Es wird bekundet, dass durch die Räte Kurfürst Philipps von der Pfalz zwischen Eitel von Sickingen, Ritter, einerseits und dessen Schwiegermutter Klara von Hohenweiler, Witwe [des Stefan] von Beyern (Clara von Hoenwiler witwe von Beyern siner swiger), für sie und ihre Kinder andererseits ein Vertrag aufgerichtet worden ist, nach dem Eitel und dessen Ehefrau und Klara von Hohenweiler, "ir geswihe und swester", jeweils 1.000 Gulden väterliches und mütterliches Erbe erhalten sollen. Alexius und Ulrich von Beyern sollen einen Verzicht auf das väterliche und mütterliche Erbe leisten, doch an ihren brüderlichen und schwesterlichen Erbrechten und anderen Erbfällen unberührt bleiben. Arnold von Beyern, Deutschordensherr, sind ebenfalls 1.000 Gulden zugesprochen werden, wobei die Mutter Klara an diesen und anderen Gütern Beiseß und Nutzung auf Lebtag haben soll. Nach ihrem Tode sollen die 1.000 Gulden Hauptgeld auf die Erben ihrer anderen Kinder den Stämmen nach aufgeteilt werden, dergleichen soll es mit den Gütern von vor ihr verstorbenen Kinder gehandhabt werden. Über diese Abrede sollen Klara und ihre Söhne Bedenkzeit (ein bedacht) haben; nehmen sie nicht an, sollen ihnen dies an ihren Rechten unschädlich sein.
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Es wird bekundet, dass durch die Räte Kurfürst Philipps von der Pfalz zwischen Eitel von Sickingen, Ritter, einerseits und dessen Schwiegermutter Klara von Hohenweiler, Witwe [des Stefan] von Beyern (Clara von Hoenwiler witwe von Beyern siner swiger), für sie und ihre Kinder andererseits ein Vertrag aufgerichtet worden ist, nach dem Eitel und dessen Ehefrau und Klara von Hohenweiler, "ir geswihe und swester", jeweils 1.000 Gulden väterliches und mütterliches Erbe erhalten sollen. Alexius und Ulrich von Beyern sollen einen Verzicht auf das väterliche und mütterliche Erbe leisten, doch an ihren brüderlichen und schwesterlichen Erbrechten und anderen Erbfällen unberührt bleiben. Arnold von Beyern, Deutschordensherr, sind ebenfalls 1.000 Gulden zugesprochen werden, wobei die Mutter Klara an diesen und anderen Gütern Beiseß und Nutzung auf Lebtag haben soll. Nach ihrem Tode sollen die 1.000 Gulden Hauptgeld auf die Erben ihrer anderen Kinder den Stämmen nach aufgeteilt werden, dergleichen soll es mit den Gütern von vor ihr verstorbenen Kinder gehandhabt werden. Über diese Abrede sollen Klara und ihre Söhne Bedenkzeit (ein bedacht) haben; nehmen sie nicht an, sollen ihnen dies an ihren Rechten unschädlich sein.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 40
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1492 April 23 (uff hut pfingstmontag)
fol. 29r-29v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Kopfregest: "Abrede zuschen herr Yteln von Sickingen und Clara von Hoenwiler witwe von Beyern et cetera".
Beyern, Alexius von; erw. 1492
Beyern, Arnold von; Deutschordensherr, erw. 1492
Beyern, Stefan von; Ritter, Ratsherr zu Kaisersberg, ux. Klara von Hohenweiler, 1485 tot
Beyern, Ulrich von; erw. 1492
Hohenweiler (Honweiler), Klara von; m. Stefan von Beyern, erw. 1485
Sickingen, Eitel von; Ritter, kurpfälzischer Rat, Hofmeister, erw. 1456, 1492
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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