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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Halbritter (Rektor), Osiander, Sigwart, Baier, Harpprecht, Magirus, Bocer, Neuffer, Planer, Faber, Burkhard, Ziegler; 1.) Beschluss, ein hzgl. Reskript im Zusammenhang mit dem Druck des neuen württ. Landrechts durch die beiden Gruppenbach und Melchior Breidner zu Schorndorf diesen in Kopie zuzustellen. [UAT 2/7, Bl. 249'f.]; 2.) Beratung der bei der letzten Visitation gerügten Mängel: a) Die vorzeitige Versetzung der Studierenden in die altiores Classes ist laut Stellungnahme des Paedagogarchs wegen des Drängens der Eltern nicht zu vermeiden. b) Im Zusammenhang mit dem gerügten Unterricht in Beredsamkeit und in Geschichte ist Martin Crusius nichts vorzuwerfen jedoch der zunächst durch die Krankheit und nun durch den Tod von Mag. Cellius in den vergangenen Tagen vakante Lehrstuhl für Geschichte schnellstmöglich zu besetzen. c) Dem mangelhaften Fleiß der Studenten und der fehlenden Bereitschaft der privaten Präceptoren die öffentlichen Vorlesungen zu wiederholen wurde entgegengewirkt. d) Die ungenügende Vorbereitungszeit für Opponenten bei philosophischen Disputationen philosophisch Disputation wurde verlängert. e) Weil es keine Hinrichtungen gab, stand der Medizinischen Fakultät kein Leichnam zu anatomischen Zwecken zur Verfügung. f) Beschluss, die Kostherrn vorzuladen und sie aufzufordern, ihre Kostgeld-Tarife zu senken. g) Die Wiederherstellung und der Unterhalt des eingefallenen Burs-Brunnens erfordert hohe Unkosten. h) Stud. Albertus Rosa (Anm. 1), gegen den wegen Unzucht bereits ermittelt wurde und der wieder nach Tübingen gekommen ist, soll inkarzeriert werden. i) Die Apotheker wurden am 26.9.1605 auf Einhaltung der Apotheker-Taxe verpflichtet. j) Der Zuschuss für Huldenreich geht in Ordnung. k) Die Verbreitung der Theorie des Dr. Heß zum "Tertio Saeculo" wurde pflichtgemäß unterbunden. [UAT 2/7, Bl. 250f.]; 3.) Billigung des Entwurfs des Schreibens an den Untervogt wegen der Auseinandersetzungen zwischen dem Hans Spindler gen. Fechthanns, dessen Frau und dessen Schwester Sabina Spindler einerseits und der Magd des Dr. Heß, sowie dem Rektor und dem Untervogt andererseits. [UAT 2/7, Bl. 250'f.]; 4.) Beschluss, eine Untersuchung gegen den Stud. Braunschweiger und Tantschaz wegen ihres schlechten Verhaltens einzuleiten. [UAT 2/7, Bl. 251]; Anm. 1: MUT 17351.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.