Interview mit Marielle Metzger über Ludwig Metzger (Teil 1)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 A130067/111
J 25_G022_055
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente >> Tondokumente >> Interviews
1. Juli 1979
Enthält:
Interview von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, mit Marielle Metzger, der Schwester von Ludwig Metzger, Mitautor des Drehbuchs für den Film "Jud Süß":
Drehbuch für den Stummfilm "Peter der Große" mit Emil Jannings im Jahr 1922. "Sein Verhängnis war der Film `Jud Süß`".
Persönliche Daten: Ludwig Metzger geboren am 08.04.1898 in Karlsruhe, 1936 Heirat mit Astrid Floth, gestorben am 16.03.1948 in Berlin, Vater: Hermann Metzger, geboren am 27.06.1876 in Pforzheim, gestorben am 30.05.1935 in Karlsruhe. Vater hatte vier Kinder, drei Töchter und ein Sohn. Sie war die Lieblingsschweester von Ludwig. Ihre Arbeit als Klavierspielerin beim Ballett. Arbeitslosigkeit von Ludwig in den 20er-Jahren in Berlin. Pionier in Kehl im Ersten Weltkrieg. Hat Manuskripte für ihn geschrieben. Beziehung von Karena Niehoff zu Ludwig Metzger "Sie ist eine ganz interessante, bescheidene Frau". "Er hat doch die Originalprozessakten eingesehen... er hat sich genau an die Akten gehalten... die Folterszenen stammen nicht von ihm... Bruder war ein ganz harmloser, gutgläubiger Mensch, war kein Parteimitglied". "Ich nehme es an, dass es ein jüdischer Arzt war, der ihrem Bruder eine Spritze gegeben hat... so gewirkt hat, es war so unheimlich.. (an der Spritze ist er gestorben). Auftritte in Berlin mit drei anderen Sängerinnen als "Silvia Sängers" und "Rondo". Freunde von Ludwig Metzger: Josef Braun und Harry Link. Kontakt mit dem jüdischen Bankier Ignaz Ellern in Karlsruhe.
Interview von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, mit Marielle Metzger, der Schwester von Ludwig Metzger, Mitautor des Drehbuchs für den Film "Jud Süß":
Drehbuch für den Stummfilm "Peter der Große" mit Emil Jannings im Jahr 1922. "Sein Verhängnis war der Film `Jud Süß`".
Persönliche Daten: Ludwig Metzger geboren am 08.04.1898 in Karlsruhe, 1936 Heirat mit Astrid Floth, gestorben am 16.03.1948 in Berlin, Vater: Hermann Metzger, geboren am 27.06.1876 in Pforzheim, gestorben am 30.05.1935 in Karlsruhe. Vater hatte vier Kinder, drei Töchter und ein Sohn. Sie war die Lieblingsschweester von Ludwig. Ihre Arbeit als Klavierspielerin beim Ballett. Arbeitslosigkeit von Ludwig in den 20er-Jahren in Berlin. Pionier in Kehl im Ersten Weltkrieg. Hat Manuskripte für ihn geschrieben. Beziehung von Karena Niehoff zu Ludwig Metzger "Sie ist eine ganz interessante, bescheidene Frau". "Er hat doch die Originalprozessakten eingesehen... er hat sich genau an die Akten gehalten... die Folterszenen stammen nicht von ihm... Bruder war ein ganz harmloser, gutgläubiger Mensch, war kein Parteimitglied". "Ich nehme es an, dass es ein jüdischer Arzt war, der ihrem Bruder eine Spritze gegeben hat... so gewirkt hat, es war so unheimlich.. (an der Spritze ist er gestorben). Auftritte in Berlin mit drei anderen Sängerinnen als "Silvia Sängers" und "Rondo". Freunde von Ludwig Metzger: Josef Braun und Harry Link. Kontakt mit dem jüdischen Bankier Ignaz Ellern in Karlsruhe.
1'07
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Bild-/Tonträger: Kopie von Kompaktkassette
Bild-/Tonträger: Kopie von Kompaktkassette
Transkription des Interviews in J 25 Bü 96.
Metzger, Astrid
Metzger, Marielle
Film; Jud Süß
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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