Oberrat: Generalreskripte und Druckschriften (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 238
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Weltliche Zentralbehörden >> Oberrat (Regierungsrat)
1322-1805
1. Bestandsbeschreibung: Bei dem vorliegenden Bestand handelt es sich um eine im Oberrat angelegte Sammlung von Generalreskripten und anderen Schriftstücken der Überordnung - also Schreiben von Vorgesetzten bzw. des Landesherren an nachgeordnete Behörden und Dienststellen - wie Dekrete, Mandate, Ordnungen, Patente, Memoriale, Verordnungen. Das Repertorium des Bestandes A 238 wurde ursprünglich um 1830 von dem Archivrat Christoph Ludwig Friedrich Lotter und dem Kopisten G. Uhl beim damaligen Archiv des Inneren angelegt und durch spätere Ergänzungen und Berichtigungen erweitert. Im ersten Teil (Band I, Bü 1-164) erfolgte die Verzeichnung der Generalreskripte und Verordnungen aus den Jahren 1361 bis 1805 in chronologischer Reihung. Umfangreiche Nachträge aus der Zeit von 1565 bis 1805 (Band II, Bü 165-Bü 250) erschloss 1963 Franz Hundsnurscher unter der Leitung von Walter Bürkle und Friedrich Facius in sachthematischer Gliederung. Bei der Nutzung des Bestandes sind also jeweils beide Teile gleichermaßen heranzuziehen. Überschneidungen wurden - soweit möglich - notiert. Der dritte Teil enthält Reskriptenbücher, Supplementbände und Bände herzoglicher Ausschreiben aus der Jahren 1322 bis 1805. Die Retrokonversion der handschriftlichen Findbücher in die Datenbank ScopeArchiv führten im Jahr 2011 Auszubildende (Teil II und III) sowie im Jahr 2017 Katharina Maiworm (Teil I) durch. Die Titelaufnahmen wurden überprüft und teilweise abgeändert. Gleichzeitig erfolgte eine Neuindizierung mit Personen- und Ortsdeskriptoren. Im Anschluss wurden die Akten neu verpackt. Die hier verwahrten Exemplare der Generalreskripte und Druckschriften liegen zumeist in gedruckter Form, in einigen Fällen handschriftlich, vor. Letztere wurden entsprechend mit dem Hinweis "handschriftlich" am Ende des Titels gekennzeichnet. Weiterhin können die Anzahl und ggf. die Ausfertigungsformen (Ausfertigung, Abschrift, Konzept) der jeweiligen Schriftstücke variieren. Die Anzahl der Exemplare sowie fehlende Schriftstücke wurden ebenfalls gekennzeichnet. Der Bestand umfasst insgesamt 29,92 lfd. Meter, geordnet in 250 Büschel (Bü) und 59 Bänden. Stuttgart, im Mai 2017 Katharina Maiworm B.A.
2. Hinweise auf andere Quellen im Hauptstaatsarchiv: Weitere Generalreskripte und Verordnungen Württembergs aus der Zeit von 1439 bis 1821 werden im Bestand A 39 verwahrt. Kleinere Sammlungen von Generalreskripten sind zudem in den jeweiligen Behördenüberlieferungen (A 21 Oberhofmarschallamt, A 25 Bauverwaltung Stuttgart, A 211 Oberrat: Allgemeine Akten, A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten, A 282 Kirchenrat, A 304 und A 305 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter und Forstämter) sowie in den Deputations- (A 239 - A 247) und Oberamtsüberlieferungen (A 310 - A 425) zu finden. Auch in den Ministerialbeständen (E 146 Ministerium des Inneren III, E 221 I Finanzministerium I, E 301 Justizministerium I) und den Beständen des Landständischen Archivs (L 6 Materienregistratur) werden Generalreskripte und Verordnungen verwahrt.
3. Literatur: Hochedlinger, Michael: Aktenkunde. Urkunden- und Aktenlehre der Neuzeit, Wien 2009 Zeller, Gustav: Sammlung der württembergischen Regierungsgesetze von 1489 bis 1838, 5 Bände, Tübingen 1841-1847 Bernhardt, Walter: Die Zentralbehörden des Herzogtums Württemberg und ihre Beamten, 1520-1629 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Bd. 70), Stuttgart 1973
2. Hinweise auf andere Quellen im Hauptstaatsarchiv: Weitere Generalreskripte und Verordnungen Württembergs aus der Zeit von 1439 bis 1821 werden im Bestand A 39 verwahrt. Kleinere Sammlungen von Generalreskripten sind zudem in den jeweiligen Behördenüberlieferungen (A 21 Oberhofmarschallamt, A 25 Bauverwaltung Stuttgart, A 211 Oberrat: Allgemeine Akten, A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten, A 282 Kirchenrat, A 304 und A 305 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter und Forstämter) sowie in den Deputations- (A 239 - A 247) und Oberamtsüberlieferungen (A 310 - A 425) zu finden. Auch in den Ministerialbeständen (E 146 Ministerium des Inneren III, E 221 I Finanzministerium I, E 301 Justizministerium I) und den Beständen des Landständischen Archivs (L 6 Materienregistratur) werden Generalreskripte und Verordnungen verwahrt.
3. Literatur: Hochedlinger, Michael: Aktenkunde. Urkunden- und Aktenlehre der Neuzeit, Wien 2009 Zeller, Gustav: Sammlung der württembergischen Regierungsgesetze von 1489 bis 1838, 5 Bände, Tübingen 1841-1847 Bernhardt, Walter: Die Zentralbehörden des Herzogtums Württemberg und ihre Beamten, 1520-1629 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Bd. 70), Stuttgart 1973
250 Büschel, 59 Bände (28,92 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ