Presseverbote auf Grund des Republikschutzgesetzes, Bd. 2
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I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 32
Nr. 20 Bd. 2
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.03 Demokratische Mitwirkung und Mittel zur Sicherung der Republik (1924 - 1934) >> 03.31.03.03 Republik- und Landesschutz (1926 - 1932)
1929 - 1930
Enthält:
- "Schleswig-Holsteinische Tageszeitung" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP 15. März 1922 - 11. Apr. 1922 10. Apr. 1922. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 8 Absatz 1 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines in Nr. 53 veröffentlichten Artikels "Die weißen Juden", bei dem es sich um Beschimpfung Dr. Stresemanns handelt, verboten.
Exemplar vom 2. Mai 1929, Nr. 103.
- "Illustrierter Beobachter" (München); Zeitschrift: NSDAP März 1929 - April 1929. Verbotsgründe: Aufgrund des § 8 Absatz 1 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen in Nr. 12 vorgebrachter republikfeindlicher Äußerungen verboten.
Exemplar der Nr. 12.
- "Altmärkisch-Niedersächsisches Rundschau" Zeitschrift: NSDAP 9. Apr. 1929 - 29. Apr. 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 8 Ziffer 1, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen des Leitartikels der Folge 13 des 2. Jahrgangs: "Wir haben eine Saurepublik, keinen Staat, sondern einen Dreckhaufen", verboten.
2 Exemplare der verbotenen Folge 13 und 1 Exemplar vom 6. November 1930, Folge 261.
- "Tribüne" (Magdeburg); Zeitung: KPD für den Bezirk Magdeburg-Anhalt 6. Mai 1929 - 26. Mai 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4, 8 Ziffer 1, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen des Leitartikels in Nr. 102 vom 3. Mai 1929, "Zörgiebel und die SPD-Führer organisieren die faschistische Blutherrschaft! Arbeitermord in Berlin", verboten.
Exemplar der Nr. 102.
- "Monatszeitung der Werktätigen" (Berlin); Zeitschrift: KPD 7. Mai 1929 - 10. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen einiger in Nr. 18 vom 6. Mai 1929 veröffentlichter Artikel, "der Kampf um die Straße geht weiter", "die Delegierten der Berliner Betriebe", "Reichstreffen des RFB nach Sachsen verlegt", "die Bilanz", verboten.
Exemplar der Nr. 18.
- "Die Rote Fahne" (Berlin); Zeitung: KPD 25. Mai 1929 - 22. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen der in Nr. 104 vom 25. Mai 1929 erschienenen Artikel, "Moskau ist schuld. Erlaubt oder verboten - der Kampf wird fortgesetzt" und "die Wahrheit über den Berliner Blutmai", verboten.
Exemplar der Zeitung Nr. 103 vom 24. Mai, ein Exemplar von Nr. 104 vom 25. Mai und zwei Exemplare der Nr. 105 vom 26. Mai. Zwei Exemplare der 2. und 3. Beilage der Nr. 104.
- "Das Volksecho" (Berlin); Zeitung: KPD 25. Mai 1929 - 22. Juni 1929
18. Juni 1929. Verbotsgründe: Das Volksecho wurde als Kopfblatt der Roten Fahne angesehen und deshalb gleichzeitig mit dieser aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 am 25. Mai 1929 verboten; ohne Exemplar.
- "Die Volkswacht" (Berlin/Stettin); Zeitung: KPD; Kopfblatt der Roten Fahne 25. Mai 1929 - 22. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 des Republikschutzgesetzes zusammen mit der Roten Fahne aus den gleichen Gründen verboten; ohne Exemplar.
- "Klassenkampf" (Halle); Zeitung: KPD für den Bezirk Halle-Merseburg und Beilage "Der Rote Stern" 27. Mai 1929 - 16. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen des in Nr. 110 vom 13. Mai 1929 veröffentlichten Artikels "Bedeutung und Lehren der Berliner Maikämpfe, Thesen für Agitatoren und Propagandisten", verboten.
2 Exemplare der Nr. 110.
- "Der Rote Wähler" (Berlin); Zeitung: KPD 29. Mai 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 21 Absatz 2 und 22 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung verboten, die außerdem als Ersatz für die verbotene Rote Fahne angesehen wurde.
4 Exemplare der Nr. 1 vom 29. Mai 1929.
- "Tribüne" (Magdeburg); Zeitung: KPD für den Bezirk Magdeburg-Anhalt und Beilage "Der Rote Stern" 18. Juni 1929 - 8. Juli 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen der in Nr. 122 vom 16. Juni erschienenen Artikel "Kampf gegen den Krieg strafbar" und "Für die revolutionäre Einheit des Proletariats" verboten.
Exemplare der Nr. 122.
- "Das Landvolk" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP 24. Juni 1929 - 14. Juli 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 8 Ziffer 1 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines in Nr. 85 vom 18. Juni veröffentlichten Artikels "Schleswig-Holsteinische Kämpfer in Sachsen" in dem es heißt: "Das System wird und muß an seiner eigenen Unfähigkeit zugrunde gehen. Was aus Verrat, Lüge und Feigheit geboren ist, kann nicht von Dauer sein." verboten.
1 Exemplar vom 18. Juni und 1 Exemplar vom 24. Juni.
- "Kämpfendes Landvolk" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP 29. Juni 1929. Verbotsgründe: Die Zeitung stellte sachlich einen Ersatz für die verbotene Zeitung "Das Landvolk" dar und wurde deshalb beschlagnahmt.
1 Exemplar vom Juli.
- "Grüne Front" (Itzehoe); Zeitschrift: NSDAP Juni 1929. Verbotsgründe: Die Zeitschrift stellte in Form und Inhalt Ersatz für die verbotene Zeitung "Das Landvolk" dar und wurde deshalb beschlagnahmt.
1 Exemplar der Grünen Front.
- "Die Westküste" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP Juli 1929. Verbotsgründe: Die Westküste stellte einen Ersatz für die verbotene Zeitung das Landvolk dar und wurde deshalb beschlagnahmt.
1 Exemplar der Nr. 17 vom 4. Juli 1929.
- "Schleswig-Holsteinische Tageszeitung" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP 15. März 1922 - 11. Apr. 1922 10. Apr. 1922. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 8 Absatz 1 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines in Nr. 53 veröffentlichten Artikels "Die weißen Juden", bei dem es sich um Beschimpfung Dr. Stresemanns handelt, verboten.
Exemplar vom 2. Mai 1929, Nr. 103.
- "Illustrierter Beobachter" (München); Zeitschrift: NSDAP März 1929 - April 1929. Verbotsgründe: Aufgrund des § 8 Absatz 1 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen in Nr. 12 vorgebrachter republikfeindlicher Äußerungen verboten.
Exemplar der Nr. 12.
- "Altmärkisch-Niedersächsisches Rundschau" Zeitschrift: NSDAP 9. Apr. 1929 - 29. Apr. 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 8 Ziffer 1, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen des Leitartikels der Folge 13 des 2. Jahrgangs: "Wir haben eine Saurepublik, keinen Staat, sondern einen Dreckhaufen", verboten.
2 Exemplare der verbotenen Folge 13 und 1 Exemplar vom 6. November 1930, Folge 261.
- "Tribüne" (Magdeburg); Zeitung: KPD für den Bezirk Magdeburg-Anhalt 6. Mai 1929 - 26. Mai 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4, 8 Ziffer 1, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen des Leitartikels in Nr. 102 vom 3. Mai 1929, "Zörgiebel und die SPD-Führer organisieren die faschistische Blutherrschaft! Arbeitermord in Berlin", verboten.
Exemplar der Nr. 102.
- "Monatszeitung der Werktätigen" (Berlin); Zeitschrift: KPD 7. Mai 1929 - 10. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen einiger in Nr. 18 vom 6. Mai 1929 veröffentlichter Artikel, "der Kampf um die Straße geht weiter", "die Delegierten der Berliner Betriebe", "Reichstreffen des RFB nach Sachsen verlegt", "die Bilanz", verboten.
Exemplar der Nr. 18.
- "Die Rote Fahne" (Berlin); Zeitung: KPD 25. Mai 1929 - 22. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen der in Nr. 104 vom 25. Mai 1929 erschienenen Artikel, "Moskau ist schuld. Erlaubt oder verboten - der Kampf wird fortgesetzt" und "die Wahrheit über den Berliner Blutmai", verboten.
Exemplar der Zeitung Nr. 103 vom 24. Mai, ein Exemplar von Nr. 104 vom 25. Mai und zwei Exemplare der Nr. 105 vom 26. Mai. Zwei Exemplare der 2. und 3. Beilage der Nr. 104.
- "Das Volksecho" (Berlin); Zeitung: KPD 25. Mai 1929 - 22. Juni 1929
18. Juni 1929. Verbotsgründe: Das Volksecho wurde als Kopfblatt der Roten Fahne angesehen und deshalb gleichzeitig mit dieser aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 am 25. Mai 1929 verboten; ohne Exemplar.
- "Die Volkswacht" (Berlin/Stettin); Zeitung: KPD; Kopfblatt der Roten Fahne 25. Mai 1929 - 22. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4 und 21 des Republikschutzgesetzes zusammen mit der Roten Fahne aus den gleichen Gründen verboten; ohne Exemplar.
- "Klassenkampf" (Halle); Zeitung: KPD für den Bezirk Halle-Merseburg und Beilage "Der Rote Stern" 27. Mai 1929 - 16. Juni 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen des in Nr. 110 vom 13. Mai 1929 veröffentlichten Artikels "Bedeutung und Lehren der Berliner Maikämpfe, Thesen für Agitatoren und Propagandisten", verboten.
2 Exemplare der Nr. 110.
- "Der Rote Wähler" (Berlin); Zeitung: KPD 29. Mai 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 21 Absatz 2 und 22 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung verboten, die außerdem als Ersatz für die verbotene Rote Fahne angesehen wurde.
4 Exemplare der Nr. 1 vom 29. Mai 1929.
- "Tribüne" (Magdeburg); Zeitung: KPD für den Bezirk Magdeburg-Anhalt und Beilage "Der Rote Stern" 18. Juni 1929 - 8. Juli 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 7 Ziffer 4, 17 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen der in Nr. 122 vom 16. Juni erschienenen Artikel "Kampf gegen den Krieg strafbar" und "Für die revolutionäre Einheit des Proletariats" verboten.
Exemplare der Nr. 122.
- "Das Landvolk" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP 24. Juni 1929 - 14. Juli 1929. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 8 Ziffer 1 und 21 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines in Nr. 85 vom 18. Juni veröffentlichten Artikels "Schleswig-Holsteinische Kämpfer in Sachsen" in dem es heißt: "Das System wird und muß an seiner eigenen Unfähigkeit zugrunde gehen. Was aus Verrat, Lüge und Feigheit geboren ist, kann nicht von Dauer sein." verboten.
1 Exemplar vom 18. Juni und 1 Exemplar vom 24. Juni.
- "Kämpfendes Landvolk" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP 29. Juni 1929. Verbotsgründe: Die Zeitung stellte sachlich einen Ersatz für die verbotene Zeitung "Das Landvolk" dar und wurde deshalb beschlagnahmt.
1 Exemplar vom Juli.
- "Grüne Front" (Itzehoe); Zeitschrift: NSDAP Juni 1929. Verbotsgründe: Die Zeitschrift stellte in Form und Inhalt Ersatz für die verbotene Zeitung "Das Landvolk" dar und wurde deshalb beschlagnahmt.
1 Exemplar der Grünen Front.
- "Die Westküste" (Itzehoe); Zeitung: NSDAP Juli 1929. Verbotsgründe: Die Westküste stellte einen Ersatz für die verbotene Zeitung das Landvolk dar und wurde deshalb beschlagnahmt.
1 Exemplar der Nr. 17 vom 4. Juli 1929.
Archivale
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Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.08.2025, 1:37 PM CEST
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- Tektonik
- STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 (Archival tectonics)
- Inneres (Archival tectonics)
- Innere und Wohlfahrtsverwaltung (Archival tectonics)
- Ministerium des Innern (Archival holding)
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