Henne Brendel von Homburg, Schultheiß, Gerlach von Londorf, Hauptmann zu Frankfurt, Walter von Schwarzenberg, Jost im Steinhause, und Heinrich vom Rhein, Schöffen zu Frankfurt und allesamt Freischöffen der heiligen Acht vidimieren unter ihren Siegeln 1439 feria secunda post dominicam Palmarum folgende Urkunde: Pfalzgraf Otto bei Rhein, Vormund des noch unmündigen Pfalzgrafen Ludwig, bekundet, daß er einige Bürger von Weißenburg und Walter Zeiß durch seine Räte, nämlich Graf Emicho von Leinigen, den schwarzen Reinhart von Sickingen, Konrad von Rosenberg (alle?) Hofmeister, Schwicker von Sickingen, Vogt zu Bretten, Wiprecht v. Helmstadt d. J., Siegfried von Vennigen, alle Ritter, Heinrich von Fleckenstein d. Ä. und Heinrich von Berwangen, in ihren Streitigkeiten über die Forderungen, die Walter von ehren- und rechtswegen an die Bürger stellt, verglichen hat. Walter erhält freies Geleit und Sicherheit, um sich Zeugen und Urkunden aus der Stadt Weißenburg für weitere Rechtstage vor den pfälzischen Räten zu beschaffen.- Siegel des Ausstellers.- D. Heidelberg tertia feria post beatorum Viti et Modesti martyrum 1438 [= 1438 Juni 17]; Johann Zorn genannt von Eckenrich (?), Ritter, der Meister und der Rat zu Straßburg bekunden, daß vor ihnen Peter Butzroß, Stadtschreiber zu Weißenburg, im Namen der Weißenburger Bürger Burkhard Freund, Heinrich Buschmann, Klaus Schuster (schuchsuter), Klaus (Cleisel) Hatten, Peter Heilwig, Kunz Heger, des Schusters, Peter durch den Wald, Klaus Falke und Keller, des Bäckers, vor ihnen erschienen ist und ihnen in Gegenwart von Walter Zeiß eine Klage des Freigrafen Hans von Menchenhusen im Lande Bilstein gegen die Stadt Weißenburg vorlegte, die sich gegen den Spruch richtete, den Klaus Melbruge, jetziger Ammeister, Klaus Schaulit und Jakob von Gabsheim (Geyspolcz-), Altammeister der Stadt Straßburg, in Streitigkeiten zwischen den genannten Weißenburger Bürgern und Waler Zeiß gefällt haben. Der genannte Stadtschreiber bestreitet Walter Zeiß das Recht, diese Sache vor den Freigrafen und das heimliche Gericht zu bringen, und fordert, daß er sich mit dem ergangenen Spruch begnüge. Die Schöffen entscheiden, daß die genannten Schiedsleute nochmals zu einem Spruch in dieser Sache veranlaßt werden sollen und alle anderen rechtlichen Hilfsmittel dadurch ausgeschaltet werden sollen.- Es siegeln die Aussteller mit dem Stadtsiegel von Straßburg.- D. samßtag vor dem sonnentag Judica me domine 1439 [=1439 März 21]; Florencze Wilckin, Freischöffe der heiligen Acht und Bürger zu Straßburg, bekundet, daß der Rat von Straßburg in den Streitigkeiten zwischen einigen Weißenburger Bürgern und Walter Zeiß, derentwegen sie dieser an den westfälischen Gerichten verklagt hatte, ein neues Schiedsgericht mit Wissen und Willen beider Parteien eingesetzt hat, das die Zwistigkeiten rechtsverbindlich entscheiden soll. Schiedsleute sind die drei genannten Straßburger Ammeister.- Siegel des Ausstellers.- D. samßtag nehst vor dem sonnentage Judica me domini 1439 [= 1439 März 21].