Landtag von Württemberg-Baden: Allgemeine Verwaltung (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, LA 1/401
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Landtag seit 1945 >> Landtag von Württemberg-Baden >> Verwaltung
1945-1955
Überlieferungsgeschichte
Der Bestand umfasst Archivgut zur allgemeinen Verwaltung des Landtags, das seit den 1970er Jahren im Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Auftrag des Landtags von Baden-Württemberg verwahrt worden ist (Bestand P 15). Im November 2015 ging es in die Zuständigkeit des Landesarchivs über und wurde durch Ablieferungen der Landtagsverwaltung im Mai 2016 ergänzt.
1. Überlieferungs- und Behördengeschichte: Der Bestand LA 1/401 vereint Unterlagen, die die allgemeine Verwaltung des Landtags von Württemberg-Baden betreffen. Er entstand aus einem Teil des Archivguts, das seit den 1970er Jahren im Hauptstaatsarchiv Stuttgart für das Parlamentsarchiv verwahrt worden ist (Bestand P 15) und 2015 in die Zuständigkeit des Landesarchivs überging. Eine Ergänzung erfuhr der Bestand im Mai 2016 durch zwei kleine Ablieferungen der Abteilung II der Landtagsverwaltung. Grundlage für die Schaffung des Bestandes war die Neugliederung der vom Landtagsarchiv nachträglich angelegten Ablagestruktur, die in den Bereichen "Präsidium, Verwaltung" die Unterlagen unterschiedlicher Verwaltungseinheiten der Landtage von Württemberg-Baden und Baden-Württemberg vereinte. Diese Ordnung wurde durch eine Beständetektonik ersetzt, die einen gezielten Zugriff auf beide Landtage und die darunter liegenden zentralen Organisationseinheiten ermöglicht. Hierbei fand eine Zusammenführung des für die allgemeine Verwaltung überlieferten Archivguts im vorliegenden Bestand und eine Zuweisung zur Beständeuntergruppe "Verwaltung" statt. Über die allgemeine Verwaltung des Landtags ist lediglich bekannt, dass er im 2. Württembergisch-Badischen Landtag 17 Mitarbeiter umfasste - darunter drei Beamte, elf Angestellte und drei Arbeiter -, die reguläre Verwaltungsaufgaben wahrnahmen und Gesamtübersichten über die Arbeit des Landtags pflegten.
2. Inhalt und Bearbeitung: Der Bestand umfasst Unterlagen, die in den Bereich der regulären Verwaltungsaufgaben fallen. Sie betreffen die räumliche Unterbringung des Landtags im Theatersaal des Hauses der Stiftung Arbeiterheim (Eduard-Pfeiffer-Haus) in der Heusteigstraße 45, das bis zum Bezug des eigens errichteten Landtagsgebäudes im Jahr 1961 dem Plenum als Notunterkunft diente. Die Überlieferung verdeutlicht die angespannte Raumsituation der Nachkriegszeit, die die Suche nach einer passenden Unterbringung des Landtags deutlich erschwerte und letztlich nicht widerstandslos verlaufen ließ. Die jüngsten Ablieferungen der Landtagsverwaltung enthalten auch Vorarbeiten zum Handbuch des 2. Württembergisch-Badischen Landtags, deren Drucklegung zunächst durch die Erarbeitung einer neuen Geschäftsordnung zurückgestellt und letztendlich durch die Entscheidung über die Schaffung des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg hinfällig wurde. Hinzu kamen auch Haushaltsplanentwürfe, ein Geschäftsverteilungsplan und eine Übersicht über die Stellenbesetzung im Landtag. Da die Ablage der Unterlagen nicht nach Aktenplan erfolgte, orientiert sich die Klassifikation an ihrem jeweiligen Themengebiet. Wie die Überlieferung zur allgemeinen Verwaltung des Landtags in das ehemalige Landtagsarchiv gelangte und welche Auswahl zu ihrem jetzigen Überlieferungsstand führte, ist nicht bekannt. Eine nachträgliche Bewertung im Hauptstaatsarchiv fand nicht statt. Die jüngeren Ablieferungen wurden innerhalb der mit der allgemeinen Verwaltung betrauten Abteilung II des Landtags im Haus der Abgeordneten, teils in einem Kellerraum gemeinsam mit anderem Altregistraturgut, teils in einem Mitarbeiterbüro, verwahrt. Bei der Erschließung durch Sophia Scholz wurde die ursprüngliche Nummerierung der Boxen, wie sie durch das ehemaligen Landtagsarchivs vorgenommen worden war, als Vorsignatur dokumentiert. Bei den später hinzugekommenen Unterlagen fand ein Vermerk des jeweiligen Zugangs statt. Insgesamt umfasst der Bestand 12 Büschel. Nach der von Peter Burkhardt vorgenommenen Verpackung beträgt der Gesamtumfang 0,08 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im August 2016 Regina Grünert
3. Literaturhinweise: Geschäftsbericht des Präsidenten des Zweiten Württembergisch-Badischen Landtags (Beilage 1147, ausgegeben am 24. Mai 1952). Handbuch für den Württ.-Bad. Landtag. Stuttgart 1947. Matzke, Judith: Der Landtag von Württemberg-Baden in Stuttgart, in: Landschaft, Land und Leute. Politische Partizipation in Württemberg 1457-2007. Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart und des Landtags von Baden-Württemberg. Stuttgart 2007, S. 63-66. Sauer, Paul: Der Landtag von Württemberg-Baden, in: Von der Ständeversammlung zum demokratischen Parlament. Die Geschichte der Volksvertretungen in Baden-Württemberg. Hrsg. v. der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Stuttgart 1982, S. 249-269.
Der Bestand umfasst Archivgut zur allgemeinen Verwaltung des Landtags, das seit den 1970er Jahren im Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Auftrag des Landtags von Baden-Württemberg verwahrt worden ist (Bestand P 15). Im November 2015 ging es in die Zuständigkeit des Landesarchivs über und wurde durch Ablieferungen der Landtagsverwaltung im Mai 2016 ergänzt.
1. Überlieferungs- und Behördengeschichte: Der Bestand LA 1/401 vereint Unterlagen, die die allgemeine Verwaltung des Landtags von Württemberg-Baden betreffen. Er entstand aus einem Teil des Archivguts, das seit den 1970er Jahren im Hauptstaatsarchiv Stuttgart für das Parlamentsarchiv verwahrt worden ist (Bestand P 15) und 2015 in die Zuständigkeit des Landesarchivs überging. Eine Ergänzung erfuhr der Bestand im Mai 2016 durch zwei kleine Ablieferungen der Abteilung II der Landtagsverwaltung. Grundlage für die Schaffung des Bestandes war die Neugliederung der vom Landtagsarchiv nachträglich angelegten Ablagestruktur, die in den Bereichen "Präsidium, Verwaltung" die Unterlagen unterschiedlicher Verwaltungseinheiten der Landtage von Württemberg-Baden und Baden-Württemberg vereinte. Diese Ordnung wurde durch eine Beständetektonik ersetzt, die einen gezielten Zugriff auf beide Landtage und die darunter liegenden zentralen Organisationseinheiten ermöglicht. Hierbei fand eine Zusammenführung des für die allgemeine Verwaltung überlieferten Archivguts im vorliegenden Bestand und eine Zuweisung zur Beständeuntergruppe "Verwaltung" statt. Über die allgemeine Verwaltung des Landtags ist lediglich bekannt, dass er im 2. Württembergisch-Badischen Landtag 17 Mitarbeiter umfasste - darunter drei Beamte, elf Angestellte und drei Arbeiter -, die reguläre Verwaltungsaufgaben wahrnahmen und Gesamtübersichten über die Arbeit des Landtags pflegten.
2. Inhalt und Bearbeitung: Der Bestand umfasst Unterlagen, die in den Bereich der regulären Verwaltungsaufgaben fallen. Sie betreffen die räumliche Unterbringung des Landtags im Theatersaal des Hauses der Stiftung Arbeiterheim (Eduard-Pfeiffer-Haus) in der Heusteigstraße 45, das bis zum Bezug des eigens errichteten Landtagsgebäudes im Jahr 1961 dem Plenum als Notunterkunft diente. Die Überlieferung verdeutlicht die angespannte Raumsituation der Nachkriegszeit, die die Suche nach einer passenden Unterbringung des Landtags deutlich erschwerte und letztlich nicht widerstandslos verlaufen ließ. Die jüngsten Ablieferungen der Landtagsverwaltung enthalten auch Vorarbeiten zum Handbuch des 2. Württembergisch-Badischen Landtags, deren Drucklegung zunächst durch die Erarbeitung einer neuen Geschäftsordnung zurückgestellt und letztendlich durch die Entscheidung über die Schaffung des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg hinfällig wurde. Hinzu kamen auch Haushaltsplanentwürfe, ein Geschäftsverteilungsplan und eine Übersicht über die Stellenbesetzung im Landtag. Da die Ablage der Unterlagen nicht nach Aktenplan erfolgte, orientiert sich die Klassifikation an ihrem jeweiligen Themengebiet. Wie die Überlieferung zur allgemeinen Verwaltung des Landtags in das ehemalige Landtagsarchiv gelangte und welche Auswahl zu ihrem jetzigen Überlieferungsstand führte, ist nicht bekannt. Eine nachträgliche Bewertung im Hauptstaatsarchiv fand nicht statt. Die jüngeren Ablieferungen wurden innerhalb der mit der allgemeinen Verwaltung betrauten Abteilung II des Landtags im Haus der Abgeordneten, teils in einem Kellerraum gemeinsam mit anderem Altregistraturgut, teils in einem Mitarbeiterbüro, verwahrt. Bei der Erschließung durch Sophia Scholz wurde die ursprüngliche Nummerierung der Boxen, wie sie durch das ehemaligen Landtagsarchivs vorgenommen worden war, als Vorsignatur dokumentiert. Bei den später hinzugekommenen Unterlagen fand ein Vermerk des jeweiligen Zugangs statt. Insgesamt umfasst der Bestand 12 Büschel. Nach der von Peter Burkhardt vorgenommenen Verpackung beträgt der Gesamtumfang 0,08 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im August 2016 Regina Grünert
3. Literaturhinweise: Geschäftsbericht des Präsidenten des Zweiten Württembergisch-Badischen Landtags (Beilage 1147, ausgegeben am 24. Mai 1952). Handbuch für den Württ.-Bad. Landtag. Stuttgart 1947. Matzke, Judith: Der Landtag von Württemberg-Baden in Stuttgart, in: Landschaft, Land und Leute. Politische Partizipation in Württemberg 1457-2007. Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart und des Landtags von Baden-Württemberg. Stuttgart 2007, S. 63-66. Sauer, Paul: Der Landtag von Württemberg-Baden, in: Von der Ständeversammlung zum demokratischen Parlament. Die Geschichte der Volksvertretungen in Baden-Württemberg. Hrsg. v. der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Stuttgart 1982, S. 249-269.
12 Büschel (0,08 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ