Graf Wilhelm v. Katzenelnbogen und seine Frau Elisabeth errichten mit Einwilligung Graf Eberhards v. Katzenelnbogen und des Gerauer Pastors Diethe...
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B 3 Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft)
Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) >> 1 Findbuch Demandt
Rheinfels 1383 August 29
Ausfertigung Staatsarchiv Darmstadt, Groß-Gerau; moderbeschädigt und aufgez. Die Siegel ab; Kopie (um 1430) Staatsarchiv Marburg, K. Kopiar 411
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Rinfels 1383 ipsa die decollacioni beati Johannis baptiste
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Wilhelm v. Katzenelnbogen und seine Frau Elisabeth errichten mit Einwilligung Graf Eberhards v. Katzenelnbogen und des Gerauer Pastors Diether zu Ehren des Heilgen Geistes und der Heiligen Maria, Anthonius und Wendel und zum Seelenheil für sich, den Grafen Eberhard und dessen Frau Agnes und alle Schwestern, Brüder und Vorfahren ein neues Spital bei ihrem Dorfe Gerau im Mainzer Bistum und statten es mit einem neuen Altar und einer ewigen Messe aus, jedoch unbeschadet der dortigen Pfarrei. Dieser Altar erhält 49 (ane eyn funffczig) Malter ewiger Korngülte, die zwischen dem 15. August und 8. September vom gräflichen Hof in Klein-Gerau fällig sind, und was ihm im anhängenden Transfix (Vgl. Nr. 1765) verschrieben wird. Diese Einkünfte erhält der Kaplan des Altares, der dafür wöchentlich vier Messen lesen soll. Wenn er das nicht tut, auch nicht daselbst wohnen will, ist der Graf nach entsprechender fruchtloser Mahnung berechtigt, einen anderen Priester für diesen Altar zu gewinnen. Der Graf ist mit dem Pastor zu Gerau übereingekommen, damit die, dortige Pfarre nicht beeinträchtigt und der Friede zwischen dem Pfarrer und dem Kaplan erhalten wird, dass die Opfer, die dem Kaplan bei jeder Messe auf den Altar gelegt werden, jedem zur Hälfte gehören sollen. Graf Wilhelm behält sich und seinen Nachkommen Macht und Gewalt über das Spital und das Recht vor, Spitalsmeister zu setzen und den Altar zu verleihen. Ihn soll nur ein Priester oder einer, der binnen Jahresfrist Priester wird, erhalten. Der Graf gelobt für sich und seine Erben, alle diese Punkte zu halten, und siegelt gemeinsam mit seinem Bruder Graf Eberhard und dem Pastor Diether zu Gerau, in dessen Pfarre das Spital liegt
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 1760
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Wilhelm v. Katzenelnbogen und seine Frau Elisabeth errichten mit Einwilligung Graf Eberhards v. Katzenelnbogen und des Gerauer Pastors Diether zu Ehren des Heilgen Geistes und der Heiligen Maria, Anthonius und Wendel und zum Seelenheil für sich, den Grafen Eberhard und dessen Frau Agnes und alle Schwestern, Brüder und Vorfahren ein neues Spital bei ihrem Dorfe Gerau im Mainzer Bistum und statten es mit einem neuen Altar und einer ewigen Messe aus, jedoch unbeschadet der dortigen Pfarrei. Dieser Altar erhält 49 (ane eyn funffczig) Malter ewiger Korngülte, die zwischen dem 15. August und 8. September vom gräflichen Hof in Klein-Gerau fällig sind, und was ihm im anhängenden Transfix (Vgl. Nr. 1765) verschrieben wird. Diese Einkünfte erhält der Kaplan des Altares, der dafür wöchentlich vier Messen lesen soll. Wenn er das nicht tut, auch nicht daselbst wohnen will, ist der Graf nach entsprechender fruchtloser Mahnung berechtigt, einen anderen Priester für diesen Altar zu gewinnen. Der Graf ist mit dem Pastor zu Gerau übereingekommen, damit die, dortige Pfarre nicht beeinträchtigt und der Friede zwischen dem Pfarrer und dem Kaplan erhalten wird, dass die Opfer, die dem Kaplan bei jeder Messe auf den Altar gelegt werden, jedem zur Hälfte gehören sollen. Graf Wilhelm behält sich und seinen Nachkommen Macht und Gewalt über das Spital und das Recht vor, Spitalsmeister zu setzen und den Altar zu verleihen. Ihn soll nur ein Priester oder einer, der binnen Jahresfrist Priester wird, erhalten. Der Graf gelobt für sich und seine Erben, alle diese Punkte zu halten, und siegelt gemeinsam mit seinem Bruder Graf Eberhard und dem Pastor Diether zu Gerau, in dessen Pfarre das Spital liegt
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 1760
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:40 MESZ