Anna Margaretha Schmitz, Witwe, und ihre Kinder nehmen von den Eheleuten Wilhelm Adolph Overbeck zu Saarn 850 Taler klevisch je zu 30 Stüber zu 4 % Zinsen zur Bezahlung des wieder eingelösten Erbes zu Broich am Berge laut Provinzialprotokoll vom 2. Februar auf. Zum Pfand setzen sie alle ihre Getreide- und Ungereide-Güter, nämlich das wieder eingelöste Haus mit Hof und Stall zu Broich am Berge, das kleine Häuschen dort und das dabei befindliche Gärtchen. Ebenso verbürgt sich Johannes Schmitz für das Kapital. Witwe M. Schmitz verzichtet auf die Exception sancti Vellejani und ihre Kinder auf die Exception minoritatis. W. A. Overbeck kann in dem gen. Hause zu seinem Gebrauch zwei Kammern "unten an der Erde" während der Dauer der Obligation gegen 5 Reichstaler Jahresmiete für sich beanspruchen. Ferner sind die Schuldner verpflichtet, so oft holländische Waren auf der Ruhr für Herrn Overbeck ankommen, dieses per Express dem Gläubiger nach Saarn zu melden, wofür jedesmal 3 Stüber gezahlt werden.
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Anna Margaretha Schmitz, Witwe, und ihre Kinder nehmen von den Eheleuten Wilhelm Adolph Overbeck zu Saarn 850 Taler klevisch je zu 30 Stüber zu 4 % Zinsen zur Bezahlung des wieder eingelösten Erbes zu Broich am Berge laut Provinzialprotokoll vom 2. Februar auf. Zum Pfand setzen sie alle ihre Getreide- und Ungereide-Güter, nämlich das wieder eingelöste Haus mit Hof und Stall zu Broich am Berge, das kleine Häuschen dort und das dabei befindliche Gärtchen. Ebenso verbürgt sich Johannes Schmitz für das Kapital. Witwe M. Schmitz verzichtet auf die Exception sancti Vellejani und ihre Kinder auf die Exception minoritatis. W. A. Overbeck kann in dem gen. Hause zu seinem Gebrauch zwei Kammern "unten an der Erde" während der Dauer der Obligation gegen 5 Reichstaler Jahresmiete für sich beanspruchen. Ferner sind die Schuldner verpflichtet, so oft holländische Waren auf der Ruhr für Herrn Overbeck ankommen, dieses per Express dem Gläubiger nach Saarn zu melden, wofür jedesmal 3 Stüber gezahlt werden.
1010 / 659
1010 Urkunden der Herrschaft und Rentei Broich/Amt Broich-Styrum
Urkunden der Herrschaft und Rentei Broich/Amt Broich-Styrum
1779 Apr. 27
Ausfertigung: Papier; Unterschrift: Anna Margarethe Sch., Johannes Sch., Anna Maria Sch., Adam Striesgen, Johann Kron, Gerichtsschöffe, und Herman Kaldenhoven (Kaldenhoff); Vermerk über die gerichtliche Eintragung zu Mülheim durch den Gerichtsschreiber Johann Heinrich Bilger
Archivale
Historische Datumsangabe: Datum: G. Mülheim, den 27ten April 1779
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:34 MEZ