts dem Württembergischen Kultministerium unterstellt, das den Vorsitzenden der Bühne berief. Eine enge Anbindung an das Reichspropagandaamt Württemberg erlaubte einen größeren finanziellen Spielraum, der es der Württembergischen Landesbühne unter ihrem neuen und langjährigen Intendanten Gottfried Haass-Berkow (1933-1953) ermöglichte, die Gastspieltätigkeit bis nach Bayern und in das Vorarlberggebiet auszudehnen. Nach erfolgter Wiederzulassung im Jahre 1945 bespielte die Landesbühne - zunächst wegen der Zonengrenze, später dann aufgrund der Konkurrenz des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern (Tübingen) - nurmehr den nordwürttembergischen Raum. Gesicht und Niveau der Württembergischen Landesbühne, die ihr in zwei Jahrzehnten die feinfühlige und umsichtige Intendanz Gottfried Haass-Berkows verliehen hatte, konnten unter dessen Nachfolgern - zunächst Wilhelm List-Diehl (1953-1963) - bewahrt werden. Außer nicht sehr umfangreichen Vorakten aus der "Volksbühnen"-Zeit umfaßt das hier vorliegende Schriftgut in seiner Masse den Zeitraum von der Neugründung als Landesbühne im Jahre 1933 bis zum Jahre 1960. Bald danach dürfte das Aktenmaterial in Privatbesitz gelangt sein, denn die Anreicherungen seit etwa der 2. Hälfte der 60er Jahre umfassen nur Plakate, Programme und Periodica, sind also wohl nicht mehr organisch bei der Württembergischen Landesbühne erwachsen. Die Aktenüberlieferung ist zwar nicht ganz lückenlos, dokumentiert aber dennoch ausreichend die gesamte Ära Haass-Berkow und den größeren Teil der Ära List-Diehl an der Landesbühne. Über private Vorbesitzer waren die in diesem Bestand verwahrten Teile des Archivs der Württembergischen Landesbühne in das privat geführte "Schriftgutarchiv Ostwürttemberg" (Reiner Wieland, Unterm Stein 13, 73540 Heubach-Lautern) gelangt. Nachdem die Landesarchivdirektion Baden-Württemberg Kenntnis von der dortigen Verwahrung dieser archivwürdigen Unterlagen erhalten hatte, gelang es ihr, diese mit Mitteln, die das Ministerium für Wissenschaft und Kunst aus dem Zentralfonds für den Erwerb von Sammlungsgegenständen von besonderem Wert zur Verfügung gestellt hatte, zu erwerben und damit einer möglichen Zersplitterung des Bestandes vorzubeugen. Im November 1985 wurden die Akten vom Staatsarchiv Ludwigsburg übernommen und als Bestand PL 424 innerhalb der Serie "Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe" formiert. Nachdem der Gesamtbestand - einschließlich einiger, wieder abzugebender "Ost-Württembergica" (nur Gastspielakten) - bis Herbst 1986 von Frau Emma Edling unter Leitung von Dr. Franz-J. Mögle-Hofacker verzeichnet worden war, wurde er zur Sicherungsverfilmung an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben, woher er im Februar 1987 wieder in das Staatsarchiv Ludwigsburg, welches die vereinbarte Rückgabe der "Ost-Württembergica" in die Wege leitete, zurück gelangte. Nach Übernahme der Zuständigkeit für Teile der PL-Serie durch die Abteilung I wurden die Titelaufnahmen durch den Unterzeichenden 1993/94 überarbeitet, redigiert und geordnet sowie durch noch ausstehende Nachträge ergänzt bzw. vervollständigt. Daran schlossen sich die Gliederung des Bestandes, die Bearbeitung der Indices und Konkordanzen sowie der Vorbemerkung an. Insgesamt sind 234 Archivalieneinheiten erschlossen, von denen - wie oben bemerkt - 15 Büschel wieder an das "Schriftgutarchiv Ostwürttemberg" zurückgegeben wurden. Somit umfaßt der Bestand nunmehr 219 Büschel (= 8,2 lfd. m.) Ludwigsburg, im August 1994 (Dr. Norbert Stein) Im Herbst 2018 fand eine Aussonderung der Akten der WLB statt. Die bewerteten Akten kamen in zwei Zugängen (2018/095 und 2019/010) ins Staatsarchiv. Ergänzt wird die Überlieferung durch den Nachlass von Elmar und Konstanze Werner, der 2011 an das Archiv abgegeben wurde. Die Erschließung der Akten wurde von 2018-2020 durch Julia Kathke, Lilian Doh, Emma Barthold und Sandra Rosenbruch vorgenommen. Bei der Bearbeitung wurden die Plakate, Fotos und audiovisuellen Unterlagen, sofern sie nicht als Beilage in einer Akte waren, entnommen und es wurden separate Bestände angelegt (PL 424 II, PL 424 IV und PL 424 V). Außerdem wurden die drei Programmhefte enthaltenden Büschel 217-219 aus dem Altbestand entnommen, die enthaltenen Hefte nach Spielzeiten sortiert verzeichnet und anschließend in den neuen Teil des Bestandes eingegliedert. Es wurden folgende Zugänge eingearbeitet: Zugänge 1985: Bü 217-219, Bü 759-779 (Bü 1-219, Bü 759-779) Zugang 2018/095: Bü 220-538, Bü 813 Zugang 2019/010: Bü 539-758, Nachlieferung: Bü 814-816 Zugang 2011/025: Bü 780-807 Zugang 2011/069: Bü 808-812 Ludwigsburg, April 2021 Sandra Rosenbruch
Literatur: Hans Peter Doll (Hrsg.), Eine Theaterlandschaft - Theater in Baden-Württemberg. Texte - Informationen - Fotos, Freiburg/Brsg. 1968 Otto Borst, Von der Bretterbühne zur Landesbühne. In: Stadttheater Esslingen, Esslingen 1982, S. 60-65 Vera Isabel Kretschmer, Theater während der Besatzungszeit - 1945 bis 1948. Paradigma: Die Württembergische Landesbühne Esslingen. Magisterarbeit (masch.) der Universität Tübingen, Tübingen 1988
816 Büschel (## lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET
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- Gesellschaften, Vereine u.a. (Archival tectonics)
- Württembergische Landesbühne Esslingen (Archival holding)