Die Bürgermeister und der Rat zu Mainz (Mentz) bekunden: seinerzeit
hatte Johann Graf von Sp. Diener und Söldner der Stadt gefangen in der
Sache, als er die Freunde derer von Köln (Collen) und Aachen (Achin) fing
und niederwarf. Die von Mainz hatten dagegen des Grafen gleichnamigen Sohn
mit Dienern gefangen und bekümmert. In dieser Sache hat man sich nun
gesühnt. Die Stadt Mainz läßt den Junker Johann von Sp. und seine Diener
Peter von Miehlen (Mieten), Gottfried (Gotzin) von Beckingen (Bickingin),
Knebel Werner Fusten Sohn, Konrad (Cu{o}ntzen) von Steinkallenfels (Steyne),
Johann (Henne) gen. Bruder von Sp., Johann (Henselin) gen. Schilling von
Straßburg (-borg), alle Knappen, sowie Hermann von Aßmannshausen
(Hasemanshusen) und Herbord von Diebach (Dy{e}pach) gegen Urfehde frei. Die
Stadt verspricht, sich nicht zu rächen; wird ein anderer in dieser Sache des
Grafen Feind, soll die Stadt gegen diesen tun, was in ihrer Macht steht.
Zieht aber der Römische Kaiser deswegen gegen den Grafen und bittet die
Stadt um Hilfe, behält sich diese die Entscheidung vor. Dies gilt auch
umgekehrt. Die gefangenen Diener der Stadt haben dem Grafen Urfehde
geschworen: Hune von Saulheim (Sauwelnh.), Setzepant, Konrad (Cu{o}ntzechin)
von Gau-Bickelheim (Bicckinheym), Hermann Morechin, Werner zum Stalle, Jakob
(Jekel) Snyder, Heinrich (Heyntze) Schafrude, Peter Waldinhuser, Heinrich
(Heyntze) Korndrescher, sein Bruder Johann (Henne), Hetzel, Peter (Pedirman)
zum Rosendal und Beyher. Die Aussteller siegeln mit dem
Stadtsiegel.