Deutsche Einsatzkontingente Stabilization Force (Bestand)
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BArch BW 77
call number: BW 77
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Bundesrepublik Deutschland (1949 ff) >> Verteidigung >> Bundesministerium der Verteidigung und Bundeswehr >> Deutsche militärische Anteile an multinationalen Einrichtungen und bei Auslandseinsätzen
1996 - 2004
Bestandsbeschreibung: Behördengeschichte
Im Zuge des Friedensvertrages der Konfliktparteien des Bosnienkrieges am 21.11.1995 (Dayton Abkommen) stimmten die Konfliktparteien der Entsendung einer multinationalen Truppe unter NATO-Kommando, der IFOR (Implementation Force), zu. Diese sollte die Einhaltung der im Friedensvertrag aufgeführten Übereinkünfte überwachen. Aufgabe der IFOR-Truppen waren die Entmilitarisierung des Konfliktgebietes sowie die Trennung der Konfliktparteien.
Im Dezember 1996 wurde die Nachfolgeoperation SFOR (Stabilization Force) beschlossen, welche durch die UN-Resolution 1088 befähigt wurde und die nun den Schwerpunk ihres Einsatzes auf die Bewahrung der durch IFOR erreichten Sicherheitslage setzte und somit einen langfristigen Frieden in der Region anstrebte. Dazu zählten unter anderem der Wiederaufbau-Bosnien Herzegowinas und die Organisation der Flüchtlingsrückkehr. Der gesamte SFOR-Einsatz bestand aus der Operation JOINT GUARD (20. Dez. 1996 - 20. Juni 1998) und der Nachfolgeoperation JOINT FORGE (20. Juni. 1998 - 2. Dez. 2004).
Der Posten des Befehlshabers der SFOR-Truppen wurde über den gesamten Einsatzzeitraum von US-Amerikanischen Stabsoffizieren besetzt.
Dem Befehlshaber unterstanden von 1996 bis 2003 die drei Multinationalen Divisionen (Nord, Süd-West und Süd-Ost). Nord stand unter amerikanischer, Süd-Ost unter französischen und Süd-West unter vorwiegend britischer Führung.
Deutschland beteiligte sich mich circa 2700 - 3000 Soldaten an SFOR und bildete zusammen mit Frankreich, Spanien und Italien die Division Süd-Ost in Mostar. Innerhalb dieses Verbandes existierten mehrere Brigaden. Deutsche Truppenteile agierten dabei innerhalb der Brigade Centre als Teil der Deutsch-Französischen Gruppe (DFGFA). Anweisungen bekam das deutsche Kontingent bis Oktober 2002 vom Heeresführungskommando, danach vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr.
Im Dezember 2003 wurden, im Rahmen der Umstrukturierung von SFOR, die multinationalen Divisionen in multinationale Brigaden umgegliedert. Damit einher ging eine Reduktion der Truppenstärke auf circa 1300 Soldaten. Innerhalb der Brigaden operierten zehn Battle-Groups, wobei Deutschland mit Italien innerhalb der MNB SE eine dieser Gruppen bildete.
Ab Mai bis Dezember 2004 wurden die Brigaden weiter verkleinert und in Task Forces umgewandelt. Dementsprechend reduzierte sich die deutsche Truppenstärke auf 1200 Soldaten.
Am 2.Dezember 2004 wurde SFOR erfolgreich abgeschlossen und von der Europäischen Mission „EUFOR Althea" abgelöst.
Personelle Entwicklung beim Kommando von SFOR, MND(B) SE und den deutschen Kontingenten:
SFOR Kommandeure
Major General Packett Okt. 2003 - Okt. 2004
Lieutenant General William E. Ward Okt. 2002 - Okt. 2003
Lt. Gen. John B. Sylvester Sept. 2001 - Okt. 2002
Lt. Gen. Michael L. Dodson Sept. 2000 - Sept. 2001
Lt. Gen. Ronald Emerson Adams Okt. 1999 - Sept. 2000
Gen. Montgomery C. Meigs Okt. 1998 . Okt. 1999
Gen. Eric K. Shinseki Juli. 1997 - Okt. 1998
Gen. William Crouch Nov. 1996 - Juli 1997
Kommandeure MND SE
Brigadier General Philippe Sommaire Juni 2002- Nov. 2002
Maj. Gen. Maurice J. Amarger Juni 2001 - Juni 2002
Maj. Gen. Robert Meille Juni 2000 - Juni 2001
Maj. Gen. Arnold Schwerdorffer Mai 1999 - Juni 2000
Maj. Gen. Pierre Henri Lang März 1998 - März 1999
Maj. Gen. Christian Delange 1997 - März 1998
Maj. Gen. Yves Le Chatelier 1996
Kommandeure MNB-SE
Brigadier General Gerhard Stelz (Ger. A.) März 2003- Sept. 2004
General Marin Bello Crespo (Sp. A.) Sept. 2003 - März 2003
Brigadier General Gian Marco Chiarini (It. A.) März 2003 - Sept. 2003
Brigadier General Bernard Oberto (Fr. A.) Nov. 2002 - März 2003
Kommandant MNTF SE
Brigadegeneral Chereau Sept. 2004 - Dez. 2004
Einsatz der deutschen Kontingente
04. Jan. 1997 - 07. Apr. 1997 1. HKtgt**
07. Apr. 1997 - 10. Aug. 1997 2. HKtgt**
10. Aug. 1997 - 23. Dez. 1997 3. HKtgt**
23. Dez. 1997 - 08. Apr. 1998 4. HKtgt**
09. Apr. 1998 - 18. Aug. 1998 5. HKtgt**
18. Aug. 1998 - 04. Dez. 1998 1. HKtgt**
04. Dez. 1998 - 08. Apr. 1999 2. HKtgt**
08. Apr. 1999 - 04. Aug. 1999 3. HKtgt**
04. Aug. 1999 - Dez. 1999 4. HKtgt**
Dez. 99 - 24. Juni 2000 5. HKtgt**
24. Juni 2000 - 11. Dez. 2000 1. EinsKtgt*
11. Dez. 2000 - 29. Mai 2001 2. EinsKtgt*
14. Mai 2001 - 26. Aug. 2001 3. EinsKtgt*
22. Apr. 2002 - 13. Juni 2002 4. EinsKtgt*
13. Juni 2002 - 02. Dez. 2002 5. EinsKtgt*
06. Dez. 2002 - 04. Juni 2003 6. EinsKtgt*
05. Juni 2003 - 01. Dez. 2003 7. EinsKtgt*
02. Dez. 2003 - 21. Mai 2004 8. EinsKtgt*
23. Mai 2004 - 27. Nov. 2004 9. EinsKtgt*
* basierend auf Informationen aus den ETBs
** Informationen wurden aus den Unterrichtungen des Parlamentes aus BW 2 gezogen, da dieser Einsatzzeitraum im Bestand BW 77 nicht überliefert ist. Es handelt sich hierbei um ungefähre Angaben
Bestandsbeschreibung
Im Bestand BW 77 befinden sich zurzeit 84 Aufbewahrungseinheiten. Der Bestand setzt sich hautsächlich aus Einsatztagebüchern (in Druckschrift) und Anlagenbände (Druck- und Schreibschrift; teilweise mit CDs) verschiedener deutscher Heeres- (1.-5. HKtgt) und Einsatzkontingente (6.-9. Einsatzkontingent) aus den Jahren 2000 bis 2004 zusammen. Die Überlieferung enthält jedoch nicht die Einsatztagebücher der Kontingente aus den Jahren 1997 bis 1999.
Archivgut der beiden anderen beteiligten Streitkräfte (Marine und Luftwaffe) existiert ebenfalls nicht in diesem Bestand.
In den Einsatztagebüchern werden unter anderem Vorkommnisse bei Patrouillen und allgemeine Vorkommnisse, Besuche von Politikern und Kommandoübergaben aufgeführt. Die CDS in den Anlagen sind zum größten Teil deckungsgleich und damit redundant. Die Bilder auf gedrucktem Papier sind im Vergleich zu ihrem digitalen Äquivalent von deutlich schlechterer Qualität.
Den kleineren Teil des Bestandes machen aus:
- diverse Bildbänder deutscher Kontingente und der Gemanr-Italian Battle Group
- Stellenbesetzungslisten des 4. und 5. Einsatzkontingentes aus dem Jahr 2002
- analoge und digitale Überlieferungen aus der Brigade Centre („Salamandre")
- Unterlagen zur Betriebs und Feldlagerkompanie
Inhaltliche Charakterisierung: - 9 Einsatztagebücher mit ihren Anlagenbänden (1-2 ETBs, 2 - 9 Anlagenbände) 70%
- Restüberlieferung (Bildbände, Stellenbesetzungslisten, Unterlagen aus der Brigade Centre) 30%
- keine Überlieferung der Beteiligung von Marine und Luftwaffe
- keine Überlieferung über den Beginn des Einsatzes von Dezember 1996 bis Mitte 2004
Vorarchivische Ordnung: Vermutlich kamen die Unterlagen nach Beendigung des Einsatzes ins Bundesarchiv, jedoch lässt sich aus der Dienstakte keine nähere Information dazu finden.
Der Umfang des Bestandes liegt bei 85 Aufbewahrungseinheiten.
Es liegt kein elektronisches Abgabeverzeichnis vor.
Der Bestand ist nach den im Einsatz gewesenen Kontingenten und Verbänden geordnet und klassifiziert. Dies dient einer benutzerfreundlichen Recherche, da der Einsatz einzelner Kontingente somit besser nachzuvollziehen ist.
Dem Bestand lag kein Aktenplan vor. Man kann aber davon ausgehen, dass die vorhandene Struktur der Unterlagen übernommen wurde und ein Eingriff in die innere Ordnung nicht notwendig war.
Die Einsatztagebücher mit ihren Anlagenbänden wurden in ihren originalen Stehordnern ins Archiv übernommen, wobei ein Ordner auch eine Aufbewahrungseinheit bildet. Vereinzelt wurden jedoch schon Unterlagen in säurefreie Mappen umgebettet. Vor allem liegt dies bei den restlichen Unterlagen dieses Bestandes vor, die nicht zu den Einsatztagebüchern zählen.
Da keine Abgabeliste zur Bezeichnung des Archivgutes vorlag, wurden dazu vorarchivische Bezeichnungen immer übernommen und lediglich an die Richtlinien der archivarischen Tätigkeit angepasst. Dabei orientierte man sich an den Beschriftungen auf den Ordnerrücken sowie an Dokumententiteln. Gleiches zählt für die Laufzeitangaben.
Zitierweise: BArch BW 77/...
Im Zuge des Friedensvertrages der Konfliktparteien des Bosnienkrieges am 21.11.1995 (Dayton Abkommen) stimmten die Konfliktparteien der Entsendung einer multinationalen Truppe unter NATO-Kommando, der IFOR (Implementation Force), zu. Diese sollte die Einhaltung der im Friedensvertrag aufgeführten Übereinkünfte überwachen. Aufgabe der IFOR-Truppen waren die Entmilitarisierung des Konfliktgebietes sowie die Trennung der Konfliktparteien.
Im Dezember 1996 wurde die Nachfolgeoperation SFOR (Stabilization Force) beschlossen, welche durch die UN-Resolution 1088 befähigt wurde und die nun den Schwerpunk ihres Einsatzes auf die Bewahrung der durch IFOR erreichten Sicherheitslage setzte und somit einen langfristigen Frieden in der Region anstrebte. Dazu zählten unter anderem der Wiederaufbau-Bosnien Herzegowinas und die Organisation der Flüchtlingsrückkehr. Der gesamte SFOR-Einsatz bestand aus der Operation JOINT GUARD (20. Dez. 1996 - 20. Juni 1998) und der Nachfolgeoperation JOINT FORGE (20. Juni. 1998 - 2. Dez. 2004).
Der Posten des Befehlshabers der SFOR-Truppen wurde über den gesamten Einsatzzeitraum von US-Amerikanischen Stabsoffizieren besetzt.
Dem Befehlshaber unterstanden von 1996 bis 2003 die drei Multinationalen Divisionen (Nord, Süd-West und Süd-Ost). Nord stand unter amerikanischer, Süd-Ost unter französischen und Süd-West unter vorwiegend britischer Führung.
Deutschland beteiligte sich mich circa 2700 - 3000 Soldaten an SFOR und bildete zusammen mit Frankreich, Spanien und Italien die Division Süd-Ost in Mostar. Innerhalb dieses Verbandes existierten mehrere Brigaden. Deutsche Truppenteile agierten dabei innerhalb der Brigade Centre als Teil der Deutsch-Französischen Gruppe (DFGFA). Anweisungen bekam das deutsche Kontingent bis Oktober 2002 vom Heeresführungskommando, danach vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr.
Im Dezember 2003 wurden, im Rahmen der Umstrukturierung von SFOR, die multinationalen Divisionen in multinationale Brigaden umgegliedert. Damit einher ging eine Reduktion der Truppenstärke auf circa 1300 Soldaten. Innerhalb der Brigaden operierten zehn Battle-Groups, wobei Deutschland mit Italien innerhalb der MNB SE eine dieser Gruppen bildete.
Ab Mai bis Dezember 2004 wurden die Brigaden weiter verkleinert und in Task Forces umgewandelt. Dementsprechend reduzierte sich die deutsche Truppenstärke auf 1200 Soldaten.
Am 2.Dezember 2004 wurde SFOR erfolgreich abgeschlossen und von der Europäischen Mission „EUFOR Althea" abgelöst.
Personelle Entwicklung beim Kommando von SFOR, MND(B) SE und den deutschen Kontingenten:
SFOR Kommandeure
Major General Packett Okt. 2003 - Okt. 2004
Lieutenant General William E. Ward Okt. 2002 - Okt. 2003
Lt. Gen. John B. Sylvester Sept. 2001 - Okt. 2002
Lt. Gen. Michael L. Dodson Sept. 2000 - Sept. 2001
Lt. Gen. Ronald Emerson Adams Okt. 1999 - Sept. 2000
Gen. Montgomery C. Meigs Okt. 1998 . Okt. 1999
Gen. Eric K. Shinseki Juli. 1997 - Okt. 1998
Gen. William Crouch Nov. 1996 - Juli 1997
Kommandeure MND SE
Brigadier General Philippe Sommaire Juni 2002- Nov. 2002
Maj. Gen. Maurice J. Amarger Juni 2001 - Juni 2002
Maj. Gen. Robert Meille Juni 2000 - Juni 2001
Maj. Gen. Arnold Schwerdorffer Mai 1999 - Juni 2000
Maj. Gen. Pierre Henri Lang März 1998 - März 1999
Maj. Gen. Christian Delange 1997 - März 1998
Maj. Gen. Yves Le Chatelier 1996
Kommandeure MNB-SE
Brigadier General Gerhard Stelz (Ger. A.) März 2003- Sept. 2004
General Marin Bello Crespo (Sp. A.) Sept. 2003 - März 2003
Brigadier General Gian Marco Chiarini (It. A.) März 2003 - Sept. 2003
Brigadier General Bernard Oberto (Fr. A.) Nov. 2002 - März 2003
Kommandant MNTF SE
Brigadegeneral Chereau Sept. 2004 - Dez. 2004
Einsatz der deutschen Kontingente
04. Jan. 1997 - 07. Apr. 1997 1. HKtgt**
07. Apr. 1997 - 10. Aug. 1997 2. HKtgt**
10. Aug. 1997 - 23. Dez. 1997 3. HKtgt**
23. Dez. 1997 - 08. Apr. 1998 4. HKtgt**
09. Apr. 1998 - 18. Aug. 1998 5. HKtgt**
18. Aug. 1998 - 04. Dez. 1998 1. HKtgt**
04. Dez. 1998 - 08. Apr. 1999 2. HKtgt**
08. Apr. 1999 - 04. Aug. 1999 3. HKtgt**
04. Aug. 1999 - Dez. 1999 4. HKtgt**
Dez. 99 - 24. Juni 2000 5. HKtgt**
24. Juni 2000 - 11. Dez. 2000 1. EinsKtgt*
11. Dez. 2000 - 29. Mai 2001 2. EinsKtgt*
14. Mai 2001 - 26. Aug. 2001 3. EinsKtgt*
22. Apr. 2002 - 13. Juni 2002 4. EinsKtgt*
13. Juni 2002 - 02. Dez. 2002 5. EinsKtgt*
06. Dez. 2002 - 04. Juni 2003 6. EinsKtgt*
05. Juni 2003 - 01. Dez. 2003 7. EinsKtgt*
02. Dez. 2003 - 21. Mai 2004 8. EinsKtgt*
23. Mai 2004 - 27. Nov. 2004 9. EinsKtgt*
* basierend auf Informationen aus den ETBs
** Informationen wurden aus den Unterrichtungen des Parlamentes aus BW 2 gezogen, da dieser Einsatzzeitraum im Bestand BW 77 nicht überliefert ist. Es handelt sich hierbei um ungefähre Angaben
Bestandsbeschreibung
Im Bestand BW 77 befinden sich zurzeit 84 Aufbewahrungseinheiten. Der Bestand setzt sich hautsächlich aus Einsatztagebüchern (in Druckschrift) und Anlagenbände (Druck- und Schreibschrift; teilweise mit CDs) verschiedener deutscher Heeres- (1.-5. HKtgt) und Einsatzkontingente (6.-9. Einsatzkontingent) aus den Jahren 2000 bis 2004 zusammen. Die Überlieferung enthält jedoch nicht die Einsatztagebücher der Kontingente aus den Jahren 1997 bis 1999.
Archivgut der beiden anderen beteiligten Streitkräfte (Marine und Luftwaffe) existiert ebenfalls nicht in diesem Bestand.
In den Einsatztagebüchern werden unter anderem Vorkommnisse bei Patrouillen und allgemeine Vorkommnisse, Besuche von Politikern und Kommandoübergaben aufgeführt. Die CDS in den Anlagen sind zum größten Teil deckungsgleich und damit redundant. Die Bilder auf gedrucktem Papier sind im Vergleich zu ihrem digitalen Äquivalent von deutlich schlechterer Qualität.
Den kleineren Teil des Bestandes machen aus:
- diverse Bildbänder deutscher Kontingente und der Gemanr-Italian Battle Group
- Stellenbesetzungslisten des 4. und 5. Einsatzkontingentes aus dem Jahr 2002
- analoge und digitale Überlieferungen aus der Brigade Centre („Salamandre")
- Unterlagen zur Betriebs und Feldlagerkompanie
Inhaltliche Charakterisierung: - 9 Einsatztagebücher mit ihren Anlagenbänden (1-2 ETBs, 2 - 9 Anlagenbände) 70%
- Restüberlieferung (Bildbände, Stellenbesetzungslisten, Unterlagen aus der Brigade Centre) 30%
- keine Überlieferung der Beteiligung von Marine und Luftwaffe
- keine Überlieferung über den Beginn des Einsatzes von Dezember 1996 bis Mitte 2004
Vorarchivische Ordnung: Vermutlich kamen die Unterlagen nach Beendigung des Einsatzes ins Bundesarchiv, jedoch lässt sich aus der Dienstakte keine nähere Information dazu finden.
Der Umfang des Bestandes liegt bei 85 Aufbewahrungseinheiten.
Es liegt kein elektronisches Abgabeverzeichnis vor.
Der Bestand ist nach den im Einsatz gewesenen Kontingenten und Verbänden geordnet und klassifiziert. Dies dient einer benutzerfreundlichen Recherche, da der Einsatz einzelner Kontingente somit besser nachzuvollziehen ist.
Dem Bestand lag kein Aktenplan vor. Man kann aber davon ausgehen, dass die vorhandene Struktur der Unterlagen übernommen wurde und ein Eingriff in die innere Ordnung nicht notwendig war.
Die Einsatztagebücher mit ihren Anlagenbänden wurden in ihren originalen Stehordnern ins Archiv übernommen, wobei ein Ordner auch eine Aufbewahrungseinheit bildet. Vereinzelt wurden jedoch schon Unterlagen in säurefreie Mappen umgebettet. Vor allem liegt dies bei den restlichen Unterlagen dieses Bestandes vor, die nicht zu den Einsatztagebüchern zählen.
Da keine Abgabeliste zur Bezeichnung des Archivgutes vorlag, wurden dazu vorarchivische Bezeichnungen immer übernommen und lediglich an die Richtlinien der archivarischen Tätigkeit angepasst. Dabei orientierte man sich an den Beschriftungen auf den Ordnerrücken sowie an Dokumententiteln. Gleiches zählt für die Laufzeitangaben.
Zitierweise: BArch BW 77/...
Stabilization Force (SFOR).- Deutsche Einsatzkontingente (SFOR), 1998-
86 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: - BW 2 (Bundesministerium der Verteidigung.- Generalinspekteur und Führungsstab der Streitkräfte)
- BW 60 (Einsatzführungskommando)
- BH 41 (Heeresführungskommando)
- BW 69 (Deutsch-Französische Gruppe (DFGFA) der GECONSFOR)
- B 136/108.266 - 108.316 (Bundeskanzleramt)
- BL 34
- N 946 (Jan Jörg Oerding)
Literatur: Helmut Neubauer: Erstes deutsches SFOR-Kontingent in Mostar, Mostar 1997.
Andreas M. Rauch: Auslandseinsätze der Bundeswehr, Baden-Baden 2006.
Hans-Otto Budde: Gleiche Rechte und Pflichten - Die deutsche Beteiligung an SFOR, in: Peter Goebel (Hrsg.), Von Kambodscha bis Kosovo - Auslandseinsätze der Bundeswehr seit Ende des Kalten Krieges, Frankfurt am Main, Bonn 2000, S. 166 - 173.
Werner Widder: Deutsche Soldaten im Hauptquartier SFOR, in: Peter Goebel (Hrsg.), Von Kambodscha bis Kosovo - Auslandseinsätze der Bundeswehr seit Ende des Kalten Krieges, Frankfurt am Main, Bonn 2000, S. 216 - 224.
Drucksache 13/10977 vom 17.06.1998.
- Richard Holbrooke: Meine Mission. Vom Krieg zum Frieden in Bosnien, München 1998
- Christoph Schwegmann: Kann die EU die NATO auf dem Balkan ersetzetn?, Berlin 2002 (SWP-Studie S 43)
- Dominik Tolksdorf: Die EU und Bosnien-Herzegowina. Außenpolitik auf der Suche nach Kohärenz, Baden-Baden 2012
- Rafael Bierman: Deutsche Konfliktbewältigung auf dem Balkan - Erfahrungen und Lehren aus dem Einsatz, Baden-Baden 2002
- Günter F.C. Forsteneichner: Auslandseinsätze der Bundeswehr - Sonderheft 4, Frankfurt am Main November 2006
- BW 60 (Einsatzführungskommando)
- BH 41 (Heeresführungskommando)
- BW 69 (Deutsch-Französische Gruppe (DFGFA) der GECONSFOR)
- B 136/108.266 - 108.316 (Bundeskanzleramt)
- BL 34
- N 946 (Jan Jörg Oerding)
Literatur: Helmut Neubauer: Erstes deutsches SFOR-Kontingent in Mostar, Mostar 1997.
Andreas M. Rauch: Auslandseinsätze der Bundeswehr, Baden-Baden 2006.
Hans-Otto Budde: Gleiche Rechte und Pflichten - Die deutsche Beteiligung an SFOR, in: Peter Goebel (Hrsg.), Von Kambodscha bis Kosovo - Auslandseinsätze der Bundeswehr seit Ende des Kalten Krieges, Frankfurt am Main, Bonn 2000, S. 166 - 173.
Werner Widder: Deutsche Soldaten im Hauptquartier SFOR, in: Peter Goebel (Hrsg.), Von Kambodscha bis Kosovo - Auslandseinsätze der Bundeswehr seit Ende des Kalten Krieges, Frankfurt am Main, Bonn 2000, S. 216 - 224.
Drucksache 13/10977 vom 17.06.1998.
- Richard Holbrooke: Meine Mission. Vom Krieg zum Frieden in Bosnien, München 1998
- Christoph Schwegmann: Kann die EU die NATO auf dem Balkan ersetzetn?, Berlin 2002 (SWP-Studie S 43)
- Dominik Tolksdorf: Die EU und Bosnien-Herzegowina. Außenpolitik auf der Suche nach Kohärenz, Baden-Baden 2012
- Rafael Bierman: Deutsche Konfliktbewältigung auf dem Balkan - Erfahrungen und Lehren aus dem Einsatz, Baden-Baden 2002
- Günter F.C. Forsteneichner: Auslandseinsätze der Bundeswehr - Sonderheft 4, Frankfurt am Main November 2006
Besondere Benutzungsbedingungen: Die Benutzung des Bestandes erfolgt nach Bundesarchivgesetz.
Die Schutzfrist der Unterlagen läuft noch bis 2034.
Vereinzelt sind Papiere in den Unterlagen unter Verschluss.
Die Schutzfrist der Unterlagen läuft noch bis 2034.
Vereinzelt sind Papiere in den Unterlagen unter Verschluss.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST
Hierarchy
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- Bundesarchiv (Archivtektonik)
- Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) (Archival tectonics)
- Bundesrepublik Deutschland (1949 ff) (Archival tectonics)
- Verteidigung (Archival tectonics)
- Bundesministerium der Verteidigung und Bundeswehr (Archival tectonics)
- Deutsche militärische Anteile an multinationalen Einrichtungen und bei Auslandseinsätzen (Archival tectonics)
- Deutsche Einsatzkontingente Stabilization Force (Archival holding)