Anspruch auf den beweglichen Nachlaß des kurköln. Rats und Drosten zu Linn Dr. Degenhard von Haes zu Sollbrüggen. Dieser hatte vor seinem Tod bei Johann von Ossenbroich in Düsseldorf 6 Kisten mit „brieff, sigell und geraidt gueter“ hinterlegt. Die Kläger sind seine Erben zu gleichen Teilen. Ossenbroich soll aus den Kisten Bargeld an sich genommen und den Mitbeklagten Dokumente ausgehändigt haben. Margaretha von Haes und Johann Quad zu Rheindorf hätten außerdem 1587 aus einem Weingarten des Klägers bei Godesberg Trauben und in dem Dorf Groß-Vernich (Hzm. Jülich, Amt Euskirchen; Kr. Euskirchen) eine Jahrrente von 13 Maltern Roggen weggenommen. Die Klage erfolgt am RKG, da Ossenbroich im Herzogtum Jülich, Margaretha von Haes in der Stadt Köln, Johann Quad aber im Erzstift Köln wohnt.
Vollständigen Titel anzeigen
Anspruch auf den beweglichen Nachlaß des kurköln. Rats und Drosten zu Linn Dr. Degenhard von Haes zu Sollbrüggen. Dieser hatte vor seinem Tod bei Johann von Ossenbroich in Düsseldorf 6 Kisten mit „brieff, sigell und geraidt gueter“ hinterlegt. Die Kläger sind seine Erben zu gleichen Teilen. Ossenbroich soll aus den Kisten Bargeld an sich genommen und den Mitbeklagten Dokumente ausgehändigt haben. Margaretha von Haes und Johann Quad zu Rheindorf hätten außerdem 1587 aus einem Weingarten des Klägers bei Godesberg Trauben und in dem Dorf Groß-Vernich (Hzm. Jülich, Amt Euskirchen; Kr. Euskirchen) eine Jahrrente von 13 Maltern Roggen weggenommen. Die Klage erfolgt am RKG, da Ossenbroich im Herzogtum Jülich, Margaretha von Haes in der Stadt Köln, Johann Quad aber im Erzstift Köln wohnt.
AA 0627, 2423 - H 673/2265
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1588 - 1699 (1575 - 1699)
Enthaeltvermerke: Kläger: Degenhard und Adolph von Haes zu Konradsheim und Sollbrüggen und Konsorten: Johann Werner von Merode zu Schloßberg, Amtmann zu Kaster, und Degenhardt von Merode zu Schloßberg, Amtmann zu Heinsberg Beklagter: Johann von Ossenbroich, fürstl. jül. Hofmeister und Amtmann zu Grevenbroich und Gladbach, Margaretha von Haes, Witwe Schall von Bell, Johann Quad zu Rheindorf (Rindorf) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Godelmann 1588 - Dr. Seobald Stockhamer 1618 - Lic. Johann Konrad Albrecht 1678 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Laurentius Wildhelm 1588 - Lic. Antonius Streitt 1588 - Lic. Johann Vianden 1588 - Dr. Johann Jakob Kremer 1588 - Dr. Bernhard Kuehorn 1588 - Dr. Johann Godelmann 1588 - Dr. Laurentius Vomelius Stappert 1598 - Dr. Andreas Pfeffer 1598 - Lic. Antonius Streitt 1598 - Lic. Christoph Rieker 1611 - Dr. Johann Pistorius 1611 - Lic. Johann Konrad Eichrodt 1683 - Subst.: Dr. Krebs - Dr. Johann Ulrich Zeller 1683 - Subst.: Dr. Johann Paul Fuchs - Lic. Konrad Franz Steinhausen 1683 - Subst.: Dr. Kebs - Dr. Franz Philipp Högele 1683 - Subst.: Dr. Krebs - Dr. Johann Philipp Pulian 1693 - Subst.: Lic. Johann Heinrich Flender Prozeßart: Citationis Instanzen: RKG 1588 - 1699 (1575 - 1699) Beweismittel: Bd. I: RKG-Urteil 4. März 1698 (26 - 28). Testament des Degenhard von Haes 1. Sept. 1575 (Q 3). Inventar der nachgelassenen gereiden Güter des Degenhard von Haes (Q 4, Q 11, Q 16). Bd. II: Zeugenaussagen (Q 45b). Akten des Prozesses Margaretha von Bottlenberg (Budlenberg) gen. Schirp, und Johann von und zu Ossenbroich, Witwe und Sohn des Johann von Ossenbroich ./. Johann Quad zu Rheindorf (Rindorf), Heinrich von der Horst und Agnes Schall von Bell, die Brüder von Merode und Haes zu Konradsheim über die Kisten am Stadtgericht Düsseldorf 1598 (Q 47). Testament des Degenhard von Haes 1. Sept. 1575 (Q 62). Heiratsvertrag zwischen Assuerus von Hönnepel gen. von der Empel, Erbvogt von Geldern, und Anna Quad von Landskron, Tochter des Johann Quad von Landskron und der Barbara von Haes von Konradsheim, 1608 (Q 67). Vergleich zwischen Johann Quad zu Rheindorf und Barbara und Margarethe von Haes einerseits und Johann von Ossenbroich andererseits 1588 (Q 90, Q 106). Vertrag zwischen den Brüdern von Haes zu Konradsheim und Johann von Quad zu Rheindorf 1593 (Q 96). Stammtafel von Haes zu Konradsheim und von Merode zu Schloßberg (Q 102). Testament der Gertrud von Hersel (Herstel), geb. von Merode zu Schloßberg, 25. April 1695 (571 - 572). Beschreibung: 3 Bde., 14 cm, 572 Bl.; Bd. I: Bl. 1 - 205; Q 1 - 40, Deckblatt und mindestens ein weiteres Blatt des Protokolls fehlen; Bd. II: Bl. 206 - 419; Q 41 - 77 außer 65*, Q 49 fehlt; Bd. III: Bl. 420 - 572; Q 78 - 130 außer 122*, 128*, Q 95 und 127 fehlen, 4 Beilagen. Prozeß teilweise beschädigt und in schlechtem Zustand. Lit.: Richard Verhuven, Das Rittergut Solbrüggen und seine Besitzer, in: Die Heimat. Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde in Crefeld 1. Jg. (1922) S. 114f.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:14 MESZ