In den Irrungen zwischen der "gemein zu O<e>ffenhausen (Fritz Schurbach, Cuntz Mair, Hans Ploes, Erhart Porell, Hans Schneider, Hans Protingeyer, Veit Mulner, Hirman Plo<e>s, Cuntz Siber) einerseits und "Linhart der bader" daselbst andernteils sind die Parteien vertragen worden durch Priorin Margaretha Kormireu<e>terin zu Engeltall, amtshalber und anstatt des Pfalzgrafen und Kurfürsten Jorg von Mistelbach, Pfleger zu Altorff, anstatt Herzog Jorgs in Beyern V<e>tz von Kinsperg, Pfleger zu Reicheneck, anstatt Markgrafen Friedrichs Sixt von Seckenndorff, Amtmann zu Schonnberg, vonwegen seiner armen Leute Vlrich Ra<e>tz zu Lautterho<e>ffen, und vonwegen des genannten Baders Pfarrer Jorg Mauer in Offenhau<e>sen samt den Gotteshauspflegern, wie folgt: 1. sollen die Badbesucher, die nur baden, dafür 1 d geben;. 2. soll ein Badbesucher, der badet und schirtt, dafür 3 h geben;. 3. wer badet, schirtt und ko<e>pfft, gibt 2 d;. 4. wer sdchirtt und nicht ko<e>pfft, gibt 3 h;. 5. wer ko<e>pfft und nicht schirtt, gibt 3 h;. 6. Kinder unter 10 Jahren haben freien Zutritt;. 7. soll der Bader am Samstag als Badetag selbst anwesend sein oder die Badstube mit einem Vertreter versehen. Wenn Pfarrer und Gotteshauspfleger den Bader bei Zuwiderhandlungen betreten, sollen sie ihn zugunsten von St. Niclas strafen; falls aber der Bader Neuigkeiten und Beschwerungen einführt, verfällt er demselben Gotteshaus zu O<e>ffenhausen mit 10 Gulden rheinisch. - Der vorliegende Spruchbrief wird auf Ersuchen der Gemein Offenhausen ausgefertigt. - Siegler 1: die Priorin - 2: Jorg von Mistelbach.

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Staatsarchiv Nürnberg