Kläger: Gebrüder Brentano, Kaufleute in Hamburg, Salomon Lefmann Herz in Hamburg, in Vollmacht der Herz Witwe Söhne, Johann Heinrich Mathiesen, Kaufmann in Altona, und Johann Gottlob Ischler, Kaufmann in Altona, in Vollmacht der Johann Christoph Klaembt Witwe Söhne in Landshut, als Gläubiger der fallierten Firma Seyler & Tillemann (Beklagter).- Beklagter: Lt. Daniel Jencquel und die Kaufleute Diederich Philipp Lohmann und Johann Mathias Hasse in Hamburg als curatores bonorum der Firma Seyler & Tillemann (Kläger) und als Nebenbeklagte die Bürgen und Übernehmer der Seyler und Tillemann'schen Masse Otto Henry Knorre, Jakob Mumsen Witwe & Kompagnons und Johann Diodati in Hamburg sowie der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis; Auseinandersetzung um die Amtsführung der curatores bonorum für die mit drei Millionen Mark Banko bankrott gegangene Firma Seyler & Tillemann; von den Klägern als Gläubigern behauptetes Verschweigen von Teilen der Fallitmasse (u.a. Silber-Affinerie in Wandsbek) durch die Beklagten
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Kläger: Gebrüder Brentano, Kaufleute in Hamburg, Salomon Lefmann Herz in Hamburg, in Vollmacht der Herz Witwe Söhne, Johann Heinrich Mathiesen, Kaufmann in Altona, und Johann Gottlob Ischler, Kaufmann in Altona, in Vollmacht der Johann Christoph Klaembt Witwe Söhne in Landshut, als Gläubiger der fallierten Firma Seyler & Tillemann (Beklagter).- Beklagter: Lt. Daniel Jencquel und die Kaufleute Diederich Philipp Lohmann und Johann Mathias Hasse in Hamburg als curatores bonorum der Firma Seyler & Tillemann (Kläger) und als Nebenbeklagte die Bürgen und Übernehmer der Seyler und Tillemann'schen Masse Otto Henry Knorre, Jakob Mumsen Witwe & Kompagnons und Johann Diodati in Hamburg sowie der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis; Auseinandersetzung um die Amtsführung der curatores bonorum für die mit drei Millionen Mark Banko bankrott gegangene Firma Seyler & Tillemann; von den Klägern als Gläubigern behauptetes Verschweigen von Teilen der Fallitmasse (u.a. Silber-Affinerie in Wandsbek) durch die Beklagten
211-2_B 58 Teil 1
B 3918
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> B
1756-1773
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Lt. Ferdinand Wilhelm Brandt (senior). Beklagter: Dr. Johann Albert Ruland (1767), Dr. Johann Philipp Gottfried von Gülich (1772). Nebenbeklagter: Lt. Lukas Andreas von Bostell.- Instanzen: 1. (Rat 1765). 2. Reichskammergericht 1767-1773 (1765-1773).- Darin: Vertrag von 1763 über den Verkauf der Gärten samt Orangerie auf der langen Reihe und der Koppel in St. Georg durch Abel Seyler und Hinrich Christian Olde an Hans Olde (Quadrangel 27); Zeugenaussage von 1766 über Reitstall, Kutschen und Pferde der Herren Seyler und Tillemann (Quadrangel 29); Bericht von 1765 des Hans Friedrich Caspar Ibenthal, Buchhalter bei Seyler & Tillemann, und des Anwalts der Kläger über die betrügerischen Geschäfte (u.a. "Wechsel-Reiterei") und den Lebensstil der Inhaber der Firmen Müller & Seyler und Seyler & Tillemann (Quadrangel 30); Aufstellungen über die Fallitmasse und Forderungen der Gläubiger der Firma Seyler & Tillemann aus den Jahren 1764-1770; Auszüge aus den Protokollen von 1763-1765 der Kommission für die Fallitsachen Seyler & Tillemann und Hinrich Christian Olde mit Listen der Gläubiger (u.a. Caspar Voght, Johann Schuback, Johann Berenberg); Bilanz-Übersicht von 1763 der bankrott gegangenen Firma Gebrüder Neufville in Amsterdam; Abrechnung von 1762 der curatores bonorum über ihre Aufwendungen; Beschwerden der Gläubiger an das Kollegium der Oberalten 1765 und 1766 wegen Verletzung der Vorschriften der Neuen Falliten-Ordnung; Auszug aus dem Appellations-Libell für den Prozess der Beklagten gegen die curatores bonorum der Firma Bade & Eimbcke in Hamburg vor dem Reichskammergericht 1765; Urteil des Reichskammergericht von 1756 in dem Prozess der Gerhard und Anton Reinhard Schott gegen Goedert Rolffs und Rudolph Neuendahl über die Inventarisation von Nachlässen (Quadrangel 63).
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11050 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:57 MEZ