E 10/N 163 Teilnachlass Felicia Langer (Bestand)
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E 10/N 163
Stadtarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> E: Fremdprovenienzen >> E 10: Kleinere Nachlässe
1949, 1977-2008
Form und Inhalt: Das Stadtarchiv Tübingen erhielt im August 2008 den Teilnachlass von Frau Felicia Langer, Tübingen.
Felicia Langer (geb. 9.12.1930) ist eine aus Polen stammende Jüdin, die mit ihrem Mann Mieciu Langer vor den Nazis fliehen musste. Nach dem Krieg wanderte das Ehepaar nach Israel aus, wo Felicia Langer ein Jurastudium absolvierte und ab 1965 als Rechtsanwältin zugelassen war. Sie sah ihre Aufgabe darin, die Unterprivilegierten in Israel zu verteidigen. Der Sechs-Tage-Krieg 1967 war der Wendepunkt in ihrem Leben. Sie begann, Palästinenser vor israelischen Militärgerichten zu vertreten, kämpfte gegen Enteignung, Häuserzerstörung, Deportation, Folter etc. 1990 schloss sie ihre Kanzlei aus Protest und übersiedelte nach Deutschland, wo sie Lehraufträge an Universitäten übernahmen.
Der Teilnachlass beinhaltet eine Auswahl von Veröffentlichungen von Felicia Langer, Radio-Mitschnitte und ein persönliches Buch mit Tagebuch-Auszügen, gestaltet von der Freundin Dr. Heidi Crämer. Frau Langer hat drei Bücher vor der Abgabe in das Stadtarchiv mit persönlichen Widmungen "für meine geliebte Stadt Tübingen" versehen.
Folgende Stücke sind Teil des Nachlasses:
- Quadr. 1: Miecius später Bericht / Felicia Langer, Lamuv Verlag Göttingen 1999 mit Autogramm Miecius Langers und handschriftlicher Widmung von Felicia Langer
- Quadr. 2: Die Zeit der Steine / Felicia Langer, Lamuv Verlag Göttingen 1999 mit handschriftlicher Widmung von Felicia Langer
- Quadr. 3: Zorn und Hoffnung / Felicia Langer, Lamuv Verlag Göttingen 1991 mit handschriftlicher Widmung von Felicia Langer
- Quadr. 4: Mit eigenen Augen / Felicia Langer, progress dritte welt verlag bonn 1977 (Kopie des Buches)
- Quadr. 5: Mit eigenen Augen / Felicia Langer, japanische Ausgabe 1982
- Quadr. 6: 2 Foto-Reproduktionen Hochzeitsfoto Dezember 1949 und 1 Foto-Repro Gemälde Felicia Langer
- Quadr. 7: Felicia Langer zum runden Geburtstag, 2005, Radio-Mitschnitt Radio Vatikan, CD-ROM
- Quadr. 8: Kulturfragen / Felicia Langer über "60 Jahre Israel" im Gespräch mit Karin Fischer, 18.05.2008, Radiomitschnitt Deutschlandfunk/Deutschlandradio Kultur, 1 CD-ROM
- Quadr. 9: Die Wundertüte mit Felicia Langer, Januar 2006, Radiomitschnitt der Evangelischen Radiowerkstatt, 1 CD-ROM
- Quadr. 10: Ein sehr persönliches Zeugnis / Buchankündigung Felicia Langer: Um Hoffnung kämpfen, 2008, 1 S., Prospekt
- Quadr. 11: "Felicia" - Tagebuch-Auszüge und Briefe von Dr. Heidi Crämer (persönlich gestaltetes Buch zum 75. Geburtstag) [2005]
Felicia Langer (geb. 9.12.1930) ist eine aus Polen stammende Jüdin, die mit ihrem Mann Mieciu Langer vor den Nazis fliehen musste. Nach dem Krieg wanderte das Ehepaar nach Israel aus, wo Felicia Langer ein Jurastudium absolvierte und ab 1965 als Rechtsanwältin zugelassen war. Sie sah ihre Aufgabe darin, die Unterprivilegierten in Israel zu verteidigen. Der Sechs-Tage-Krieg 1967 war der Wendepunkt in ihrem Leben. Sie begann, Palästinenser vor israelischen Militärgerichten zu vertreten, kämpfte gegen Enteignung, Häuserzerstörung, Deportation, Folter etc. 1990 schloss sie ihre Kanzlei aus Protest und übersiedelte nach Deutschland, wo sie Lehraufträge an Universitäten übernahmen.
Der Teilnachlass beinhaltet eine Auswahl von Veröffentlichungen von Felicia Langer, Radio-Mitschnitte und ein persönliches Buch mit Tagebuch-Auszügen, gestaltet von der Freundin Dr. Heidi Crämer. Frau Langer hat drei Bücher vor der Abgabe in das Stadtarchiv mit persönlichen Widmungen "für meine geliebte Stadt Tübingen" versehen.
Folgende Stücke sind Teil des Nachlasses:
- Quadr. 1: Miecius später Bericht / Felicia Langer, Lamuv Verlag Göttingen 1999 mit Autogramm Miecius Langers und handschriftlicher Widmung von Felicia Langer
- Quadr. 2: Die Zeit der Steine / Felicia Langer, Lamuv Verlag Göttingen 1999 mit handschriftlicher Widmung von Felicia Langer
- Quadr. 3: Zorn und Hoffnung / Felicia Langer, Lamuv Verlag Göttingen 1991 mit handschriftlicher Widmung von Felicia Langer
- Quadr. 4: Mit eigenen Augen / Felicia Langer, progress dritte welt verlag bonn 1977 (Kopie des Buches)
- Quadr. 5: Mit eigenen Augen / Felicia Langer, japanische Ausgabe 1982
- Quadr. 6: 2 Foto-Reproduktionen Hochzeitsfoto Dezember 1949 und 1 Foto-Repro Gemälde Felicia Langer
- Quadr. 7: Felicia Langer zum runden Geburtstag, 2005, Radio-Mitschnitt Radio Vatikan, CD-ROM
- Quadr. 8: Kulturfragen / Felicia Langer über "60 Jahre Israel" im Gespräch mit Karin Fischer, 18.05.2008, Radiomitschnitt Deutschlandfunk/Deutschlandradio Kultur, 1 CD-ROM
- Quadr. 9: Die Wundertüte mit Felicia Langer, Januar 2006, Radiomitschnitt der Evangelischen Radiowerkstatt, 1 CD-ROM
- Quadr. 10: Ein sehr persönliches Zeugnis / Buchankündigung Felicia Langer: Um Hoffnung kämpfen, 2008, 1 S., Prospekt
- Quadr. 11: "Felicia" - Tagebuch-Auszüge und Briefe von Dr. Heidi Crämer (persönlich gestaltetes Buch zum 75. Geburtstag) [2005]
0,1 lfd. m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.04.2025, 08:21 MESZ