Dominikanerkloster Warburg / Akten (Bestand)
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B 612
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.2. Fürstbistum Paderborn >> 1.2.2.3. Stifte und Klöster >> Dominikanerkloster Warburg
1567-1822 (1825)
Geistliche Rechte und Pflichten [13. Jh.] 1567-1784 (5); Grundbesitz und Kapitalien 1578-1822 (1825) (9).
Bestandsgeschichte: Klostergründung 1281 durch den Paderborner Bischof Otto von Rietberg. Endgültige Aufhebung 1824.
Form und Inhalt: Das Dominikanerkloster in Warburg wurde 1281 von Otto von Rietberg, Bischof von Paderborn, gegründet und den Patres die Marienkirche in der Altstadt von Warburg zugewiesen. Nicht zuletzt durch die Tätigkeit der Patres im Schulwesen seit 1628 wurde die Auflösung im Königreich Westphalen noch hinausgeschoben, aber durch preußische Kabinettsordre 1824 doch vollzogen. Das Archiv ist danach nach Minden gekommen, denn das älteste archivische Verzeichnis der Urkunden stammt vom Mindener Archivar von Hatzfeld (A 286, altes Verzeichnis). Die im hiesigen Bestand Alte Repertorien erhaltenen Verzeichnisse des 18. Jahrhunderts (Alte Rep. Nr. 252) weisen einen reichhaltigen Aktenbestand aus. Er umfasste neben geistlichen Gerechtsamen Angelegenheiten des Kapital- und Rechnungswesens sowie Einkünfte. Nach Minden waren kaum Akten gekommen, Reste davon dürften sich im Stadtarchiv Warburg, beim Altertumsverein in Paderborn und im Bischöflichen Archiv in Paderborn erhalten haben. Auch die Handschriften des Klosters, die weitgehend dessen Ruhm ausmachten, sind verstreut, wichtige Teile befinden sich in der Bibliothek St. Albert in Walberberg. Im Staatsarchiv Münster befindet sich nur die Abschrift einer Chronik des Klosters (Msc. VII Nr. 4536 Compendiosa historie de ortu et progressu conventus Warburgensis ord. fratr. Praed.). Philippi verzeichnete 1884 die Urkunden neu und zählte dabei nur drei Nummern an Akten auf, die heute zu dem hiesigen kleinen Aktenbestand zählen. Alle weiteren Akten sind im Laufe der Jahre provenienzgerecht vor allem aus den Beständen der Regerung Minden und des Klosters Abdinghof hierhergelegt worden.
Literatur:
Gottlob, Adolf , Die Gründung des Dominikanerklosters in Warburg, in: Westfälische Zeitschrift 60/II (1902), S. 109-179. Festschrift 700 Jahre Dominikaner in Warburg, Warburg 1981.
Westfälisches Klosterbuch, Bd.2, S. 420ff.
Münster, März 1999 Sagebiel
Bestandsgeschichte: Klostergründung 1281 durch den Paderborner Bischof Otto von Rietberg. Endgültige Aufhebung 1824.
Form und Inhalt: Das Dominikanerkloster in Warburg wurde 1281 von Otto von Rietberg, Bischof von Paderborn, gegründet und den Patres die Marienkirche in der Altstadt von Warburg zugewiesen. Nicht zuletzt durch die Tätigkeit der Patres im Schulwesen seit 1628 wurde die Auflösung im Königreich Westphalen noch hinausgeschoben, aber durch preußische Kabinettsordre 1824 doch vollzogen. Das Archiv ist danach nach Minden gekommen, denn das älteste archivische Verzeichnis der Urkunden stammt vom Mindener Archivar von Hatzfeld (A 286, altes Verzeichnis). Die im hiesigen Bestand Alte Repertorien erhaltenen Verzeichnisse des 18. Jahrhunderts (Alte Rep. Nr. 252) weisen einen reichhaltigen Aktenbestand aus. Er umfasste neben geistlichen Gerechtsamen Angelegenheiten des Kapital- und Rechnungswesens sowie Einkünfte. Nach Minden waren kaum Akten gekommen, Reste davon dürften sich im Stadtarchiv Warburg, beim Altertumsverein in Paderborn und im Bischöflichen Archiv in Paderborn erhalten haben. Auch die Handschriften des Klosters, die weitgehend dessen Ruhm ausmachten, sind verstreut, wichtige Teile befinden sich in der Bibliothek St. Albert in Walberberg. Im Staatsarchiv Münster befindet sich nur die Abschrift einer Chronik des Klosters (Msc. VII Nr. 4536 Compendiosa historie de ortu et progressu conventus Warburgensis ord. fratr. Praed.). Philippi verzeichnete 1884 die Urkunden neu und zählte dabei nur drei Nummern an Akten auf, die heute zu dem hiesigen kleinen Aktenbestand zählen. Alle weiteren Akten sind im Laufe der Jahre provenienzgerecht vor allem aus den Beständen der Regerung Minden und des Klosters Abdinghof hierhergelegt worden.
Literatur:
Gottlob, Adolf , Die Gründung des Dominikanerklosters in Warburg, in: Westfälische Zeitschrift 60/II (1902), S. 109-179. Festschrift 700 Jahre Dominikaner in Warburg, Warburg 1981.
Westfälisches Klosterbuch, Bd.2, S. 420ff.
Münster, März 1999 Sagebiel
14 Akten.; 14 Akten (4 Kartons), Findbuch B 612 mit Index.
Bestand
German
Meinolf Lohrum, Warburg - Dominikaner, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 2, Münster 1994, S. 420-426.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Archival tectonics)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Archival tectonics)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Archival tectonics)
- Dominikanerkloster Warburg (Archival tectonics)
- Dominikanerkloster Warburg / Akten (Archival holding)