Jakob von Seckendorff-Nold, Unterlandvogt in Schwaben, entscheidet als "gütlicher fünft- und tedingsman" in Streit zwischen den gemeinen Bauersleuten und ihren Herrschaften ("vordern") der Dörflein Gwigg und Giesenweiler einerseits, denen von Gambach andererseits über Trieb und Tratt, Holzhauen, Zäunen u.a. Als von den Parteien beigeordnete Schiedsrichter fungieren auf Seiten von Gwigg und Giesenweiler Hieronymus [Schlaich], Propst zu Waldsee, und Jakob Bantel, alter Bürgermeister und Pfleger des Hl. Geist Spitals daselbst, auf Seiten derer von Gambach bzw. des Klosters Weingarten als Grund- und Lehenherr Hans Jörg von Reischach, Konventual und Siechmeister, und Hans Kem, Ammann des Klosters. Der Schiedsspruch bestimmt, daß Giesenweiler, Gwigg und Gambach eine gemeinsame Weide haben sollen im Holz und Gesteud Stockach zwischen den drei Dörflein und Bergatreute, desgleichen im Ried, das zum Weiher des Klosters Weingarten, genannt der Neu Weiher gehört. Weitere Bestimmungen über Entnahme von Weidenruten, Zaun- und Brennholz aus Stockach und Ried, Verlegung der Zäune und Hage des Galle Seltenreich sowie des Konz und Michel Bürster von Gambach.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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