Anspruch auf Entschädigung wegen Realinjurien. In erster Instanz waren dem Wilhelm Einbeck 300 Goldgulden zugesprochen worden, die Johann Duir, Adam Clevisch (Klefisch), Johann Depen und Michael Thumb zu zahlen hatten (je 75 Gulden). Im Anschluß an eine Hochzeitsfeier sollen sie den Appellaten bei einem Streit in alkoholisiertem Zustand geschlagen und schwer verletzt haben. Einbeck war seinem Schwager Theis Schnorrenberg zu Hilfe gekommen, der zunächst mit Maria Scherers, seiner Schwiegermutter, mit der er schon länger wegen des Heiratspfennigs seiner Frau uneinig war, gestritten hatte und schließlich mit Johann Duir dem Älteren, dem Vater von Maria Scherers zweitem Mann (Johann Duir dem Jüngeren), aneinandergeraten war.
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Anspruch auf Entschädigung wegen Realinjurien. In erster Instanz waren dem Wilhelm Einbeck 300 Goldgulden zugesprochen worden, die Johann Duir, Adam Clevisch (Klefisch), Johann Depen und Michael Thumb zu zahlen hatten (je 75 Gulden). Im Anschluß an eine Hochzeitsfeier sollen sie den Appellaten bei einem Streit in alkoholisiertem Zustand geschlagen und schwer verletzt haben. Einbeck war seinem Schwager Theis Schnorrenberg zu Hilfe gekommen, der zunächst mit Maria Scherers, seiner Schwiegermutter, mit der er schon länger wegen des Heiratspfennigs seiner Frau uneinig war, gestritten hatte und schließlich mit Johann Duir dem Älteren, dem Vater von Maria Scherers zweitem Mann (Johann Duir dem Jüngeren), aneinandergeraten war.
AA 0627, 1417 - D 739/1861
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1606 - 1615 (1601 - 1608)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Duir (Durs, Dhurs, Dheur) Düren, (Bekl.) Beklagter: Wilhelm Einbeck, Düren, (Kl.), als Interessent Johann Wilhelm, Herzog von Jülich, Kleve und Berg Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Conrad Lasser 1606 Prokuratoren (Bekl.): Für Wilhelm Einbeck: Dr. Johann Pistorius 1606 - Für Herzog Johann Wilhelm: Dr. Andreas Pfeffer [1602] 1606 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Hofgericht Düsseldorf 1601 - 2. RKG 1606 - 1615 (1601 - 1608) Beschreibung: 2 Bde.; 10 cm, 579 Bl.; Bd. I:1 cm, 46 Bl., lose; Q 1 - 4 und 6 - 11; Bd. II: 9 cm, 533 Bl., gebunden; Priora (im Protokoll als Q 5 vorgesehen).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:47 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)