N 34 - Ludwig Gerstein (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> N - Nachlässe
1960-1990
Beruf: Bergwerksdirektor, Politiker Ludwig Gerstein wurde am 11.1.1928 in Rotterdam geboren. Nach dem Studium in Freiburg (1948) und Aachen (1949-1952) arbeitete er 1953/54 als Vermessungsingenieur in Südafrika. 1956 zum Assessor des Bergfachs ernannt, trat er in den Dienst der Dortmunder Bergbau AG, zunächst als ''Technischer Hilfsarbeiter'' auf der Zeche Germania in Dortmund-Marten. 1960 wechselte er als Betriebsinspektor zur Zeche Adolf von Hansemann/Gustav in Dortmund-Mengede, wo er 1963 Betriebsdirektor wurde. Nach vorübergehender Tätigkeit in der Hauptverwaltung der GBAG (1966) war er von Dezember 1966 bis 1977 Leiter der Bergwerksdirektion Hansa in Dortmund-Huckarde. Neben seinen beruflichen Aufgaben engagierte Gerstein sich in der Politik. 1968 trat er der CDU bei. Zwischen 1970 und 1985 war er Kreisvorsitzender der CDU in Dortmund und Mitglied des Rates, 1976 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestags, wo er sich u.a. als energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion einen Namen machte. 1985 wurde Ludwig Gerstein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet; er ist am 30.10.1994 in Dortmund verstorben. 8 m Der Bestand enthält Handakten und loses Schriftgut u.a. zu folgenden Themen: Strukturentwicklung im Ruhrgebiet, Verwaltungsreform, Verkehrsfragen, Wirtschaftsförderung, Lage der Stahlindustrie, Anpassung im Bergbau, Stillegung der Zechen Adolf von Hansemann, Hansa und Germania, Hydrogrube Hansa, Kohleveredlung, Kernenergie, Universität Dortmund; Berichte über Studienreisen; Aufzeichnungen und Erinnerungen; Fotoalbum Hansa-Westhausen 1966-1977.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ