Rücktritt von Lothar Späth als Ministerpräsident
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/002 D911002/102
C911002/102
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/002 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1991
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1991 >> Januar 1991
Sonntag, 13. Januar 1991
Pressekonferenz von Lothar Späth. Erklärung zu seinem Rücktritt als Ministerpräsident. SPÄTH: Zusammenarbeit mit dem Mittelstand und mit Managern der Großindustrie. "Ich habe Ungeschicklichkeiten begangen und habe nun kein faires Verfahren mehr". Unterschiedliche Darstellung in den Medien von seiner Reise mit Max Grundig in die Karibik. Hat mit der Rücktrittsentscheidung gerungen. "Der Späth ist nicht käuflich und nicht bestechlich, der hat sich seine innere Unabhängigkeit weder von Reisen noch von Freundeskreisen abkaufen lassen.... Ich möchte dieses Amt, dieses Land und die Aufgaben der Regierung nicht verletzen." Dank an die Menschen, die ihn unterstützt und ihm vertraut haben. Reaktionen zum Rücktritt. BAUMHAUER: Späth als Ministerpräsident ist schwer zu ersetzen. Die nächste Landtagswahl wird für die CDU ohne Späth schwierig. Späth hat diesen Abgang nicht verdient. BRUNHUBER: Vorsprung des Landes Baden-Württemberg vor anderen Bundesländern ist das Verdienst von Späth. Auf die Landes-CDU kommen schwierige Zeiten zu. GEISEL: Nach den Vorwürfen blieb dem Ministerpräsidenten überhaupt keine andere Konsequenz übrig, als zurückzutreten. BENDER: Der Rücktritt ist ein überfälliger Schritt, nachdem bekannt wurde, welcher Filz zwischen dem Ministerpräsidenten und der baden-württembergischen Wirtschaft herrscht. Straßenumfrage unter Bürgern über den Rücktritt von Späth. Reaktionen in Bonn. Erklärung von Bundeskanzler Helmut Kohl zum Rücktritt. Tagung des CDU-Präsidiums in Isny. Stimmung nach der Rücktrittserklärung. SPÖRI: Späth hat mit seinem Rücktritt die richtige Konsequenz aus einer nicht mehr länger tragbaren Belastung des Amts des Ministerpräsidenten gezogen. Anerkennung der Verdienste von Späth für das Land. Gegen eine Verfälschung der Ursachen des Rücktritts. Mit dem Rücktritt des Ministerpräsidenten sind die Deformationen im Regierungsbereich, insbesondere in der Justiz, nicht ausgeräumt. Die lange CDU-Alleinherrschaft hat zu einer Gleichsetzung von CDU-Partei- und Staatsinteressen geführt. Aufrechterhaltung der Forderung nach einem Untersuchungsausschuß des Landtages. ROMMEL: Sehr betroffen über den Rücktritt. Sieht keinen sachlichen Grund für einen Rücktritt. Keine Befangenheit von Späth gegenüber der Industrie. Hat nicht vor, Ministerpräsident von Baden-Württemberg zu werden.
SDR 1
0:27:45; 0'27
Audio-Visuelle Medien
Partei: CDU: Segeltörn-Affäre
Partei: Grüne: Segeltörn-Affäre
Partei: SPD: Segeltörn-Affäre
Rücktritt
Skandal: Segeltörn-Affäre
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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