230,1/Gutsarchiv Hüffe (Bestand)
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230,001/Gutsa. Hüffe
Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld (Archivtektonik) >> Nichtamtliches Schriftgut >> Güter
Form und Inhalt: Vorwort zum Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe (1445-1937)
Gutsgeschichte
Das Rittergut Hüffe wird erstmals 1441 als Eigentum der von Schloen gen. Gehle erwähnt, denen auch das Gut Hollwinkel gehörte. 1595 kaufte Drost Philipp Wilhelm von Cornberg Schloss Hüffe von der Söldnerführerwitwe Lukretia von Wriesberg geb. Schloen. 1643 wird das Schloss Hüffe neu gebaut. Spätestens 1737 erwarben die von Schloen gen. Gehle Hüffe wieder zurück, starben aber 1758 aus. Das Allodialerbe Hüffe stand seit 1765 zum Verkauf. Der hessische Beamte Friedrich Christian Arnold von Jungkenn gen. Münzer v. Mohrenstamm kaufte das Gut 1773. Schloss (vermutlich nach Entwürfen des Kasseler Oberbaudirektors Simon Louis du Ry) und Park (Hofgärtner Pierre Bourgignon) in ihrer heutigen Form entstanden zwischen 1775 und 1784. Die Familie von Jungkenn blieb bis 1947 Eigentümer der Anlage.
Bestandsgeschichte
Das Gutsarchiv Hüffe ist wahrscheinlich aufgrund einer von Gustav Heinrich Griese (Heepen) initiierten Sammeltätigkeit des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg zunächst in dessen "Sammelarchiv aus Ravensberger Guts-, Hof-, und Familienbesitz" und anschließend in das Stadtarchiv übernommen worden (siehe Ravensberger Blätter 34 (1934), S. 41). Die "Hüffer Bücherei" wurde katalogisiert 1937 übernommen (Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe, Nr. 470), der Verbleib der seinerzeit 852 Titel umfassenden Bibliothek ist unklar.
Zur Verzeichnung
Nach der teilweisen Erstverzeichnung durch Griese gerieten die Gutsarchiv-Bestände während der Auslagerung im Zweiten Weltkrieg in Unordnung. Mit dem Gutsarchiv gelangten über die Familie Vely-Jungkenn einige wenige bedeutende süddeutsche Urkunden in das Stadtarchiv, die Ausgliederung wurde seinerzeit allerdings nicht dokumentiert und konnte erst 2011 geklärt werden (Bestand 100,1/Urkunden, Nr. 469 und 479).
Ein 1891 angelegtes Aktenrepertorium (Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe, Nr. 469) verzeichnet lediglich die von den Vely-Jungkenns geführten Akten des 19. Jahrhunderts, nicht aber die älteren Unterlagen.
Archivalienbestellungen: Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe, Nummer.
Zitation: Stadtarchiv Bielefeld/StArchBI, Best. 230,2/Gutsarchiv Hüffe, Nr.
Literatur
- Angermann, Gertrud, Land - Stadt - Beziehungen. Bielefeld und sein Umland 1760-1860 (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Bd. 27), Münster 1982
- Horst, Karl Adolf von der, Die Rittersitze der Grafschaft Ravensberg und des Fürstentums Minden, Berlin 1894/1899 (ND Osnabrück 1979), S. 1-5
- Nordsiek, Hans, Hüffe, ein Rittergut mit zwei Landtagsmandaten, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 51 (1979), S. 115–118
Dr. Jochen Rath
Archivleiter
Bielefeld, Oktober 2016
Gutsgeschichte
Das Rittergut Hüffe wird erstmals 1441 als Eigentum der von Schloen gen. Gehle erwähnt, denen auch das Gut Hollwinkel gehörte. 1595 kaufte Drost Philipp Wilhelm von Cornberg Schloss Hüffe von der Söldnerführerwitwe Lukretia von Wriesberg geb. Schloen. 1643 wird das Schloss Hüffe neu gebaut. Spätestens 1737 erwarben die von Schloen gen. Gehle Hüffe wieder zurück, starben aber 1758 aus. Das Allodialerbe Hüffe stand seit 1765 zum Verkauf. Der hessische Beamte Friedrich Christian Arnold von Jungkenn gen. Münzer v. Mohrenstamm kaufte das Gut 1773. Schloss (vermutlich nach Entwürfen des Kasseler Oberbaudirektors Simon Louis du Ry) und Park (Hofgärtner Pierre Bourgignon) in ihrer heutigen Form entstanden zwischen 1775 und 1784. Die Familie von Jungkenn blieb bis 1947 Eigentümer der Anlage.
Bestandsgeschichte
Das Gutsarchiv Hüffe ist wahrscheinlich aufgrund einer von Gustav Heinrich Griese (Heepen) initiierten Sammeltätigkeit des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg zunächst in dessen "Sammelarchiv aus Ravensberger Guts-, Hof-, und Familienbesitz" und anschließend in das Stadtarchiv übernommen worden (siehe Ravensberger Blätter 34 (1934), S. 41). Die "Hüffer Bücherei" wurde katalogisiert 1937 übernommen (Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe, Nr. 470), der Verbleib der seinerzeit 852 Titel umfassenden Bibliothek ist unklar.
Zur Verzeichnung
Nach der teilweisen Erstverzeichnung durch Griese gerieten die Gutsarchiv-Bestände während der Auslagerung im Zweiten Weltkrieg in Unordnung. Mit dem Gutsarchiv gelangten über die Familie Vely-Jungkenn einige wenige bedeutende süddeutsche Urkunden in das Stadtarchiv, die Ausgliederung wurde seinerzeit allerdings nicht dokumentiert und konnte erst 2011 geklärt werden (Bestand 100,1/Urkunden, Nr. 469 und 479).
Ein 1891 angelegtes Aktenrepertorium (Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe, Nr. 469) verzeichnet lediglich die von den Vely-Jungkenns geführten Akten des 19. Jahrhunderts, nicht aber die älteren Unterlagen.
Archivalienbestellungen: Bestand 230,1/Gutsarchiv Hüffe, Nummer.
Zitation: Stadtarchiv Bielefeld/StArchBI, Best. 230,2/Gutsarchiv Hüffe, Nr.
Literatur
- Angermann, Gertrud, Land - Stadt - Beziehungen. Bielefeld und sein Umland 1760-1860 (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Bd. 27), Münster 1982
- Horst, Karl Adolf von der, Die Rittersitze der Grafschaft Ravensberg und des Fürstentums Minden, Berlin 1894/1899 (ND Osnabrück 1979), S. 1-5
- Nordsiek, Hans, Hüffe, ein Rittergut mit zwei Landtagsmandaten, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 51 (1979), S. 115–118
Dr. Jochen Rath
Archivleiter
Bielefeld, Oktober 2016
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET