Dr. Georg Ehinger genannt Österreicher und seine Ehefrau Anna Kopprell stiften für sich, Hermann Hecht, ihre Eltern, Elisabeth Kopprell, alte Meisterin im Sammlungskloster ("in der Samplung") in Ulm [abgegangen, Bereich Frauenstraße 22-26], und Agnes Bischof, Witwe des Ulrich Senglin, einen Jahrtag im Franziskanerkloster ("der Barfu/o/szen") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150]. Dafür haben sie den Franziskanern von den 1,5 rheinischen Gulden, die ihnen jährlich als Zins vom Garten des Ulmer Bürgers Konrad Mayer in Ulm vor dem Herdbruckertor [abgegangen, Donaustraße, Bereich östlich Herdbruckerstraße 30, Lagerbuch Nr. 1/3] gegenüber von St. Johann zwischen Gärten der Günzburgerin und des Ambrosius Neithardt gefallen, 1 rheinischen Gulden übergeben. Davon sollen diese den Jahrtag jedes Jahr um den 24. Juni ("vff sant Johanns tage zu/o/ sunnwenden") feierlich mit Vigil, Seelmesse und brennenden Kerzen in ihrem Kloster begehen. Den Termin für die Feier des Jahrtags sollen sie dem Kaplan am Ehingeraltar im Dominikanerkloster ("zu/o/ den Predigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] Berthold Schnell mitteilen, damit dieser daran teilnehmen und die ordnungsgemäße Ausführung überwachen kann. Dafür sollen sie ihm 1 böhmischen Groschen als Präsenz geben. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr zur Hälfte an die Pfarrkirchenbaupflege in Ulm und zur Hälfte an den erwähnten Kaplan.

Show full title
Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
Data provider's object view
Loading...