Der Edelherr ("nobilis") Konrad von Wildberg teilt dem Würzburger Bischof Manegold [von Neuenburg] mit: Zwischen dem Komtur und den Brüdern der Deutschordenskommende in Münnerstadt ("Munrichstat") auf der einen Seite und dem Ritter Reinhard von Brend auf der anderen Seite war es zu einem Rechtsstreit um Güter in dem Dorf Großwenkheim ("Wegenkeym") gekommen, der vor dem bischöflichen Offizial Magister G[erhard] ausgetragen wurde. Dieser hat dann aber die Parteien zur Entscheidung der Angelegenheit an ihn als den Lehenherrn der strittigen Güter verwiesen. Er hat nun öffentlich erklärt, dass ihm diese Güter aufgrund des freiwilligen Verzichtes des Konrad von Wenkheim, den dieser zu Lebzeiten und im Vollbesitz seiner Kräfte vollzogen hat, heimgefallen sind. Er habe dann diese Güter der Deutschordenskommende in Münnerstadt zu freiem Eigentum geschenkt, wie die von ihm über diese Schenkung ausgestellte Urkunde belegt. Bei dieser Erklärung waren Graf Hermann der Jüngere von Henneberg, Abt, Prior und Kustos des Klosters Bildhausen ("Bilithhusen"), die Ritter Eber[hard] von Maßbach, Jo[hannes] Voit von Salzburg, Gi[so] von Steinau, Ot[to] von Kühndorf, K[onrad] von Schwanfeld, D[ietrich] von Erthal sowie die Münnerstädter Bürger Her[mann] Eckerich, Berthold Prel, [Heinrich] Stezzing und viele andere zugegen. In octava beati Johannis ewangeliste 1289. Aussteller: Konrad von Wildberg. Empfänger: Bischof von Würzburg
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Der Edelherr ("nobilis") Konrad von Wildberg teilt dem Würzburger Bischof Manegold [von Neuenburg] mit: Zwischen dem Komtur und den Brüdern der Deutschordenskommende in Münnerstadt ("Munrichstat") auf der einen Seite und dem Ritter Reinhard von Brend auf der anderen Seite war es zu einem Rechtsstreit um Güter in dem Dorf Großwenkheim ("Wegenkeym") gekommen, der vor dem bischöflichen Offizial Magister G[erhard] ausgetragen wurde. Dieser hat dann aber die Parteien zur Entscheidung der Angelegenheit an ihn als den Lehenherrn der strittigen Güter verwiesen. Er hat nun öffentlich erklärt, dass ihm diese Güter aufgrund des freiwilligen Verzichtes des Konrad von Wenkheim, den dieser zu Lebzeiten und im Vollbesitz seiner Kräfte vollzogen hat, heimgefallen sind. Er habe dann diese Güter der Deutschordenskommende in Münnerstadt zu freiem Eigentum geschenkt, wie die von ihm über diese Schenkung ausgestellte Urkunde belegt. Bei dieser Erklärung waren Graf Hermann der Jüngere von Henneberg, Abt, Prior und Kustos des Klosters Bildhausen ("Bilithhusen"), die Ritter Eber[hard] von Maßbach, Jo[hannes] Voit von Salzburg, Gi[so] von Steinau, Ot[to] von Kühndorf, K[onrad] von Schwanfeld, D[ietrich] von Erthal sowie die Münnerstädter Bürger Her[mann] Eckerich, Berthold Prel, [Heinrich] Stezzing und viele andere zugegen. In octava beati Johannis ewangeliste 1289. Aussteller: Konrad von Wildberg. Empfänger: Bischof von Würzburg
Deutscher Orden Kommende Münnerstadt Urkunden 1289 Januar 3
StA Würzburg: Würzburger Urkunden 82 / 32; Würzburger Urkunden 3355
Deutscher Orden, Kommende Münnerstadt Urkunden 1289 Januar 3
Registratursignatur/AZ: X (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: 18 (18. Jh.)
Registratursignatur/AZ: N. 17 in fasc. 2A lat. 82 cist. W (18. Jh.)
Registratursignatur/AZ: Nro. 17 (19. Jh.)
Deutscher Orden Kommende Münnerstadt Urkunden
Deutscher Orden Kommende Münnerstadt Urkunden >> Einzelregestierung von Urkunden
1289 Januar 3
Pergament
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Siehe Feld: Äußere Beschreibung
Überlieferung: Original
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 359
Vermerke: Inhaltsangaben (15. u. 17./18. Jh.)
Typ: 1289 Januar 3
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg. Siegel: S 1: Konrad von Wildberg; an Pergamentstreifen anhängend, besch. S 2: Kloster Bildhausen, Abt; an Pergamentstreifen anhängend, besch.
Überlieferung: Original
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 359
Vermerke: Inhaltsangaben (15. u. 17./18. Jh.)
Typ: 1289 Januar 3
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg. Siegel: S 1: Konrad von Wildberg; an Pergamentstreifen anhängend, besch. S 2: Kloster Bildhausen, Abt; an Pergamentstreifen anhängend, besch.
Neuenburg, Manegold von, Würzburg, Bischof
Wildberg, Konrad von
Brend, Reinhard von
Gerhard, Würzburg, Offizial
Henneberg, Hermann der Jüngere Graf von
Maßbach, Eberhard von
Voit von Salzburg, Johannes
Steinau, Giso von
Kühndorf, Otto von
Schwanfeld, Konrad von
Erthal, Dietrich von
Eckerich, Hermann, Münnerstadt, Bürger
Prel, Berthold, Münnerstadt, Bürger
Stezzing, Heinrich, Münnerstadt, Bürger
Wenkheim, Konrad von
Würzburg, Bischof
Würzburg, Offizial
Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen), Deutschordenskommende, Komtur
Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen), Deutschordenskommende, Brüder
Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen), Bürger
Großwenkheim (Stadt Münnerstadt/Lkr. Bad Kissingen), Güter
Bildhausen (Stadt Münnerstadt/Lkr. Bad Kissingen), Kloster, Abt
Bildhausen (Stadt Münnerstadt/Lkr. Bad Kissingen), Kloster, Prior
Bildhausen (Stadt Münnerstadt/Lkr. Bad Kissingen), Kloster, Kustos
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 09:56 MESZ
Hierarchie
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