Kardinal Antonio Pucci (Antonius sanctorum quatuor coronatorum presbyter cardinalis) bevollmächtigt den Propst des Klosters St. Jakob auf dem Coudenberg in Brüssel im Namen des Papstes, den Dekan der Kollegiatskirche St. Petri in Löwen in der Diözese Lüttich und den Bremer Offizial, den Bremer Scholaren Christoph von Oldenburg auf seine Bitte hin vom Makel der unehlichen Geburt freizusprechen, damit er Priester werden kann und zur Bekleidung höherer geistlicher Pfründen befähigt ist. 1539 April 12 (ii. idus Aprilis)
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Kardinal Antonio Pucci (Antonius sanctorum quatuor coronatorum presbyter cardinalis) bevollmächtigt den Propst des Klosters St. Jakob auf dem Coudenberg in Brüssel im Namen des Papstes, den Dekan der Kollegiatskirche St. Petri in Löwen in der Diözese Lüttich und den Bremer Offizial, den Bremer Scholaren Christoph von Oldenburg auf seine Bitte hin vom Makel der unehlichen Geburt freizusprechen, damit er Priester werden kann und zur Bekleidung höherer geistlicher Pfründen befähigt ist. 1539 April 12 (ii. idus Aprilis)
NLA OL, Best. 20, Urk Nr. 381
Best. 20 Landesachen
NLA OL, Best. 20 Grafschaft Oldenburg
Grafschaft Oldenburg >> 1 Urkunden >> 1.1 Grafschaft Oldenburg
- 12.04.1539
Enthält: Ausfertigung, lat., Pergament, 24 x 38 cm, Plica: 4 cm; aus der Rückseite Rostflecken von der Siegelkapsel. - Rückvermerke: Rubrik (17. Jh.), Datumsangaben; Registratursignatur "No. 373 (432)". - Siegel: ja, Anzahl 1 (nur leere Blechkapsel, spitzoval, enthaltenes Siegel laut Hinweis in Urk Nr. 397 ehemals aus rotem Wachs: "rubea cera"), 7,5 cm; zahlreiche Vermerke verso, auf und unter der Plica sowie recto am Rande oben, links und rechts. - Regest beiliegend. - Abschrift und Regest: Slg 80 Best. 296 Nr. 2-5 S. 361-364. - Druck: OUB 3, Nr. 687 (Regest mit Transkription). - Vgl. Best. 20 Urk Nr. 397, 411. Hinweise: 1. Der junge Christoph ist der uneheliche Sohn des gleichnamigen Grafen. 2. Den auf Grundlage dieser Vollmacht vom Bremer Offizial 1541 erteilten Dispens siehe unter Urk Nr. 397. 3. Unter der Plica links Unterschriften von P. de Pamphiliis und Phi. Jerinus, auf der Plica rechts Hect. Vuydattus und mittig A. de Villanova. Nach dem Repertorium Officiorum Romanae Curiae von Thomas Frend handelt es sich um den Pönitentiarieschreiber Pamphilus de Pamphiliis (1519 belegt), Jerinus und Vuydattus sind nicht verzeichnet. Zu den Personen vgl. Best. 20 Urk Nr. 380. Papsturkunde (nichtpäpstlich)
Verzeichnung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:09 MESZ