Hermann Huge, verordneter Richter und Gograf zu Sendenhorst, sowie Notar Wilhelm Oestmann bezeugen, dass vor ihnen Hermann Lipping, Pastor zu Hoetmar, sowie die Provisoren und Vorsteher Hermann Stratmann, Dietrich Althoff und Hermann Böcker aus dem Kirchspiel Hoetmar erschienen und angaben, dass sie im Namen des gesamten Kirchspiels von Pater Henrich Hardenack und Mutter Elisabeth Brune vom Kloster Mariental, genannt Niesing, binnen Münster eine Hauptsumme in Höhe von 200 Reichstaler gegen Zahlung einer jährlichen Pension in Höhe von 12 Reichstaler empfangen haben, um damit rückständige kaiserliche Kontributionen und restierende Eckische Schatzungen zu bezahlen. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung, zum Unterpfand und zum Gerichtsstand. Zeugen: Dietrich Holtinck und Dietrich Langen. Siegel- und Unterschriftsankündigung der Aussteller
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Hermann Huge, verordneter Richter und Gograf zu Sendenhorst, sowie Notar Wilhelm Oestmann bezeugen, dass vor ihnen Hermann Lipping, Pastor zu Hoetmar, sowie die Provisoren und Vorsteher Hermann Stratmann, Dietrich Althoff und Hermann Böcker aus dem Kirchspiel Hoetmar erschienen und angaben, dass sie im Namen des gesamten Kirchspiels von Pater Henrich Hardenack und Mutter Elisabeth Brune vom Kloster Mariental, genannt Niesing, binnen Münster eine Hauptsumme in Höhe von 200 Reichstaler gegen Zahlung einer jährlichen Pension in Höhe von 12 Reichstaler empfangen haben, um damit rückständige kaiserliche Kontributionen und restierende Eckische Schatzungen zu bezahlen. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung, zum Unterpfand und zum Gerichtsstand. Zeugen: Dietrich Holtinck und Dietrich Langen. Siegel- und Unterschriftsankündigung der Aussteller
B 061u, 178
B 061u Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
1649 April 13, 1650 April 22
Pergament
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Ausstellort: Münster, Sendenhorst
Siegelführer: Gericht Sendenhorst
Siegelführer: Gericht Sendenhorst
Gericht Sendenhorst
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:49 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Pfennigkammer (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Pfennigkammer / Urkunden (Bestand)