Urkunde 36
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5WV 021B Stift St. Goar Stift St. Goar
Stift St. Goar >> Urkunden
28.1.1507
Regest: Der Offizial der Koblenzer Kurie bezeugt, dass er gegen Jakob Klockner, Peter Hertlen, Peter Kern, Nachfolger Anton Phyffers, Agathe Witwe Hermann Blumelincks, die Erben Peter Hermans, die Erben Peter Schurgeß, die Erben Paul Hoenstey und die Erben Anton Kremerß auf Betreiben des Dechanten und Kapitels des Stifts St.Goar vorgegangen sei und die Angeschuldigten, obwohl sie exkommuniziert sind, aus ihrem Ungehorsam Vorteil zu ziehen schienen; er habe sie daher vor sich geladen und in Gegenwart der Amtspersonen, Schultheiß, Schöffen und sonstigen einflussreichen Persönlichkeiten zu Niederburg die vorgen. Pfarrkirche und sonstigen kirchlichen Orte, wohin sich die vorgenannten wenden könnten, mit dem Interdikt belegt; er trägt daher dem Plenen in Niederburg auf, die Exkommunikationssentenz auszusprechen und, solange sie sich in der Pfarrkirche aufhalten oder sich in andere kirchliche Orte seiner Pfarrei wenden, bei geöffneten Türen den Gottesdienst einzustellen oder einstellen zu lassen. Dieses Einstellen soll auch 3 Tage nach ihrem Weggang dauern, und zwar so, dass während des Interdikts keine Sakramente da, wo sie sich aufhalten, gespendet werden außer der Taufe und Buße für alle, dem Abendmahl nur für die Kranken, und der Ehe ohne kirchliche Feier und dass kein kirchliches Begräbnis stattfindet. Datum a.d. 1506 more Trewerensi die vicesima octava januarii. Ausf. Perg. Unterschr. v. dem Notar Wilbrordus Meyener. Vollzogen durch C. dominica post Dorothee virginis et martyris (7. Februar). Abh.-Siegel fehlt.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:16 MEZ