NL Georg Stolz (Bestand)
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E 10/93
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 10 - Nachlässe >> E 10/93 - Nachlass / Georg Stolz
Geb. 2.2.1928 in Fürth /Bay., Sohn von Ludwig Lothar Josef Stolz, Stadtinspektor, und Wilhelmine geb. Zürl; gest. 31.3.2011 in Fürth/ Bay. begraben auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg (Grab Johannis D 19a); verh. mit Hildegard Stolz, geb. MüllerWohnungen: Fürth, Ruhsteinweg 16 (Eltern); Fürth, Kuckucksweg 6 (Eigenheim); Büro: Architekten Stolz und Steuerlein, Lorenzer Platz 10Zum Lebensweg: Aufgewachsen in Fürth, im Zweiten Weltkrieg beim Reichsarbeitsdienst und ab Dezember 1943 als Luftwaffenhelfer eingesetzt; 1947 Abitur am Hardenberg-Gymnasium Fürth (damals Knaben-Oberrealschule an der Kaiserstraße in Fürth, Hochbaupraktikum (13 Monate) mit Abschluss als Maurergeselle; Architektur-Studium 1948-1951 am Georg-Simon-Ohm-Polytechnikum Nürnberg mit Abschluss Diplomingenieur. Im Anschluss freiberufliche Tätigkeit als Architekt, später im Büro Steuerlein und Stolz. Ab Zunächst Wirken unter Baumeister Julius Lincke an Sakralbauten, 1953 Bauleitung beim Wiederaufbau Lorenzkirche, Kirchenbaumeister St. Lorenz und St. Sebald; Stadtheimatpfleger 1983-2004; Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Nürnberg im Bereich Architektur. Auszeichnungen u.a. mit Bundesverdienstkreuz am Bande 1977. Mitwirkung in zahlreichen Vereinen: u.a. Gesellschaft für Familienforschung, Altstadtfreunde, Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg, Verein zur Erhaltung der St. Lorenzkirche e. V.; Mitarbeit beim 1999 vom Stadtarchiv herausgegebenen Stadtlexikon. 1993 ging Stolz in den Ruhestand. Im Nachruf von Hartmut Voigt heißt es: "Ein Fürther, der die Nürnberger beeindruckte."Zum Bestand:Der erste Teil des Nachlasses (dem StadtAN im Juni 2004 von Georg Stolz übergeben) enthielt Fotos zum Wiederaufbau der Nürnberger Burg (Kaiserstallung, Luginsland; Fünfeckturm, Fahrradhalle und Grabenturm) sowie ein Bundesadler in Bronze, einige Fotoalben und eine ungenutzte gusseiserne Maske vom Tugendbrunnen. Weitere Abgaben erfolgten 2011 durch die Witwe Hilde Stolz. Umfangreich sind die Karteikartensammlungen zu Personen, Orten, Zeitungsartikeln (Nr. 15 - 40) und die Diasammlung (Nr. 41 - 999). Zumeist ist eine alphabetische Ordnung eingehalten. Weiterhin ist die Sammlung zur Stadtheimatpflege sehr detailliert und aufschlussreich, entstammt sie doch der Zeit des Wiederaufbaus, besonders der Altstadt, mit richtungsweisenden Entscheidungen. Auch die Prozesse bei der Frage der Bebauung des Augustinerhofs fallen in diese Zeit, sowie Nutzung des Reichsparteitagsgeländes. Diverse Wettbewerbe sind dokumentiert. Schwerpunkt des Interesses sind sakrale Bauten, insbesondere St. Lorenz. Seine Studien zur Konstruktion sakraler Kunstwerke, Anwendung des Goldenen Schnittes, sind von Bedeutung. Die gesammelten Materialien gehen bis in seine Studienzeit zurück. Im Ruhestand gewann dann seine akribische Forschung an genealogischen Fragen und der Heraldik die Oberhand. Das Material wäre ausreichend, um ein Werk zu den in St. Lorenz vorzufindenden Wappen zu erstellen. Seine Fürther Heimat kommt auch im NL nicht zu kurz: Zeitungsartikel, sowie zahlreiche Dokumente zum Beispiel zum Burgfarrnbacher Schloss und der Kirche sind zu finden, an deren Um-und Wiederaufbau, sowie Erweiterung er auch als Architekt beteiligt war.Im NL befinden sich auch Dokumente von dem älteren Bruder Ludwig Stolz (1961 für tot erklärt), insbesondere Feldpost aus seiner Zeit bei der Luftwaffe in Norwegen.4 Tonbänder - davon eines irreparabel beschädigt - (ehemals E 10/93 Nr. 1329) mit Mitschnitten des Vergabeausschusses wohl aus den 1980er Jahren (alle undatiert, unbeschriftet) wurden aufgrund der Überlieferungsredundanz mit den Protokollen in C 85 kassiert.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ