Gerwig Salhut (Salhot), seine Frau Katharina und deren Sohn Heinrich bekennen, dass sie dem Landkomtur des Deutschen Ordens in Thüringen, Friedrich von Treffurt (Drivorte), sowie dem Hauskomtur Otto von Worbis (Worbizze) und den Brüdern des Deutschordenshauses Vargula (Vargila) eine Hufe und zwölf Acker Land mit 27 Schilling Erfurter Pfennig, vier Gänsen, sieben Michaelis- und fünf Fastnachtshühnern in Großvargula (Grozzin Vargila) für 1½ Mark und 20 [Pfennig?] lötigen Silbers (andirhalbe marg und czwenczig loetigis silbirs) verkauft haben. Eine Hufe von diesem Land hatten die Aussteller zuvor teils vom Deutschen Orden und teils von ihrem Herrn von Herbsleben (Herbirsleibin) zum Lehen. Die Aussteller beurkunden ferner, dass Hermann Salhut, der Bruder des oben genannten Gerwig, mit seinem Sohn Berthold in den Deutschen Orden eingetreten ist und diesem zwei Hufen in Großvargula als Almosen übergeben hat. Als [Lehns-]Herren über diese Hufen werden [die Reichsabtei] Fulda (Vulde), der Deutsche Orden und der Herr von Herbsleben genannt. Die Aussteller stellen fest, dass der Herr von Herbsleben unter der Bedingung mit der Übereignung seiner Lehnsanteile an den Deutschen Orden einverstanden ist, dass er dafür aus dem Eigentum der Salhuts eine halbe Hufe in Kleinurleben (Wenigin Urleibin) erhält. – Siegel Gerwig Salhuts mit Siegelkarenz für die anderen Aussteller angekündigt.

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Sächsisches Staatsarchiv
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