Rep. 130 Gemäldesammlung des Universitätsarchivs (Bestand)
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Rep. 130
Universitätsarchiv Regensburg (Archivtektonik) >> Bestände UAR >> Sammlungen
Vorwort Bestandsgeschichte: Die Gemäldesammlung des Universitätsarchivs beruht auf mehreren Provenienzen. (1) Die wahrscheinliche älteste Provenienz ist die Gemäldesammlung der Philosophisch-Theologischen Hochschule. Näheres ließ sich bisher über diese Sammlung nicht in Erfahrung bringen. Das Bild # 16 soll über die Universitätsbibliothek an das Universitätsarchiv gelangt sein. (2) Ein großer Teil der Bilder entstammt der Sammlung von Pater Emmeram, OSB, eigentlich Max Emanuel Maria Siegfried Joseph Antonius Ignatius Lamoral Prinz von Thurn und Taxis (1902-1994). 1923 in den Benediktinerorden eingetreten, erbte er 1955 zahlreiche Gemälde aus der Hand seiner Mutter, Margarethe Klementine "Margit" von Thurn und Taxis geb. von Österreich (1870-1955). Als er selbst 1994 verschied, sollten Bibliothek, Bilder und sonstiges Vermögen an den Verein zur Wiedererrichtung eines Benediktinerklosters in Prüfening e.V. fallen. Da er einziges Mitglied war, erlosch der Verein satzungsgemäß mit seinem Tod, das Vermögen fiel an den Freistaat Bayern. Ein Nachlassgericht übertrug 1997 mehrere tausend Bücher der Bibliothek von Pater Emmeram sowie seine Gemäldesammlung der Universitätsbibliothek Regensburg. 2004 kam die Gemäldesammlung in die Bestände des Universitätsarchivs, wo sie mit der Ausgliederung in die Verwaltung 2010 verblieben. (3) Jutta "Zambona" Remarque, die Ehefrau des Schriftstellers E.M. Remarque, malte während ihrer seelischen Krise 1946 bis 1950 mehrere Bilder. Diese ist als "Sammlung Jutta Zambona-Remarque" 2009 an die Universität im Zuge des Erbfalls Walter Rauer gefallen. (4) Einige Bilder sind aus Lagerungsgründen der Rektorengeschenkesammlung entnommen worden. (5) Hinzu kommen mehrere Bilder, deren Herkunft nicht geklärt werden kann. Der Gesamtbestand wurde am 18. April 2017 erstmals verzeichnet. Es besteht jedoch Bedarf an einer Tiefenerschließung sowie an einer Erschließung der Zambona-Bilder.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ