1.Notarielles Instrument, inhaltlich dessen in Gegenwart des Abts Engelbert Bischop aus Köln ("Coillen") Dietrich Nabur, Profess-Bruder ("donait broider"), ("Backmeister") und ("Schoenmeister") des Klosters Kamp unter seinen Söhnen Heinrich Nabur, Vicar zu Rheinberg ("Berck"), Jacob Nabur, Mönch und Klosterbruder zu Kamp und Hermann Nabur, Bürger zu Rheinberg das gesamte Erbe, Mobilien, Immobilien und Renten, wie solches ihm nach dem Tod seiner Gattin Bela von Loe ("van Loe") und von deren verstorbenen Vater Jacob von Loe und Byllas von Oy ("van oy") selig, zufallen muss, also teilt, dass Heinrich Nabur 3 Morgen Land, vor Rheinberg bei dem Krankenhaus ("sieckhuyss") 1 Garten, vor dem Hasseler Tor, 2 Morgen Land bei Rheinberg an der Kamper Mühle, 2 Morgen Land in dem Gart ("yngen gart") und 1 Garten vor dem Xantener Tor belegen, nebst einer Erbrente von jährlich 1 Gulden von der neben dem Haus seines Bruders Hermann belegenen Bleiche und einer gleichen von jährlich 6 Malter Roggen von dem Hof Johann Louwmans zu Lintfort ("lyntfoirt"), dass Jacob Nabur das elterliche Wohnhaus am Markt zu Rheinberg belegen, den Dyckschen Hof zu Bockholt ("boecholt"), nementlicken op den Eynindertichsten daich des maentz Januarij toe eynre uren nae myddaighe off om den trynt pausdomps des alre heilichste in gade onsz vaders heren heren Iylij van gottlicken voirsickticheit pauvs des andern in synen iersten Iairen. 2. dessen Hälfte Dietrich Nabur zubehört und von diesem bei seinem Profess dem Kloster zugebracht worden und eine Erbrente von jährlich 3 Rheinischen Gulden aus einem Jakob Berckerfort zu gehörigen oberhalb der Niep (over die nyep") belegenen Wiese, dass Hermann Nabur, der älteste Bruder, das an dem Hasseler Tor belegen Wohnhaus des verstorbenen Großvaters Jakob von Loe mit zugehöriger Bleiche, einem vor demselben Tor belegenen Garten, eine Erbrente von jährlich 4 Malter Roggen von Heinrich Jenß aus dem sogenannten alten Feld bei Kamp zu entrichten, eine gleiche von jährlich 5 Fuß (vait) Roggen, von Peter Hanssen an der Brücke hinter Kamp wohnend, zu liefern, weiter 4 Morgen Land "auf dem Petken" bei Rheinberg und 3 Morgen Land in dem Gart gelegen, Leibgewinnsgut des Klosters Kamp, empfängt, wobei die Brüder gleichzeitig das von Byllas von Oy, Brüder Moey hinterlassene Erbe, nämlich 3. die Hälfte der 4 Malter Roggen von Heinrich Jenß, die Hälfte der 3 Gulden von Jakob Berckerfort, die Hälfte der sämtlichen Hausmobilien teilen und dafür auf die Hälfte der 100 Gulden Erbrente aus dem Hof Hrommörs, 1 Goldgulden Erbrente aus dem Haus des Bernhard Tacken, nur 1/2 Goldgulden Erbrente aus dem Haus Hoffwegen, beide in der Xantener Straße belegen, behufs Stiftung einer Memorie verzichten. Notarielle Zeugen: Johann Wolff und Johann Boyztein aus Xanten. Geschiet in dat cloister Camp op der Abdien in der wynter kamer in dem kerspell van Repelar gelegen in den iairen onss heren etc.